Donnerstag, 25. Mai 2017

Rezension --> Marleen Reichenberg - Magnolien im Mondlicht


Noelle und Connor kennen sich von Kindesbeinen an, sind beste Freunde, verlieben sich als Teenager ineinander und wollen für immer zusammen bleiben. Doch als es Connor beruflich nach Amerika zieht, entsteht ein Riss in der Liebe der beiden, denn Noelle kann ihn wegen ihrer kranken Mutter nicht begleiten.

Ein Jahrzehnt später begegnen sich die Zwei zufällig wieder und Noelle will nichts mehr von Connor wissen.


Warum?


Connor steht vor einem Rätsel und will sie zurück erobern.




Wunderschön erzählt Marleen die Geschichte der Teenager, auch wenn sie zunächst ein bitterböses Ende nimmt, was auch an Intrigen und Heimlichkeiten ihrer sie angeblich liebenden Mitmenschen liegt.

Im zweiten Teil des Buches kommt es dann zum Wiedersehen und Connors Versuchen, Noelle für sich zu gewinnen. Auch hier ist und bleibt die Geschichte mitfühlend, spannend und nervenaufreibend, sodass ich den Reader kaum aus der Hand legen konnte und der Autorin ein weiteres Mal fünf meiner Chaospunkte überreichen muss.

Rezension --> Marah Woolf - MondSilberLicht, MondLichtSaga


Emma lebt alleine mit ihrer Mutter in Amerika und als diese plötzlich verstirbt, zieht sie zu ihrem Onkel und dessen Familie nach Schottland, in die Hauptstadt der Isle of Skye. Dank ihrer gleichaltrigen Cousine findet sie in der neuen Schule schnell Anschluss, läuft dort Calum über den Weg, in den sie sich unsterblich verliebt. Der allerdings will nichts von ihr wissen, im Gegenteil, er meidet sie, wo er kann.
Warum das so ist, wird sie schnell erfahren, denn Calum ist nicht der, der zu sein er vorgibt.


Spannend und geheimnisvoll ist das Debüt von Marah zur MondLichtSaga, hat mich während des Lesens komplett die Zeit vergessen lassen, ich konnte eine Rundfahrt durch Schottland machen und habe mich einfach wohl gefühlt in der Geschichte. Natürlich werde ich mir die Folgebände noch holen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, das Cover einfach zauberhaft und ich hole fünf Chaospunkte aus meiner Kiste.

Rezension --> Kerry Greine, Ben Bertram - Flausen im Kopf, Waldschrat zum Verlieben


Sina ist fertig mit dem Studium und bis sie weiß, welchen Weg sie gehen wird, nimmt sie eine Auszeit bei ihrem Vater. Zunächst ist der Schock groß, denn sie lebte bis dahin in der Großstadt München, während ihr Vater eine Kneipe in einem kleinen Dorf in Schleswig Holstein betreibt. Der Unterschied könnte nicht größer sein, doch bald genießt sie die ländliche Idylle und Ruhe.

Wolf lebt in der Nähe diesen Dorfes allein im Wald, hält sich fern von den Dorfbewohnern und spricht mit niemandem. Selbst wenn er ab und an die Dorfkneipe aufsucht, ist die Kommunikation lautlos möglich.


Als Sina bei einem Spaziergang im Wald verunfallt, kommt Wolf ihr zu Hilfe und die beiden lernen sich etwas näher kennen.




Welch eine wundervolle Geschichte, die sich Kerry und Ben aus den Fingern gesaugt und sehr bildhaft aufgeschrieben haben. Ich sah sowohl Sina als auch den eigenbrötlerischen Wolf vor mir, entdeckte mit ihnen das Leben, das es mit beiden nicht gut gemeint hatte und erlebte die zarten Blüten einer neuen Liebe.


Ich war hin und weg von der Einfühlsamkeit, mit der (ich nehme an) Ben den skurrilen Waldschrat ganz sachte ins Leben zurückführte, mit welcher Selbstverständlichkeit die sensible Sina von (logischerweise dann) Kerry begleitet wurde, um die Eigenarten und Verschrobenheiten von Wolf anzunehmen und zu akzeptieren, aber auch wegen eines entsetzlichen Unglücks, das ihre beste Freundin betrifft, nicht in tiefste Depressionen zu verfallen.
Immer wieder musste ich schmerzerfüllt innehalten über beider Schicksale, konnte mich freuen, wenn es wieder einen kleinen Schritt *vorwärts* ging und musste entsetzt feststellen, dass auch Rückfälle an der Tagesordnung sind.

Dies war mein zweites Buch des Autorenduos und ich bin so begeistert von ihrer Art zu schreiben, dass ich alle weiteren auch noch lesen werde.


Ich. Kann. Gar. Nicht. Anders.

Das Cover ist liebevoll gestaltet und passt hundertprozentig zur Geschichte.
Am liebsten würde ich zweimal fünf Punkte vergeben und auf meinem Blog hier kann ich das ja auch tun.
 
 
 

Rezension --> Violet Truelove - Ein Rockmusiker zum Verlieben


Das It-Girl Vera ist zwar inzwischen Mutter eines Sohnes, kann aber ihre Jugendliebe Liam nicht vergessen. Auch wenn er ihr die kurze Affäre mit Warden nie verziehen hat, denn von diesem wurde sie schließlich schwanger.
Beide versuchen krampfhaft einander zu vergessen.

Werden sie es schaffen?


Oder gibt es doch eine gemeinsame Zukunft?




Im dritten Teil der "Zum-Verlieben-Reihe" war ich wieder voll dabei. Es war alles da, was mir im zweiten Teil gefehlt hat und ich hab mit gefiebert, mit gelitten und mich mit gefreut. Bin eingetaucht in die Welt der Stars und Sternchen, hab mich geärgert über Veras Mutter, aber auch ihren Vater, der sich so unterbuttern lässt. War stolz auf Vera, die sich durch die Geburt ihres Sohnes so sehr zum Positiven verändert hat und einfach hin und weg von der Geschichte, die ich im Liegestuhl in der Sonne an zwei Tagen genießen konnte.

Danke dafür, Violet, volle Punktzahl



Dienstag, 23. Mai 2017

Rezension --> Johanna Danninger - Landluftduft


Wammling, ein fiktiver Ort in Niederbayern soll ein Kurhotel mit Golfanlage bekommen. Alle sind geschockt und natürlich dagegen. Anna ist ganz vorne dabei, initiiert Unterschriftslisten und will den Gutshof, der dafür abgerissen werden soll, unbedingt erhalten. Ist der doch ein wichtiges Bestandteil ihres Traumes, beruflich Fuß in der Heimat zu fassen.
Obwohl sie gar keine Zeit dafür hat, kommt auch noch ein Gast in die Ferienwohnung ihres Opas auf den Hof und macht sie nervlich vollkommen fertig.

Wie soll sie das drei Wochen lang aushalten?


Mein erstes Buch von Johanna, aber garantiert nicht mein Letztes, denn ihre Schreibe hat mich mehrmals laut auflachen lassen und mir zwei wunderbare Abende beschert.
Sie schreibt frisch von der Leber weg und lässt nichts aus vom Leben in einem Dorf, in dem jeder alles über Alle weiß. Ihre Charaktere werden als liebenswerte, ehrliche Menschen dargestellt, die - wie im wahren Leben - einen großen Fehler machen: sie reden nicht miteinander über das, was sie bewegt. Zumindest nicht gleich *lach, denn wenn das geschehen ist, wird alles gut. So wie am Ende eh alles gut wird.

Oder doch nicht?

Lasst euch überraschen und nehmt diesen Roman auf jeden Fall in die Hand und habt Spaß damit, den übrigens das Cover schon bereitet, das zur Geschichte passt wie die Faust aufs Auge.
Ich habe eine neue Autorin entdeckt, die ich zwar auf der Buchmesse schon mal gesehen habe, aber bisher aus Zeitmangel nicht lesen konnte. Verdiente fünf Chaospunkte und ganz viel Lust auf mehr.