Freitag, 13. April 2018

Blogtour --> Victoria Suffrage, Träume bleiben ohne Reue






Heute geht sie nun zu Ende, unsere Tour mit und um Edda. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge bleibe ich zurück, denn mir hat sie ganz viel Freude gemacht, allerdings mich - wie auch das Buch an sich - sehr nachdenklich zurückgelassen.

Das lag hauptsächlich auch an den doch eher traurigen Themen der letzten Tage, die allerdings durch Kerstin und ihren Abschlussbeitrag wieder etwas, aber wirklich nur ein kleines bisschen in den Hintergrund rücken.


Ich hoffe, ihr alle da draußen hattet auch Gefallen an unseren Beiträgen und vielleicht konnten wir euch anregen, "Trüme bleiben ohne Reue" oder auch ein Buch von Victoria zu lesen. Sie sind etwas anders, aber durchaus lesenswert.

Mein Dank gebührt ihr, dass sie uns ihre Edda anvertraut hat und meinen Mitstreiterinnen, die die Themen wundervoll umgesetzt haben.



Donnerstag, 12. April 2018

Blogtour --> Victoria Suffrage, Träume bleiben ohne Reue






Gestern haben wir bei Michele Gedanken zum Selbstbstimmten Leben lesen können, heute fordert uns Heike auf, über den "Selbstbestimmten Tod" nachzudenken. Denn auch der, also der Tod, gehört zum Leben, auch wenn viele das nicht so sehen.

Mittwoch, 11. April 2018

Blogtour --> Victoria Suffrage, Träume bleiben ohne Reue




Sorry, gestern war nicht mein Tag, die Hand schmerzte, ständig war was anderes und ich habe total vergessen, den Link zu Carlas Blogtourbeitrag zu posten *schäm
Aber ihr hattet ihn ja prinzipiell vom Tag vorher *zwinker

Und dafür habe ich heute gleich noch einen, nämlich den von heute. Michele hat sich mit dem Selbstbestimmten Leben beschäftigt

Montag, 9. April 2018

Blogtour --> Victoria Suffrage, Träume bleiben ohne Reue


Heute erfahrt ihr mehr über Vincent, den Altenpflegerschüler, der die schnodderige Edda gerne "Mon Général" nennt. Das Gespräch führte Anja

Mein Beitrag zur Blogtour zum Buch "Träume bleiben ohne Reue" von Victoria Suffrage
Ich hatte die Ehre und durfte Vincent, den Altenpflegeschüler im Heim, in dem Edda (die Protagonistin) lebt...


1. Was magst du an deinem Job? 

Menschen. Ich mag einfach Menschen. Und ich finde es cool, was die Alten zu erzählen haben. Sie sind meistens viel entspannter als Leute in meinem Alter.
Und irgendwie ist es so, wie mit den eigenen Eltern. Die verbieten; Oma und Opa haben Verständnis.



2. Was magst du nicht an deinem Job? 

Dass wir viel zu wenig sind, viel zu wenig Zeit haben. Altenpflege ist mit Waschen und Arschputzen nicht getan. Sorry, da werde ich immer direkt.
Ich will auch die Zeit für ein Schwätzchen, so wie mit Edda und Wilmchen. Und die Beklopptengang finde ich grandios.
Meine Altchen sind doch nicht im Knast bei uns. Ich will Zeit für sie haben und die ist nicht da.



3. Gab es etwas Ausschlaggebendes, weshalb du dich für diese Ausbildung entschieden hast? 

Eigentlich nicht, ich wollte das einfach. Vielleicht auch, weil ich meine Oma immer vermisst habe, ohne sie zu kennen. Aber das hat ja die Suffrage aufgeschrieben.


4. Du hast ja eine recht besondere Beziehung zu Edda. Wie kam das? 

Mon général, also die Edda, die ist der Oberhammer. Was die für Sprüche draufhat. Außerdem hat die nie gemeckert, also nicht mit mir. Mit der kann man Pferde stehlen, wenn die nicht gerade vor der Apotheke kotzen. Ha, ha, über diesen Satz würde Edda lachen.


5. Was könnte man deiner Ansicht nach in Pflegeberufen verbessern?

Wo soll ich da anfangen? Ich bin ja noch Schüler, ein Jahr habe ich noch.
Wir lernen zu wenig, weil überall die Leute fehlen. Die Kollegen haben dabei keine Schuld, es sind halt keine Leute da.
Ich habe ja schon gesagt, dass dann die Zeit fehlt. Nochmal: Pflege ist nicht Arschputzen. Die Altchen haben doch ein RECHT darauf, noch eine schöne Zeit zu haben. Und sie sollen sich Zuhause fühlen.
Ach, ich könnte noch so viel sagen, aber ich muss wieder.


Morgen könnt ihr bei Carla nachlesen, was es mit Eddas Krankheit so auf sich hat.

Sonntag, 8. April 2018

Blogtour --> Victoria Suffrage - Träume bleiben ohne Reue





Bisher wurde euch von Christina das erste Kapitel vorgelesen und Bianca führte ein Gespräch mit der Autorin. 
Heute nun könnt ihr mein Gespräch mit Edda, der Protagonistin lesen.





Ich durfte das neueste Werk der Autorin, die gerne etwas andere Themen aufgreift, schon während der Entstehung mitlesen und habe mich von Anfang an in Edda verliebt. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich sie für diese Tour interviewen durfte und sie hat mir gerne Rede und Antwort gestanden. Ich habe mir dazu auch einige Zitate gesucht und - wie ich sie kennenlernen durfte - antwortet sie gewohnt schnodderig *lächel


Wenn Sie sich eine Mitbewohnerin aussuchen könnten, liebe Frau von Mochnitz, wie müsste die sein? Also von Anfang an *zwinker. Weil ohne geht ja nicht, wegen des Vertrages.

Tja, Kindchen. Nachdem ich nun die Wilma kenne, müssten alle so sein wie die. Wilma hat mir selbstlos und herzlich so schöne Momente beschert.

 

Wie kam es überhaupt dazu, dass Sie diesen Vertrag unterschreiben mussten?

Verdammte Lottelei. Es war halt kein Geld mehr übrig zum Schluss. Was glauben Sie denn, was heutzutage solche Zimmer kosten. 



>> Ich habe niemanden und will niemanden. War immer so und wird immer so sein.<<
>> Ich bin doch nur eine abgefuckte Alte, die an nichts glaubt. Nicht an dich, nicht an das Leben und schon längst nicht mehr an mich.<<
Das finde ich traurig. Möchten Sie mehr dazu erzählen?


Das war vor Wilma.
Ich habe so viel erlebt, bin so oft enttäuscht worden. Kaum glaubt man wieder, vertraut, dann wird man in den Arsch getreten. Mit Verlaub. Also lieber nur an einen selbst glauben, dann erspart man sich das Russisch Roulette mit Vollpfosten.




>> Und Glück, was ist schon Glück? Wenn ich mich in den Fenstern sehe, dann sehe ich einen hässlichen Clown. Nur spielt der Clown dem Publikum nichts vor, sondern umgekehrt. Das Leben zieht seine Show ab und der Clown lacht unter Tränen.<<
Was würden Sie denn gerne sehen?


Ich würde gern noch mal den Moment erleben, als ich noch Daddi war und mit meinen Eltern über die Mohnblumenwiesen tobte. Da hatte ich vor nichts Angst, alles lag vor mir. Ich bereue nichts, damit das mal klar ist. Aber diese Momente der Unbeschwertheit, dieses Gefühl der Unbesiegbarkeit dank Papa, der jeden Drachen verjagt hätte, die würde ich gern nochmal empfinden.



>>Ich sitze hier und bespreche den letzten Tag in meinem Leben. Ein komisches Gefühl, auch wenn ich es nicht bereue.<<
Tatsächlich nicht?


Habe ich ja oben schon gesagt, Kindchen: Ich bereue nichts. Gerade die Zeit nach dem Tod meines Mannes – ich habe gelebt, als gäbe es kein Morgen mehr. Gab es auch nicht, zumindest nicht den Morgen. Nachts war Party bis zum Umfallen und tags habe ich mich vom Leben erholt.
Obwohl, doch eines bereue ich: Ich hätte mich für das Baby entscheiden sollen. Wilma habe ich um Vincent beneidet. Ein guter Kerl.



>> Da will ich, dass man meine Entscheidung akzeptiert, bin aber betroffen, wenn jemand wie Vincent dann so unverblümt damit umgeht. Gerade im Moment hatte ich Sterben völlig verdrängt, vielleicht, weil ich mich so auf das Fest freue. Nach dem Ausflug gestern sogar noch mehr.<<

Ist das Leben eventuell doch lebenswert? Auch noch mit 77 und ALS?


Na dazu habe ich der Suffrage einiges erzählt, hat die auch aufgeschrieben. Am besten lesen Sie dazu mein Buch „Träume bleiben ohne Reue“.



Vielen Dank, liebe Frau Mochnitz, für diese überaus erschöpfenden Antworten. Ich wünsche Ihnen, dass Ihre Krankheit ganz langsam und schleichend Macht über Sie gewinnt und Sie noch ganz lange beschwerdefrei leben dürfen. Auch wenn Sie sich evenetuell gegebenenfalls vielleicht irgendwann wieder an eine neue Mitbewohnerin gewönnen müssen.



Morgen könnt ihr das Interview von Anja mit Vincent lesen, leider nur bei Facebook, aber ich werde für die Nicht-Facebooker den Text wie gehabt in meinem Blog posten. Ich hoffe, euch gefällt die Tour bisher und vielleicht habt ihr Lust bekommen, Edda persönlich kennen zu lernen, wie sie auch empfiehlt. Ihr findet das Buch hier und glaubt mir, es lohnt sich, es zu lesen. Meine Rezension dazu, könnt ihr hier nachlesen