Mittwoch, 22. November 2017

Rezension --> Markus Walther – Buchland


Eine arbeitslose Buchhändlerin und ein staubiges Antiquariat mit einem ebenso verstaubt wirkenden Besitzer sind die Hauptfiguren in Markus‘ „Buchland“, das absolut anders ist, als alles, was ich bisher gelesen habe. Ach was heißte gelesen, schlaflose Nächte hat es mit bereitet, denn ich konnte es nicht weglegen.
Es geht nämlich sehr geheimnisvoll zu in diesem Antiquariat und Beatrice überlegt anfangs jeden Tag aufs Neue, ob sie sich an ihrem neuen Arbeitsplatz einfinden soll. Doch sehr schnell ist sie so fasziniert, von den unendlich vielen Räumen in diesem alten Haus, den Bücherschätzen, deren wahren Wert sie erst erkennt, als ihr Ehemann in Gefahr gerät und sie mit Herrn Plana, ihrem Arbeitgeber kreuz und quer durch das Land der Bücher reist.

Schon vom ersten Satz war ich gefesselt, denn die Bücher flüstern, wispern, erzählen Geschichten, verschenken Gedanken und offenbaren Welten. Genau mein Ding, wobei in meinem Kopf dann auch gerne noch Bilder entstehen, was der bildhafte Schreibstil in diesem Buch sehr leicht macht. Ich habe die Protagonisten begleitet auf ihren Wegen zwischen den Büchern, habe sie flüstern hören und konnte mich am Ende nur ganz schwer trennen. Aber das muss ich ja auch gar nicht, denn es geht weiter im Buchland und ich freue mich schon darauf.  Es ist auch nicht nur die offensichtliche, schwarz auf weiß dargestellte Fantasygeschichte, sondern viel mehr die Geschichte, die dahinter steckt, die angedeutet wird und die Fantasy des Lesers auf den Plan ruft.
Das Cover ist ein echter Hingucker, denn je länger ich es angeguckt habe umso mehr Details sind mir aufgefallen, was absolut für ein Print spricht.


Vom acabus-verlag.de bekam ich dieses Buch vor der FBM zum Reinschnuppern zur Verfügung gestellt, damit beim Bloggertreffen mit dem Autor noch Unklarheiten beseitigt werden konnten. Wobei mir dazu leider die Zeit fehlte, aber ich bekomme sicher bei einer der nächsten Messen noch Gelegenheit dazu.


Unbestritten fünf Chaospunkte.


 

Rezension --> Serena Avanlea - Das Glitzern des Glücks


Cassie wurde von ihrem Freund verlasen, in dem Moment, als sie dachte, er würde sie fragen, ob sie zu ihm ziehen möchte. Sie ist fassungslos, kann ganz schwer mit dem Verlust umgehen und sucht die Schuld allein bei sich. Da bekommt sie die Chance, in die Vergangenheit zu reisen und sie greift zu, denn sie ist auch nach Wochen noch der Meinung, dass sie ganz dringend alles anders machen muss. Doch war wirklich sie die Alleinverantwortliche?

Hier lag mir der Debütroman einer verkappten Meerjungfrau vor und ich muss sagen, er ist ihr gelungen. Liebevoll beschreibt sie Cassie und deren Suche nach dem Glück, auch wenn dem aufmerksamen Leser die Botschaft zwischen den Zeilen nicht verborgen bleiben kann. Denn für das Scheitern einer Beziehung ist nie einer allein verantwortlich, doch Cassie will das nicht einsehen. Abenteuerlich gestaltet sich die Reise in die Vergangenheit und der Schreibstil der jungen Autorin ist mitreißend und berührend.
Das Cover kommt geheimnisvoll an bei mir und verspricht atemberaubende Lesestunden. Die ich rein prinzipiell auch hatte, wäre da nicht zum einen die straffe Bindung des Buches, die es ohne Leserillen am Buchrücken unmöglich machte, es angenehm zu lesen. Wer diese Rillen unbedingt vermeiden möchte, muss es permanent mit zwei Händen halten, was das Lesen anstrengend macht.
Zum anderen wurde auf reinweißem Papier gedruckt, sodass meine Augen nach wenigen Seiten überfordert waren und ich das Buch beiseite legen musste.
Diese beiden Punkte bringen mich dazu, von den vier Chaospunkten, die ich Serena an sich schenken wollte, noch einen abzuziehen, denn als SP hat sie das in der Hand.  Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter, aber nicht als Print, außer ihr habt noch junge Augen und nichts gegen Leserillen.


 

Dies und Das --> BuchBerlin

Ganz spontan habe ich mich am letzten Freitag entschieden das kommende Wochenende in Berlin zu verbringen. Und zwar im Estrel, bei der BuchBerlin,die ausschließlich für SelfPublisher und unabhängige Verlage stattfindet. Also genau mein Ding und ich muss das einfach mal erleben.

Natürlich war die Frist für die Akkreditierung abgelaufen .... hört ihr das Chaosgen hämisch lachen? .... Aber ich habe eine freundliche Anfrage per Mail abgeschickt und tatsächlich noch eine Zusage bekommen und wurde in die Akkreditierunsliste für Blogger aufgenommen. Vielen vielen Dank nochmal an dieser Stelle an 


Janet Blume vom Bücherzauber e.V.

Ich verspreche auch, sowohl Kamera als auch vollen Ersatzakku mitzunehmen, zu nutzen und meinen Bericht etwas schneller zu schreiben, als den von der FBM.

Dienstag, 21. November 2017

Dies und Das --> Buchmesse in Frankfurt 2017, Samstag

Ehe ich zum Samstag komme, muss ich - das Chaosgen grüßt - noch einen Nachschlag zum Donnerstag bringen*lalala
Auf meiner Wanderung durch die Halle,kam ich auch bei .... ja fragt mich mal, wer der Standbetreiber war .... auf jeden Fall haben "Autoren Autoren gecoacht" und rein zufällig waren es Lutz Kreutzer und Katharina Burkhardt, als ich da vorbeilief.


Im Publikum entdeckte ich noch einen mir bekannten jungen Autoren, hab ihn auch abgelichtet aber er möchte nicht, dass ich das Bild zeige, gell Herr Tree *zwinker. Ich geb aber auch zu, es ist nicht nett geworden und ich lasse es mal in der Versenkung verschwinden.

Jo und gleich um die Ecke war der Stand vom Drachenmondverlag und das stand sie, etwas erschöpft, aber grinsend, die Frau Thomsen



um sich etwas später, etwas abgekühlt dank spezieller Eiswürfellieferung mit (von links) Serena Avanlea, Birte Lämmle und Christin Burger zu zeigen. (wer mehr über die Mädels wissen möchte, in meinem Bericht über den Donnerstag hab ich sie alle mit Links unterlegt)




Und laut meiner Kamera war der Donnerstag immer noch nicht vorbei ... irgendwie hatte ich vergessen, dass ich doch einige Mal den Auslöser gedrückt hatte (war nicht mein Tag :( )

Genau, da war dann noch Frau Becker,die unter strengen Blicken von Herrn Raabe versuchte einen Fleck aus einer der Tischhussen zu entfernen *lach





Und wer meine Chronik bei FB verfolgen kann, weiß ja, dass ich die Sonne für Eulen mehr liebe, als die für Lerchen, folglich musste ich auch Frankfurt einen Untergang festhalten, vor der leckeren Pizza.




Nun komme ich aber endgültig zum Samstag:
Nach einem Tag Erholung mit und bei meinen Freunden, bei denen ich übernachten dufte, war ich dann am Samstag – für mich relativ früh *hüstel – wieder in Halle 3.0 am Stand 102, der – ich muss es mal sagen – in diesem Jahr eine wesentlich bessere Lage hatte als in 2016 und doppelt so groß war. Es war einfach toll, sich dort aufzuhalten und bis auf einen Abstecher zum Bloggertreffen des acabus Verlag, bei dem ich mir noch ein wundervolles Print abholen durfte mit Widmung und auch mit zwei Autoren sprechen konnte, deren Bücher mir und anderen Bloggern vorab zum Lesen zur Verfügung gestellt worden waren ….. und das ich natürlich fast verpasst hätte, weil mein Notizbüchlein keine Terminerinnerungen absondert *grummel (daran sollte May eventuell noch arbeiten *zwinker) …. Und dem diesmal tatsächlich stattfindenden Chaotentreffen vor Halle 3.0 hielt ich mich an diesem Tag  tatsächlich in der Nähe des roten Sofas auf – es ist aber auch zu bequem, die Autoren und Autorinnen einfach liebenswert und immer für ein Gespräch zu haben, nicht nur über ihre Bücher. 


Und an diesem Stand mussten fast alle vorbei, die sich in Halle 3.0 umsehen wollten, und gerade viele SPs blieben natürlich hängen, darunter viele fremde Gesichter (für mich), aber durchaus bekannte Namen, sei es Autor/-in oder Bloggerin. 


Das war richtig richtig nett, weil auch Menschen dabei waren, mit denen ich absolut nicht gerechnet hatte, gelle Selina, auch wenn Marion dich da etwas verdeckt




Trotz allem war auch an diesem Tag das Gen im Gepäck, weshalb ihr in diesem Jahr auch wesentlich weniger Bilder von mir zu sehen bekommt als im Vorjahr. Ahnt ihr es schon? Ich hatte die große Kamera dabei, hab morgens auch noch zwei, drei Bilder gemacht, die ich euch nicht vorenthalten möchte


Claudia Winter mit Leserinnen

Elke Becker und Jo Berger, die Chefinnen des Sofas in einem wichtigen Gespräch 

 Christian Raabe, mit dem ich rein zufällig den ganzen Tag im Partnerlook unterwegs war

 und sie dann in meiner Tasche verstaut. Irgendwann im Laufe des Tages wollte ich etwas, jemanden ablichten, schon auf dem Weg zu meiner Tasche, die im Eck des Standes lag, kam mir der Gedanke an die „Versorgung“ der Kamera …. Selbstverständlich hatte ich bei Abfahrt im Hohen Norden an einen zweiten Akku UND das Ladegerät gedacht, ABER nicht, als ich am Vorabend meine Tasche für den Messebesuch packte und so kam, was kommen musste …. Ich hasse es, wenn die Kamera diesen Spruch anzeigt *heul … nach weiteren zwei Bildern kam sie, die Aufforderung: „Wechseln. Sie. Den. Akku.“ 

Da der ja nicht in den Tiefen der Tasche, in der ich eh nie das fand, was ich suchte, war, packte ich also die Kamera endgültig weg. Ich meine, meine Erinnerungen an die Messe kann mir sowieso niemand nehmen, die habe ich tief in mir verankert, aber so im Nachhinein Bilder anzugucken ist auch ganz nett, bzw. wäre ganz nett.

Aber ich gelobe Besserung für nächstes Jahr in Frankfurt, im Frühjahr bereits in Leipzig (ja, ich fahre hin und habe das Zimmer schon reserviert) und eben jetzt auch ganz spontan in Berlin. Irgendwie hat mich da ein Virus befallen und auf jeder Messe sind ja andere Autoren, mit denen ich schon länger zu tun habe, die ich aber gerne auch persönlich kennenlernen möchte. Und natürlich Blogger und Leser, die zur Chaotengruppe gehören (für die ich übrigens immer neue Leser suche *lalala), denn ganz viele der Sofaautoren haben mir seit der Messe Bücher zukommen lassen, die demnächst auf Wanderschaft gehen dürfen.


Es war wunderschön in Frankfurt, nicht ganz so chaotisch wie im Vorjahr, hat aber auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht. Mehr Messe, mehr Bücher, mehr nette Menschen .....

Sonntag, 19. November 2017

Dies und Das --> Buchmesse in Frankfurt 2017, Donnerstag

Da ich mich vorgestern während des Frühstücks ganz spontan entschlossen habe,  zur BuchBerlin zu fahren, sollte ich eventuell gegebenenfalls endlich meinen Messebericht zur FBM schreiben (und auch die vielen Rezensionen, die noch ausstehen, aber das ist ein anderes Thema*ganzdolleschäm)

Tja, also die FBM 2017 …. nach dem einen Besuchstag in 2016 war klar, dass ich auch in diesem Jahr wieder dabei  bin. Absolut nicht klar war,  zumindest nicht, als ich den erneuten Besuch beschloss, dass meine Anfahrt etwas länger sein würde, hab ich doch im Juni diesen Jahres meinen Wohnsitz nach Schleswig Holstein verlegt, aber egal. Zwergi (mein kleines treues Autochen) war einsatzbereit, also ab Richtung Frankfurt.

Zwei Tage hatte ich eingeplant, den Donnerstag (da fand das Bloggertreffen von Lovas statt, zu dem ich eingeladen war) und den Samstag, weil etliche Leser aus der FB Gruppe nur an diesem Tag anreisen konnten.

Das Chaosgen war natürlich auch wieder dabei, so hab ich gleich am Donnerstag Morgen verschlafen und kam nicht wie geplant spätestens um 9 Uhr in den Heiligen Hallen an, sondern erst so gegen *grübel …. Halb elf oder so.


Da mein Plan grob so aussah, dass ich mich die meiste Zeit am Stand des Autorensofas 



aufhalte, mir dort einige der Lesungen anhöre, z.B. von Laura Gambrinus 





 Jo Berger, die von Amy Baxter unterstützt wurde

Katharina Burkhardt


und Amy Baxter mit einem eigenen Buch



höchstens kurz durch die Halle 3.0 schlendere, irgendwann am Nachmittag das legendäre „DummRumStehTreffen“ mit Mitgliedern der Chaotengruppe habe und im Café Trilogie das mit Christin Burger und Emily Thomsen, hatte ich also einen ruhigen Tag vor mir. Dachte ich ....

Klappte auch ganz gut, bis ich feststellte, dass ich (da ich keinen Drucker hatte und habe, und mir die Liste im Laptop wenig nützte, auch immer noch kein Smartphone mein eigen nannte, um die Termine einzutragen  –  wenigstens das hat sich inzwischen geändert *lach) die beiden Nachmittagstreffen, nicht wie in meinem wunderschönen Notizbüchlein von May B. Aweley 



nacheinander notiert, zu „absolvieren“ hatte, sondern gleichzeitig *ahhhhh 
Hab ich also den Reißverschluss, der an meinem Körper längs läuft mal wieder in Betrieb genommen (nur gut, dass ich den nicht deaktiviert hatte, als meine Söhne älter wurden und ich nicht mehr gleichzeitig auf zwei Fußballplätzen zur Unterstützung stehen musste), hab mich eine Zeitlang köstlichst mit dem Kellner in besagtem Café (natürlich auch mit Christin, Emily und den Bloggerinnen, die dabei waren) amüsiert, um dann zum Treffpunkt des Chaotentreffs – nicht ohne der einen oder anderen Autor/In über den Weg zu laufen und kurz zu quatschen –zu hasten, vor der Halle etwas zu warten und  als niemand kam, mich wieder zu der lustigen Truppe in die erste (oder doch zweite *nachdenk) Etage der Halle 3.1 begeben. Die hatte sich inzwischen vergrößert und ich hab noch ganz tolle Kontakte knüpfen können zu Serena Avanlea und Birte Lämmle, immer bemüht neue Autoren und somit neuen Lesestoff für die Wanderchaosgruppe aufzutun.

Ich hab also genau das getan, was ich vermeiden wollte …. Rumhetzen *seufz
Da kam dann das Lovas Treffen gerade recht, da gab es ein erfrischendes Schlückchen und tolle Gespräche. Irgendwann bekam ich dann so nebenbei mit, dass die liebe Amy Baxter  das Mikrofon in der Hand hielt 

 

und von einem Gewinnspiel berichtete. Da ich nirgends teilgenommen hatte, hab ich nur mit einem halben Ohr zugehört *sorry Amy – war nicht böse gemeint, bis ziemlich viele der anwesenden Autoren und Blogger zu mir guckten und Amy mich auffordernd anguckte, ihr etwas näher zu kommen. 


Ich wusste immer noch nicht, worum es ging, drückte die liebe, inzwischen Fast-Nachbarin *lach, mal 


und hatte plötzlich einen niegelnagelneuen tolino vision 4 hd in der Hand, den ich gewonnen hatte *Schock



Natürlich freute ich mich darüber und ließ mich dann auch aufklären, womit ich den verdient hatte. Ich hatte an sich nur getan, was ich mir bei Gründung der Wanderchaotengruppe und meines Blogs geschworen hatte: Unterstützung der Selfpublisher, besonders der Sofaautoren, viele Bücher derjenigen lesen, Rezensionen schreiben und diese großzügig verteilen. In meinen Augen eine Selbstverständlichkeit, aber für die Jungs und Mädels eben einen tolino wert. War mir – ganz ehrlich – schon etwas peinlich, vielleicht ist das auf den Bildern zu erkennen, die Herr Reichenberg machte.

Mit wundervollen Gesprächen klang mein erster Messetag aus, wobei ich tatsächlich im Laufe des Tages einige Bilder geknipst hatte.


Jo Berger und Anja Saskia Bayer im Gespräch mit einer Leserin

Greta Schneider und Amy Baxter

Jo Berger, Emma S. Rose, Amy Baxter, Greta Schneider

Jo Berger und Amy Baxter bei der Vorbereitung zur gemeinsamen Lesung

Und natürlich Bücher, Bücher

und noch mehr Bücher ... immerhin kommen bei 35 Autoren doch einige zusammen

Johanna Danninger war auch da

und eine der Gründerinnen der Autorenvereinigung, Elke Becker



Ganz am Ende war der wundervolle Tag nach einer leckeren Pizza, die ich beim Italiener um die Ecke mit Elke Becker, Jo Berger, Anja Bayer und Marion Schauder genießen durfte. Natürlich blieben auch in diesen Stunden die Augen vor Lachen nicht trocken und ich danke euch Vieren für die Zeit.