Dienstag, 30. August 2016

Neue Bücher --> Mit Mandelkuss und Liebe

Während ich unter dem Messer lag, haben sich die Neuerscheinungen die Klinke in die Hand gegeben, von Jo Bergers neuestem Buch hatte ich eine Leseprobe und war sofort begeistert, spielt es doch teilweise in Himmelreich, dem Örtchen mit dem leckeren Honigeis

 
 
Macarons zum Frühstück, ein süßer Hund, ein romantisches Café und ein Freund aus Kindertagen, der gar nicht mal schlecht küssen kann!

Die attraktive Ella lebt für ihr kleines Macarons-Café, ihre farbigen, köstlichen Macarons sind beliebt. Ihr Leben ist nahezu perfekt. Doch alles droht zu platzen, als die Großbäckerei McBread eine Filiale genau gegenüber ihrem Café plant. Wenn McBread eröffnet, ist Ella pleite! Ihr Lebenstraum ist in Gefahr. Dass ihre Hündin Flocke sich in die riesige Dogge Lanzelot verliebt hat, macht die Lage nicht einfacher, denn zu Lanzelot gehört der unfreundliche Großstädter Sam, und den kann Ella mal gar nicht leiden.
Gut, dass Ella in Niklas einen Freund hat, der ihr in dieser aufreibenden Zeit zur Seite steht.

Himmelreich, der Heimatort der gleichnamigen Buchreihe, hat ein Nachbardorf: Wolkenbusch.



Montag, 29. August 2016

Rezension --> J.P. Conrad - Mutterschmerz




Geheimnisvoll und spannend vom Prolog bis zum Epilog schreibt J.P. in seinem neuesten Roman eine Geschichte aus dem Jahr 1963.

Frisch den Dienst bei der Kripo in Bad Homburg angetreten erwarten den Kommissar Peter Kampmann zunächst nur vom Vorgänger ungelöste Fälle. Doch er kann sich ihnen nicht lange widmen, denn frühmorgens findet ein Hundebesitzer beim Spaziergang mit ebendiesem die Leiche eines jungen Mädchens, übel zugerichtet und nicht identifizierbar. Kurz darauf, noch am Tatort, werden die Beamten zu einem Hausbrand m nächsten Ort gerufen, denn in der Ruine liegt ebenfalls eine Leiche. Wie sich herausstellt ist es das Haus, in dem das Mädchen lebte. Hat jemand etwas gegen die Familie?

Wieder einmal konnte mich J.P. mehrere Stunden fesseln, denn sein Schreibstil ist einfach unverwechselbar, das Einzige was ihm fehlt, ist ein guter Korrekturleser. Manchen mag das egal sein, aber mich stört es, so bald mehr als fünf Rechtschreibfehler innerhalb weniger Seiten auftauchen, deswegen muss ich einen Punkt abziehen.
Ansonsten ist alles vertreten, was der Leser sich von einem guten Thriller wünscht: Spannung, Tote, ein Psychopath, ein sich festbeißender Kommissar, der auch entgegen der Meinung seiner Vorgesetzten am Ball bleibt und den wahren Täter findet, alte Geheimnisse, die zutage treten und ein *Happy End* Aus meiner unerschöpflichen Kiste vier Chaospunkte.

Rezension --> Elke Becker - Ticket ins Glück




Gibt es die ewige Liebe?

Alex kommt total gefrustet nach Hause, klitschnass vom Regen und gefeuert. Da stört sie die Ordnungsliebe ihres Verlobten noch ein bisschen mehr als sonst und sie hält sich bewusst nicht an seine *Regeln*. Als er dann auch noch wegen ihrer Arbeitslosigkeit sofort heiraten und Kinder haben möchte, packt sie nach einem heftigen Streit ihre Koffer und geht. Doch wohin? Was will sie?  Wie soll ihr Leben die nächsten Jahre, ja Jahrzehnte aussehen? Wo ist die Abenteuerlust von vor einigen Jahren geblieben? Sind acht Jahre mit Tom schon genug gewesen?

Elke, die selber lange in der Dom Rep gelebt hat, beschreibt auf fesselnde Art die ersten Schritte der zwei Schwestern auf der Karibikinsel, wie sich beide über ihr zukünftiges Leben klar werden, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und tatsächlich an zwei Nachmittagen (gut, langen Nachmittagen im Garten, lesend den Sommer genießend) durch war und am liebsten sofort in das nächste Flugzeug gestiegen wäre. Die Autorin hat mich nämlich gerade an einem Punkt erwischt, an dem ich einige der Fragen, die durch Alex Gehirn geisterten, in meinem Kopf bearbeitete. So konnte ich mich voll mit ihr identifizieren und war gespannt, zu welchen Ergebnissen sie kommt. Dass sie ihren weiteren Weg nicht ganz allein aussuchen kann, sagt ihr sehr schnell ihr Körper. Ich freue mich schon auf das nächste Buch, das ich von Elke lesen werde, denn ihr Schreibstil ist mitreißend und lässt den Leser komplett abschalten. Der erste Griff in meine große Kiste für die inzwischen auf Mallorca lebende Autorin bringt volle fünf Chaospunkte ans Tageslicht.

Donnerstag, 25. August 2016

Interview --> Any Cherubim

Heute hab ich das nächste Interview für euch mit Any Cherubim zur Veröffentlichung des ersten Teiles ihrer Dilogie *Black Summer*, das ich auch vorab lesen durfte und einfach nur begeistert war

Wer Any nicht kennt, sollte aufpassen, wenn ihm diese sympathische Frau über den Weg läuft




Auch zu ihrem Buch findet ihr mehr bei den Rezensionen.

Steckbrief
Name: Any Cherubim
Geboren: 26.05.1975
Wohnort: Freiburg
Familienstand: verheiratet
Kinder: 3 Söhne


Am liebsten hab ich: Schokolade, Kaffee, Bücher, Urlaub und meine Familie

Gar nicht mag ich: Ignoranz, schlechte Laune und putzen

Erzähl doch ein bisschen über dein bisheriges Leben
Ich bin verheiratet und Mutter von drei Söhnen (18,16 und 13 Jahre alt). Bevor ich mich entschied hauptberuflich Autorin zu werden, hatte ich einen Nachtjob in einem Büro einer Spedition. Geschrieben habe ich nebenher, was oft sehr anstrengend war. Jetzt genieße ich einfach das Autorendasein und tobe mich auch völlig aus. Die Ideen kommen überall – beim einkaufen, beim putzen, wenn ich Musik höre. Deshalb trage ich  immer ein kleinen Notizheftchen mit mir, damit ich gleich alles aufschreiben kann. Früher saß ich in unserer Küche an einem kleinen Laptop, doch mittlerweile habe ich ein eigenes Schreiblabor. Dort verbringe ich die meiste Zeit des Tages.


Wie bist du dazu gekommen, zu schreiben? Und warum ausgerechnet in diesem Genre?
Geschrieben habe ich schon als Kind. Angefangen mit kleinen Gedichten, bis ich als elf jährige meine ersten Geschichten schrieb. Liebesromane und Fantasy habe ich schon immer gern gelesen. In diesen Genren fühle ich mich einfach am wohlsten.


Dein Notizbuch …. Wie sieht es aus? Schreibst du lediglich Stichworte auf oder setzt du dich dann – statt weiterzumachen, was du gerade tust – in Ruhe hin und schreibst ganze Passagen auf?
Früher, während meiner Nachtschicht, schrieb ich so manche Szene aber auch neue Ideen auf ein Blatt Papier und übertrug es dann in mein Script. Eigentlich mache ich das heute auch noch. In meiner Handtasche trage ich ein tolles Heftsystem, worin ich gleichzeitig an allen aktuellen und zukünftigen Buchprojekten arbeiten kann. Das brauche ich auch, weil ich mir längst nicht mehr alles merken kann und ich zeitgleich mehrere Projekte entwickle.
Wenn ich also im Sommer mit meinen Söhnen zum Schwimmen gehe oder ich lange Zugfahrten vor mir habe, kann ich immer und überall arbeiten. Ich liebe es, an Szenen oder Charakteren zu feilen, während ich unterwegs bin. Da kann ich meiner Kreativität freien Lauf lassen.


Wie kamst du auf die Idee eine Dilogie zu schreiben?
Hm … eigentlich war es nicht beabsichtigt „Black Summer“, mein zehntes Buch, in zwei Teilen zu schreiben. Das hat sich einfach durch den Inhalt so ergeben. Anfangs dachte ich an eine kleine Liebesgeschichte, doch als ich „Joys“ Schicksal aufbaute, wurde daraus viel mehr als ich geplant hatte. Zum Glück, wie ich finde, denn ich konnte dem Buch dadurch mehr Tiefe verleihen und mich so richtig austoben.
Meine Geschichten entstehen meistens durch Bilder oder Musik. Bei „Black Summer“ war es zum Beispiel ein Bericht über Zeugenschutz, den ich mal in einer Zeitschrift, im Wartezimmer beim Arzt, gelesen hatte. Daraus spinne ich dann eine Story.
Hach … Autorin zu sein, ist der beste Job der Welt – da kann ich wirklich frei sein.


Vielen herzlichen Dank, liebe Any, dass du dir die Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten.
Und nun mach hinne mit dem zweiten Teil, ich bin hibbelig *lach

Neue Bücher --> Tales of Chicago, Zum Küssen verführt

Und gestern kam dann Mila Summers fünfter Teil der "Tales of Chicago" auf den Markt (*pssst* die ersten drei Titel sind auch bereits in meiner Rezibuchgruppe auf Wanderschaft und Nummer 4 und 5 kommen sicher auch noch) - Wenn Mila dann wieder etwas Luft hat, kommt auch von ihr noch ein Interview

 
 
Niklas ist Junggeselle und denkt gar nicht daran, etwas an seinem Leben zu verändern. Über die Waschlappen in seinem Freundeskreis, die nun Väter geworden sind und unter der Fuchtel ihrer Ehefrauen stehen, macht er sich nur lustig. Als ihn eine Wette für eine Woche an die vier Frauen seiner Kumpels bindet, glaubt er noch, die Zügel fest in der Hand zu halten.
Frisch getrennt macht sich Phoebe, die Leadsängerin einer Band, an die Côte d’Azur auf. Dort soll sie in einem Luxushotel französische Chansons zum Besten geben. Nur dumm, dass sie die Sprache gar nicht beherrscht. Wie gut, dass der Gast mit den vier Frauen im Schlepptau ihr tatkräftig unter die Arme greift - und auch vor ihrem Herzen nicht haltmacht. Aber ist Niklas wirklich ein Traummann?

Dienstag, 23. August 2016

Rezension --> Katrin Koppold - Zeit für Eisblumen




"Manchmal muss man sich erst verlieren, um sich selbst zu finden!" steht über dem Klappentext des zweiten Bandes der Sternschnuppenreihe, der als Wanderbuch bei mir Einzug hielt.

Diesmal handelt die Geschichte von Fee, Helgas jüngerer Schwester, die mit Sam, ihrem Lebenspartner einen kleinen Sohn hat. Doch ihr Leben hat sich mit dessen Geburt vollkommen verändert, sie hält sich für eine schlechte Mutter, weil sie - des Geldes wegen - schnell wieder zu arbeiten beginnt und Paul in die Krippe steckt. Sie ist der Meinung, dass Sam, der absolut nicht in die Fußstapfen seines Vaters treten und dessen Apotheken übernehmen will, sondern lieber Lehrer wird, sie nicht genug unterstützt. Und zu allem Übel passt sie immer noch nicht in ihre Klamotten, die vor der Schwangerschaft so toll an ihr aussahen.

Dann passieren ihr auch noch Fehler im Job und ihr Chef schickt sie bis zum
Jahresende in den Krankenstand. Das ist das Tüpfelchen auf dem i für Fee und sie beginnt komplett neu ....

Auch wenn dieses Buch unabhängig vom ersten Band gelesen werden kann, bin ich doch froh, vorher Helgas Geschichte inhaliert zu haben, denn sie bauen schon aufeinander auf. Mit Fee durfte ich nach Irland reisen, an Orte, die ich tatsächlich schon besucht habe. Allerdings nicht mit den Gedanken, die Fee begleitet haben und deren Entwicklung von Katrin wieder eindrucksvoll erzählt wurde. Auch wenn die Geschichte von Fee und Sam sicher nicht einmalig ist, die Art wie sie wiedergegeben wird ist es und auch dafür fünf Chaospunkte.

Sonntag, 21. August 2016

Rezension --> Frank Schlender - Max und die Sache mit der Raumzeit-Faltungsinversion




An sich ist Science Fiction so absolut nicht mein Ding, aber dieses Jugendbuch wollte ich dann doch mal gelesen haben.

Max und seine beiden Freunde Willi und Ben bilden eine Clique in der Klasse. Allerdings werden die drei Jungs als Nerds bezeichnet, weil sie absolute Sci-Fi-Freaks sind, was die Klassenkameraden nicht nachvollziehen können. Als sich dann auch noch in der Nähe von Maxens Wohnhaus in einer alten Villa von jetzt auf gleich eine seltsame ältere Frau mit ihrer Tochter einnisten und um die verfallene Villa rum seltsame Dinge passieren, sind sich die Teenager sicher, dass da irgendetwas gar nicht mit rechten Dingen zugeht. Der Verdacht kommt auf, dass die zwei neuen Bewohner des alten Hauses von einem anderen Stern kommen und mit allen möglichen und unmöglichen Hilfsmitteln versuchen die Jungs das Geheimnis um Frau Noell und Penelope zu lüften.

Ganz wichtig war mir, dass schon auf der ersten Seite klargestellt wurde, dass es am Ende ein Glossar gibt mit den wichtigsten Begriffen aus dem Science Fiction Bereich, wobei ich dann tatsächlich feststellen musste, dass mir der ein oder andere Begriff doch geläufig war und auch ein oder zwei der Zitate hatte ich schon mal gehört. Manchen Ausführungen konnte ich zwar dennoch nicht folgen, aber das tat dem Lesespaß keinen Abbruch. Denn Spaß hatte ich mit dem Buch von Frank Schlender, der die angesprochene Altersgruppe ganz sicher erreichen wird mit seinem *Wissen* und seiner fesselnden Schreibweise. Dass diese dann auch noch was lernen können über Freundschaft, erste Liebe, alleinerziehende Mütter ist ein wunderbarer Nebeneffekt, der dem jugendlichen Leser eventuell so gar nicht bewusst wird. Ich hab da schon zwei, drei Teenies im Auge, denen ich dieses Buch in die Hand drücken werde. Vier Chaospunkte.

Rezension --> Katharina Burkhardt - In meinem Herzen nur du


Welch eine berührende Geschichte, die Katharina da aus einer Erzählung eines Paares gemacht hat.
 
Bereits mit acht Jahren beginnen die Gefühle für den gleichaltrigen Sohn des Dorfschmiedes in Greta zu wachsen. Später kommen sie sich näher, doch ihre Eltern erlauben der Apothekerstochter keine Kontaktaufnahme mit Finn, geschweige denn regelmäßigen Umgang. Doch ihre junge Liebe setzt sich immer wieder über das Verbot hinweg und die beiden treffen sich so oft es möglich ist heimlich für wenige Augenblicke. Sie schwören, aufeinander bis zur Volljährigkeit zu warten, um dann endlich zusammen sein zu können ohne Rücksicht auf irgend jemanden, auch wenn die Zeit wie eine Ewigkeit erscheint.
 
Dann ist endlich der Moment gekommen, Finn hat seine Ausbildung beendet, Greta ihr Abitur in der Tasche und sie wollen zusammen ......
 
Doch Gretas Familie macht ihnen erneut einen Strich durch die Rechnung und Greta trifft eine Entscheidung, die ihre und seine Träume beenden wird.
 
Katharinas Schreibe gefiel mir schon in *Ebbe und Glut*, so dass ich nicht widerstehen konnte und mir ihr neuestes Werk herunterladen musste. Es übertrifft ihr Buch von vor zwei Jahren allerdings noch. Die Autorin hat ein Faible für außergewöhnliche Geschichten, die rein prinzipiell zwar jedem passieren können, aber doch eher selten sind und schon allein daher um so spannender. Aber nicht nur die Spannung war es, die mich an diesen Roman vier Abende lang fesselte, Greta und Finn mit ihren unmöglichen Familien, ihren Schicksalen und dem überaus liebevoll beschriebenen Verlauf ihrer Leben haben mich auch tagsüber nicht losgelassen und ich gestehe, als ich mich gestern kurz vor Mitternacht dem Ende näherte, liefen mir die Tränen eimerweise übers Gesicht. Dankeschön, für dieses so emotionale Buch, das diesmal nur teilweise in *meinem* Hamburg spielte, aber das war vollkommen in Ordnung so. Fünf Chaospunkte aus der berühmten Kiste.
 

Samstag, 20. August 2016

Rezension --> Nadine Stenglein - Aurora Sea




Als Romantic Fantasy Roman veröffentlicht, enthält dieses Debüt der fränkischen Autorin meiner Meinung nach ebenso Krimieffekte, denn so manches Mal musste ich die Luft anhalten wegen der Spannung.
Emma, 19, lebt bei ihrer Tante auf Sylt, denn ihre Eltern waren vor etlichen Jahren in einem Flugzeug, das über dem Atlantik abstürzte und spurlos verschwand. Sie vermisst ihre Eltern, auch wenn es ihr bei ihrer Tante gut geht und sie nach dem Umzug auf die Insel neue Freunde gefunden hat. Dann kommt erneut ein Flugzeug abhanden und Emma erhält SMS von Jamie, der angeblich in dieser Maschine saß.

Schon das Cover ist geheimnisvoll und ich kann mir vorstellen, dass Leser, die das Meer lieben, zu diesem Buch greifen. Denn es geht um viel Meer, aber auch um dunkle Kräfte, um gefangene Seelen und die wahre Liebe. Ein bisschen Mystik wurde noch eingebracht und der Zusammenhalt der Inselbewohner, als es ums Ganze geht. Nadine ist es gelungen das alles zu vereinen auf den 244 Seiten ihres ersten Buches und das auch noch auf eine Art und Weise, die mich das Buch kaum aus der Hand legen ließ. Und wenn ich mir vorstelle, dass das nicht nur rund um die größte der nordfriesischen Insel so geschehen kann, sondern in jedem Meer, gruselt mich etwas. Vier meiner Chaospunkte hab ich aus der Kiste geholt.

Rezension --> Ulli Eike - Jenseits der Erinnerung




"Das gestohlene Leben der Joey Marx" lautet der Untertitel und gestohlen ist es tatsächlich, das Leben der 24 jährigen Joey, die mit einem wesentlich älteren Mann verheiratet ist, der weltweit Hotels besitzt und mit ihren Eltern befreundet war. Sie engagiert sich in der Stiftung ihres Mannes und hat ein Leben, von dem manch junge Frau nur träumen kann. Bis ein Anschlag auf sie verübt wird und sie in eine Amnesie verfällt. Um ihr Gedächtnis wieder zu finden, versucht sie selber herauszufinden, wer sie ermorden wollte.

Ulli hat mit *Jenseits der Erinnerung* einen spannenden Roman geschrieben, der mich anfangs etwas ins Straucheln kommen ließ, denn die Zeitsprünge sind nicht ganz ohne und anhand der Aufteilung im Buch nicht sofort eindeutig zu erkennen. Je weiter ich aber in das Buch hineingelesen habe, desto eher hab ich erkennen können, ob ich mich in der Gegenwart oder der Vergangenheit befinde und war vollkommen eingenommen von der Geschichte, denn sie hat sich in Richtungen entwickelt, die ich keineswegs erwartet hätte. TOP, Herr Eike, hast du gut gemacht, fünf Chaospunkte aus meiner Kiste.

 

Rezension --> Mila Summers - Zum Küssen verführt




Lange musste ich auf Band 5 der "Tales of Chicago"  warten und hab ihn dann in kürzester Zeit verschlungen, denn die Mädels samt ihren *neuen* Familien sind mir doch sehr ans Herz gewachsen.

Nach einem feuchtfröhlichen gemeinsamen Abend mit den vier Männern, deren Frauen einen gemeinsamen Urlaub in Südfrankreich planen, wettet Niklas, der Cousin von Mitch, dass er es eine ganze Woche mit den Mädels aushält. In seinen Augen sind die Kumpane aus früheren Zeiten nämlich zu Memmen, Luschen geworden und stehen voll unter dem Pantoffel ihrer Angetrauten, was ihm natürlich niemalsnienicht passieren könnte. Und Tante Heather mischt dann auch noch mit.

Zeitgleich wird Phoebe, Leadsängerin und frisch getrennt, mit ihrer Band von ihrem Manager an die Côte d’Azur  vermittelt um in einem Hotel mit etwas gehobenen Ansprüchen die Gäste zu unterhalten. Natürlich mit französischen Chansons. Das erfährt sie allerdings erst vor Ort und möchte am liebsten erst den Manager töten und dann zurück nach Chicago fliegen, sie beherrscht nämlich kein Wort dieser Sprache.

Wer Milas Tales bis hierher schon gelesen hat, ahnt schon, wie es ausgehen wird, aber ich kann euch verraten, es wird noch besser. Natürlich ist auch der fünfte Teil wieder märchenhaft (sonst wäre es ja nicht Mila), die Protagonisten Niklas und Phoebe wunderbar dargestellt, auch wenn Niklas anfangs sehr *arschig* rüberkommt. Wer allerdings noch nicht angefangen hat in de Tales of Chicago einzutauchen, dem empfehle ich sie ganz dringend, aber fangt - auch wenn sie unabhängig voneinander gelesen werden können - doch beim ersten Band an, schon allein um die Entwicklung der Autorin mitzuerleben. Ich habe aus meiner immer wieder sich füllenden Kiste mal wieder fünf Chaospunkte für Mila und ihren tollen Roman.

 

Rezension --> Katrin Koppold - Aussicht auf Sternschnuppen




Da kam er wieder mal durch, der Reihenjunkie. Im Zuge eines Wanderbuches schneite mir der zweite Band der Sternschnuppenreihe ins Haus, stellte ich aber erst fest, als die Eisblumen schon da waren. Also noch ganz schnell den ersten Band herunterladen und vorher lesen. Und was soll ich sagen? Ich hab es nicht bereut.

Helga, Ende 30, liest *versehentlich* eine SMS auf dem Handy ihres langjährigen Freundes und denkt nun, dass die Reise in sein Heimatland nicht geschäftlich ist. Sie will ihn zur Rede stellen - nachdem sie viele Gedanken an das wie und wo und warum und weshalb verschwendet hat - und folgt ihm zum Flughafen. Doch wegen eines Vulkanausbruches startet keine Maschine, also ab zur Autovermietung. Der letzte Mietwagen soll ihr gehören, aber nur zur Hälfte. Denn ein bekannter Schauspieler war gleichzeitig mit ihr da und die beiden teilen sich das Auto, weil sie das gleiche Ziel - Italien - haben.

Katrin hat eine bezaubernde Art, ihre Protagonisten aufleben zu lassen, so dass ich mich sofort mit ihnen in den Kleinwagen setzen konnte und mit reiste. Ich habe als stiller Beobachter den Kopf geschüttelt, herzhaft gelacht, geschnieft, gejubelt und mich sehr gefreut, den zweiten Teil schon hier liegen zu haben. Katrin, du hast eine neue Leserin gewonnen, fünf Chaospunkte aus meiner Riesenkiste.

Rezension --> Any Cherubim - Black Summer



Plötzlich ist nichts mehr, wie es war

Joy, 19, gerade mit der Schule fertig kümmert sich seit dem Tod der Mutter liebevoll um ihre kleine Schwester, die mit nach einer Herzoperation besonderer Pflege bedarf. Die beiden und der Vater sind eine liebevolle Familie, die immer zusammen halten. Bis ihr Vater sie mit einem Geheimnis konfrontiert, das einfach nicht in ihren Kopf und ihr Leben passen will. Sie müssen sofort ihre Heimat verlassen, werden in ein sicheres Haus gebracht und ab sofort vom FBI bewacht. Dummerweise ist einer der beiden für Joy und ihre kleine Schwester zuständige Beamte ein - vom Aussehen her - richtiger Charming Boy. Charakterlich erscheint er Joy eher ein Bad Boy zu sein und sie weiß nicht, ob sie sich unter seiner Obhut wohl fühlen, geschweige denn ihm ihr Leben und das von Holly anvertrauen kann.

Dies war das erste Buch von Any, das ich gelesen habe, aber sicher nicht mein letztes - schon alleine, weil ich fruchtbar neugierig bin, wie es mit den Mädels und dem FBI Agenten weiter gehen wird und die Autorin ja so gemein war, einen Zweiteiler aus der Geschichte zu machen. Ihr Schreibstil ist fesselnd und mitreißend, gemütlich und liebevoll, die Charaktere sind wundervoll beschrieben und die Geschichte zwar ein Liebesroman, aber mal ganz anders, als alles, was ich bisher gelesen habe. Und das wahre Geheimnis des Vaters, der mir immer unsympathischer wurde, je mehr ich von ihm gelesen habe, wird nur ziemlich am Ende durch Joys Gedankengänge gelüftet, aber nicht wirklich aufgedeckt. Es bleibt also spannend und ich wünsche mir, dass bald Herbst ist, denn dann soll der zweite Teil des Black Summer erscheinen. Volle fünf Chaospunkte.

Mittwoch, 17. August 2016

Neue Bücher -> Black Summer

Innerhalb von zwei Tagen erschienen die beiden Bücher, die ich Korrektur lesen durfte, zunächst Any Cherubims "Black Summer", auch von Any kommt noch ein Interview, wenn sie meine Fragen beantwortet hat

 
 
Offene Boots, Lederjacke, zerrissene Jeans, ein sexy Lächeln - so hatte sich Joy einen FBI-Agenten in ihren kühnsten Träumen nicht ausgemalt. Und diesem Typen soll sie ihr Leben und das ihrer Schwester anvertrauen? Wahrscheinlich wären sie in einem tosenden Hurrikan sicherer als bei diesem unverschämt charmanten Kerl.

Seit dem Tod ihrer Mutter hat es sich die neunzehnjährige Joy zur Aufgabe gemacht, sich um ihre kranke Schwester Holly zu kümmern. Die Familie hat eine enge Bindung, bis das schier Unvorstellbare geschieht:
Kurz vor den Sommerferien konfrontiert der Vater sie mit der Wahrheit, die alles zerstört. Durch sein dunkles Geheimnis bröckelt seine mühsam aufgebaute Fassade. Joy und ihre Schwester werden aus ihrem gewohnten Leben gerissen und drohen in einen Abgrund zu stürzen.



Dienstag, 16. August 2016

Rezension --> Lana Rotaru - Black, Das Herz der Panther


 
Ein wundervolles Debüt von einer jungen Autorin, die noch ganz viel im Kopf hat und von der wir noch mehr lesen werden.
 
Lia ist im letzten Highschool-Jahr, hat eine beste Freundin, einen Freund und Eltern, die berufsbedingt so gut wie nie da sind. Ihr geht es damit gut und sie führt ein *normales* Leben, bis zwei neue Schüler ihre Schule besuchen. Zwillinge, die sich auf den ersten Blick ähneln wie ein Ei dem anderen. Erst bei näherem Betrachten ist sichtbar, dass es kleine, feine Unterschiede gibt. Und zum näheren Betrachten hat Lia bald mehr als genug Zeit, denn immer wenn sie Hilfe braucht, sind die beiden da und Hilfe braucht Lia oft, denn plötzlich ist nichts mehr, wie es vor dem Auftauchen der hübschen Jungs war, die ein Geheimnis mit sich herumtragen, das Lia unbedingt lüften will, auch um mehr über sich selber zu erfahren.
 
Lana hat es geschafft, allein mit dem geheimnisvollen Titel und Cover, mich an dieses Buch einige Tage zu fesseln, so dass ich mal wieder in jeder freien Sekunde wissen wollte, wie die Geschichte weiter geht. Sie ist spannend, mitreißend und fantastisch und einfach flüssig geschrieben, beinhaltet viel Leid und Schmerz, aber auch lustige Momente und macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Die Charaktere der Protagonisten sind wunderbar herausgearbeitet, so dass der Leser sich diese sehr gut vorstellen und mit ihnen fühlen kann.
 
Ich kann euch diesen ersten Band der Trilogie nur wärmstens ans Herz legen und vergebe - zwecks einer eventuellen Steigerung in Band 2 - vier Chaospunkte.

Rezension --> Marlies Lüer - Kristallseelen


 
Bisher habe ich eher die *realistischen* Bücher von Marlies gelesen, mich aber nun an ihr neuestes Werk aus dem Bereich der Fantasy gewagt. Und fantastisch ist es.
 
Die Zwillingsprinzen Raumont und Doran sind erwachsen geworden und einer ist König geworden, der andere hat die Königsburg freiwillig verlassen, denn an sich wäre der Thron seiner gewesen. Da er aber einen verkrüppelten Arm hat, wurde der jüngere Bruder vom Vater vorgezogen. Allerdings sind die Untertanen nicht glücklich damit, denn als die Sterne fielen, am die schwarze Macht und Raumont ist seitdem besessen, führt mit allen Nachbarländern Krieg, lässt kräftige männliche Bürger des Landes von magisch geschaffenen Unwesen rauben, um immer mehr Soldaten zu haben. Dagegen kämpft nicht nur Doran an, der sich in die heimatlichen Gefilde unerkannt zurück geschlichen hat. Er weiß auch, wie er seinem Bruder die Macht entreißen kann, doch alleine schafft er es nicht. Er braucht dazu die Kristallseelen, auf deren Geburt viele sehnsüchtig warten.
 
Auch in diesem Genre konnte Marlies mich packen und ich habe mal wieder ein paar Stunden weniger Schlaf gehabt, als ich brauchte. Ihr Schreibstil ist einfach einnehmend, egal zu welchem Thema sie sich auslässt. Hilfreich ist es, vorab die - für den Kindle kostenlose - Einführung "Sternfall" zu lesen, aber auch ohne sie, kommt der Leser gut in die Geschichte hinein und kann mit den Bürgern mitleiden, sich über die Art der Unwesen aufregen und sich über die schönen Seiten freuen. Ich hab *nur* das E-Book gelesen und bin am Überlegen, mir das Print noch zu holen, denn da sind - laut Marlies - noch Illustrationen enthalten. Ich hatte einige Abende um das Land der Schwarzburg herum und vergebe fünf Chaospunkte.

Rezension --> Marlies Lüer - Sternfall


 
Kurz vor Erscheinen ihres neuen Buches *Kristallseelen* ködert die Autorin mit einer Kurzgeschichte über einige Momente in der Jugend der Zwillingsprinzen schon mal ihre Leser. Sie macht das so geschickt - denn allein wegen der *nur* fünfzehn Seiten hat jeder die Einführung schnell verschlungen - dass ich (und sicher auch etliche andere) sofort drei Tage später das Buch herunterladen musste. Sternfall macht neugierig und ganz heiß auf mehr, vier Chaospunkte.
 

Mittwoch, 10. August 2016

Rezension --> Kirsten Wendt & Marcus Hünnebeck - Die Versuchung und das Meer


 
Ein krönender Abschluss der Sommer-Reihe über sieben Sünden ist dem Autorenduo da gelungen.
 
Das Thema Wollust ist voll getroffen und die beiden haben es geschickt untereinander aufgeteilt (denke ich zumindest, denn genau so und nur so, wie ich mir das einbilde, würde es passen). Von Kirsten stammen die Kapitel, die Alex in der Ich-Form erzählt. Sie ist Privatdetektivin und bekommt die Kreuzfahrt von einer Mandantin bezahlt, deren Verlobten sie überwachen soll. Dieser Verlobte ist Marlon, ein Schriftsteller, der mit Fantasygeschichten bekannt wurde, inzwischen aber unter einem Pseudonym ganz andere Bücher herausgibt. Seine Sichtweise ist ebenfalls in der Ich-Form von Marcus - denke ich - verfasst.
 
Logisch, dass die zwei sich näher kennenlernen, auch wenn das anfangs nicht im Sinne von Alex ist, denn sich mit dem Bewachungsobjekt einzulassen ist nicht sehr professionell. Doch sie kann nicht widerstehen, nachdem sie an zwei aufeinanderfolgenden Abenden beobachtete, wie Marlon zwei verschiedene Frauen *abschleppte*, die beide am kommenden Morgen nicht nur absolut nichts mehr mit ihm zu tun haben wollten, sondern ihm sogar aus dem Weg gingen.
 
Eine tolle Geschichte, die den Sommer ausklingen lässt, wie der Leser sich das wünscht und wunderbar umgesetzt wurde von Kirsten und Marcus. Eine lockere Schreibe, die nicht vermuten lässt, dass die zwei erst so kurz miteinander arbeiten. Außerdem haben die zwei mich neugierig gemacht, was sie sonst noch so veröffentlicht haben und ich hab mir mal den kürzlich erschienenen Thriller runtergeladen. Neugierig bin ich allerdings auch, ob meine Gedankengänge bezüglich der Aufteilung richtig sind und werde Nachforschungen anstellen ;)
 
Was kann ein Autor, oder gar zwei mehr wollen als den Leser neugierig zu machen? Identifikation mit den Protagonisten wäre noch was, gut, die haut bei mir nicht ganz hin im Bezug auf diese Sünde, aber wohl gefühlt hab ich mich trotzdem, denn wenn sie genauer ausgeführt worden wäre, die Wollust, hätte ich wahrscheinlich den Kindle zugeklappt. Also auch dafür ein dickes Danke von mir.
 
Und weil natürlich auch die Crew nicht unerwähnt bleiben darf .... aber das müsst ihr selber lesen und ich rate euch einfach, lest alle sieben Geschichten, denn das Gros war einfach sommerlich leicht und für Zuhausegebliebene ein toller Urlaub. In diesem Sinne an alle Autoren ein herzlicher Dank für die Idee und die Umsetzung und speziell für Kirsten und Marcus nun fünf Chaospunkte
 
 

Rezension --> Noah Fitz - Mörderische Pläne


 
Nicht lange konnte ich warten, als ich den ersten Thriller mit Johannes Hornoff gelesen hatte, um mir die *Mörderischen Pläne* reinzuziehen, denn Noah hatte mich total vereinnahmt.
 
Der Psychologe hatte seiner Frau an sich versprochen, arbeitsmäßig kürzer zu treten, vor allem, was die Zusammenarbeit mit dem LKA betrifft. Aber wie das halt so ist, in einem verlassenen Haus wird eine Frauenleiche gefunden und schon ist der Herr Hornoff unterwegs, denn auch *Fachkräften* fällt es schwer sich mit der eigenen Identität auseinander zu setzen. Lieber ver(sch)wendet *man* doch seine Zeit mit etwas Ablenkung ;)
 
*upps* Da war es mal wieder, ich hab schwadroniert, weil die Gedanken in meinem Kopf einen guten Draht zu den Fingern haben, die die Tastatur bedienen.
 
Zurück zu den Plänen des Herrn Fitz, die tatsächlich mörderisch sind, aber auf eine Art und Weise, dass der Leser nicht sofort erkennt, worum es tatsächlich geht (wie auch in *Nicht ihre Schuld*), das bleibt so geheimnisvoll wie die Methoden des Johannes, auch wenn das LKA meint, den Fall schon gelöst zu haben.
 
Wieder konnte mich der junge Autor stundenlang in Berlin leben und gespannt die Ermittlungen verfolgen lassen. So unklar die Investigationen des Professors auch sind, fesselnd sind sie allemal und das sicher auch im dritten Band, den ich mir demnächst auf jeden Fall holen werde. Nicht überall, wo Thriller drauf steht ist auch ein Reißer drin, bei Noah aber ganz sicher, fünf Chaospunkte und ein großes Kompliment von mir
 

Rezension --> Karin Lindberg - Ein Schokoholic will Meer


 
Etwas mehr Tiefgang auf dieser Fahrt wäre wünschenswert gewesen in diesem sechsten Band der Sieben Sommersünden.
 
Laura wird von ihrem gesundheitsfanatischen, sportlichen Freund verlassen, nur weil sie ab und an gerne Schokolade (oder überhaupt was Süßes) isst. Dumm nur, dass schon lange vorher eine Kreuzfahrt gebucht wurde, die sie nun alleine antritt (wäre ja schade, die Kabine leer stehen zu lassen, nicht wahr?).
Noch vor dem ersten Betreten derselben lernt sie an einer der vielen Bars Max kennen, der Laura aber zu schön ist. Lieber legt sie flotte Tänze mit dem Schweizer Peter aufs Parkett, natürlich nicht ohne zwischendrin die hausgemachten Pralinen zu genießen. Max allerdings gibt nicht auf .....
 
Kurz und knapp verläuft die Etappe auf der *Sonnenglück* und die Völlerei hätte ruhig ein bisschen detaillierter dargestellt werden dürfen, aber das war wohl bei gerade mal 126 Seiten nicht möglich. Liebe war enthalten, ebenso wie Romantik und Komödie, aber es hätte von allem ein bisschen mehr sein dürfen.
 
Positiv am vorletzten Teil fand ich das Cover, das wieder sommerlich frisch daherkommt und die Ausarbeitung der Sünde, denn die war deutlich vermerkt, wobei ich mir die schlimmer vorgestellt hatte. Drei Chaospunkte für die Völlerei.
 

Rezension --> Noah Fitz - Nicht ihre Schuld



WOW!!! Was ein Schätzchen!!!
Schon lange hab ich keinen so tollen Thriller mehr gelesen, der all das in sich vereint, was ich von diesem Genre erwarte und was früher - ich sage bewusst früher - in den Werken eines Herrn Fitzek zu finden war.

Entführung --> zwei Mädchen verschwinden und werden monatelang gesucht

Tod --> ein drittes Mädchen wird tot aufgefunden, aber nicht da, wo es umgebracht wurde und hat dann auch noch eines der Medaillons, das beide entführten Teenager besitzen, im Mund

noch mehr Tod --> ein Ehepaar, das in der Nähe des Fundortes lebt(e) wird ebenfalls ermordet entdeckt

psychisch krank --> der Sohn des Ehepaares hat überlebt. Ist er der Mörder????

Das Berliner LKA holt sich den Psychologen Johannes Hornoff zu Hilfe, dessen Methoden .... etwas *hmmm .... ungewöhnlich sind, ja sogar gewöhnungsbedürftig, aber ich konnte ihm sehr schnell folgen

Wie oben bereits geschrieben, war ich überwältigt von Noahs erstem Thriller und wenn die Augen nicht ab und an zugefallen wären, wäre ich noch viel schneller am Ende gewesen. Aber so hatte ich den ganzen Tag die Vorfreude spät Abends wieder nach Berlin zu dürfen und mit dem kauzigen Kommissar Breuer, der mit der Ex-Schwägerin von Johannes Hornoff zusammen ist, dem als Familienvater versagenden Psychologen, seinem gelähmten Zwillingsbruder und dem jüngeren Bruder zusammen die Mädchen zu suchen.

Zwischendurch erzählt eines der Mädchen, die Nichte von Johannes, von ihrem Leben in der Gefangenschaft, so dass der Leser immer noch die Hoffnung haben kann, dass sie und ihre Freundin lebend gefunden werden. Denn die stirbt ja zuletzt, die Hoffnung.

Der Schreibstil schreit nach mehr von Noah, denn er ist fesselnd, spannend und mitreißend und ich bin gespannt, wie es mit der Familie des Psychologen weitergeht, welche Fälle sich Noah noch hat einfallen lassen und überhaupt. Noah, ich hab dich im Auge und gebe dir für dein Thrillerdebüt vier Chaospunkte
 

Mittwoch, 3. August 2016

Interview --> Jürgen Sester

Das erste Interview hatte ich mit Jürgen Sester zur Neuerscheinung seines zweiten Buches *Mein Herz führt mich zu dir*, das ich quasi als *Korrektorin* schon vor zwei Monaten in Manuskriptform in Händen hatte.


So sieht er aus, der Jürgen

 
 
Sein Buch findet ihr bei den Rezensionen ....
 
 
Steckbrief
Name: Jürgen Sester
Geboren am/ in: 16.10.1979 in Kehl am Rhein
Wohnort: Freudenstadt
Familienstand: glücklich verheiratet
Kinder: leider nicht, dafür bin ich mit Herz und Seele Onkel
 
Am liebsten hab ich: Mit dem Auto durch die Gegend fahren und tierisch laut mitsingen oder mit meiner Gitarre abends am Markplatz ein bisschen Musik zu machen und die Reaktionen der Passanten zu erleben.
 
Gar nicht mag ich: Wenn jemand ungerecht behandelt wird. Ich bin jemand, der dann auch beherzt eingreift, wenn ich etwas in meinem Umfeld entdecke.

Erzähl doch ein bisschen über dein bisheriges Leben
Ich war schon recht früh jemand, der gerne geschrieben hat. Meine Aufsätze waren fast immer die, die vor der ganzen Klasse vorgelesen wurden. (Ich habe noch heute die ganze Sammlung). Schon mit 16 habe ich meine Frau kennen gelernt. Schon ab dem ersten Tag wusste ich, dass das mit ihr etwas ganz anderes (was Besonderes ist). Wir mussten in den ganzen Jahren einige Schicksalsschläge hinnehmen, aber das hat uns schließlich zu den Menschen gemacht, die wir heute sind.  Und darüber bin ich nicht undankbar.
 
Wie bist du dazu gekommen, zu schreiben? Und warum ausgerechnet in diesem Genre?
1997 erschien das Lied von „Sash – Stay“. Dort heißt es gleich am Anfang: „I had a dream last night, you where there and hold my hand so tight.“ Mit dieser Zeile war die Idee für meinen ersten Roman „Ich werde dich finden“ geboren. Diese Idee trug ich bis 2009 mit mir herum und erzählte auch meiner Frau immer wieder davon. Dann sagte sie: „Dann schreib es doch endlich“. Als fing ich an. Ich musste wegen einer Erkrankung für längere Zeit unterbrechen und hatte es schließlich 2013 fertig.
Ich schreibe gerne in dem Genre, weil ich an die Liebe glaube. Auch wenn heutzutage mehr Beziehungen kaputt gehen denn je. Liebe ist etwas, an dem wir uns festhalten können, wenn alles andere den Bach herunter geht. Das kann man an vielen Stellen meiner Romane und Kurzgeschichten auch finden und entdecken.
Jedoch werde ich auch immer wieder Abstecher in andere Genres versuchen, einfach um mich nicht festzufahren.

Deine Erkrankung … magst du darüber reden? Wenn ja, hat sie dich verändert? Wenn nein, vollkommen in Ordnung, ich weiß es eh und wünsche dir, dass sie tatsächlich vollkommen ausgeheilt ist und dich bis zum Rest deines Lebens in Ruhe lässt.
Die Krebserkrankung war erst 2014. 2012-2013 bin ich an Burnout erkrankt. Ich dachte, so etwas würde mich niemals treffen, da ich ein vielseitiger Mensch bin, doch mit einem Schlag war diese Krankheit da und traf mich mit voller Wucht. Hier war mir meine Frau eine sehr starke Stütze gewesen. Sie hat mir geholfen, diese düstere Zeit zu überwinden. Klar, jede schwere Krankheit verändert einen und man muss etwas verändern, damit man nicht wieder abrutscht.

An welches Genre denkst du als Nächstes? Wird trotzdem Liebe vorkommen? Wie kamst du ausgerechnet dazu, in dieser Richtung was zu schreiben?
Ich habe einen Zeitreise-Thriller geschrieben, der ebenfalls noch dieses Jahr erscheinen soll. Natürlich wird es darin auch eine Liebesgeschichte geben (das darf ja nicht fehlen). Der Genrewechsel kommt aus zwei Gründen: Erstens: Ein Autorenkollege meinte, dass ich mich in diesem Genre festgefahren hätte, ich wollte ihm damit das Gegenteil beweisen. Zweitens: Seit ich schreibe, wollte ich eine Zeitreisegeschichte schreiben, jetzt war die Zeit mehr als reif dafür.  Als nächstes (Für 2017+2018) ist eine Fantasy-Trilogie geplant, die ich bereits begonnen habe. Auch dort kommt die Liebe nicht zu kurz. Es bleibt also spannend. Mein Plan wird sein (wenn nichts gravierendes dazwischen kommt), jedes Jahr 2 Romane zu veröffentlichen.


Dankeschön, lieber Jürgen, dass du meine Fragen beantwortet hast.

Lassen wir uns also überraschen, was noch so alles kommen wird. Ich kann euch verraten, dass die Zeitreisegeschichte schon in Ansätzen von mir gelesen wurde und auch der Anfang der Trilogie liegt mir schon vor. Und auch wenn sie ganz anders sind, die neuen Romane, werden sie toll werden. 



Rezension --> Jürgen Sester - Mein Herz führt mich zu dir




Es ist schwierig für mich, eine Rezension zu schreiben, da ich den zweiten Roman des jungen Autors bereits vor zwei Monaten lesen und korrigieren durfte, heute zur Erscheinung die richtigen Worte zu finden. Denn vergessen hab ich die Geschichte nicht können, so liebevoll wie sie geschrieben wurde.

Der Klappentext sagt an sich alles wichtige über den Inhalt aus, so dass ich den ausnahmsweise mal übernehmen möchte und nicht in eigenen Worten was dazu sage ;)

"Felix hat in seinem jungen Leben viel erreicht, er hat einen tollen Job, ein teures Auto und eine luxuriöse Wohnung. Er genießt sein Leben in vollen Zügen, bis er seine Arbeit verliert.
Zunächst möchte er seine freie Zeit noch genießen, ehe er sich eine neue Stelle sucht. Eines Abends ist er der einzige, der eine Frau aus einem Autowrack retten kann. Diese Tat verändert ihn und seine Einstellung zum Leben so, dass er als Helfer in das von einem Erdbeben zerstörte Peru geht. Inmitten dieser neuen Umgebung zwischen Zerstörung, Trauer und Verzweiflung lernt er Gabriela kennen. Diese Begegnung ist der Anfang des größten Abenteuers seines Lebens."


Dies ist allerdings nur die *Vorgeschichte*, noch viel einnehmender ist das Abenteuer, das Felix dann erlebt und Spanienliebhaber werden ihre Freude daran haben.

Jürgen hat es geschafft, mich zwei Nachmittage alles um mich herum vergessen zu lassen und Felix und Gabriela zu begleiten. Wie schrieb ich an den Rand einer Passage? "Ein Thriller ist ein Dreck gegen deine letzten Seiten. Echt jetzt!" Und solche spontanen Worte vermerkte ich mehrere im Manuskript. Ich habe gelacht, gezittert vor Aufregung, gelitten und mich gefreut. Ich denke, von diesem aufstrebenden Autoren werden wir noch viel mehr tolle Bücher lesen, nicht nur im Genre der Liebesromane. Unbestritten fünf Chaospunkte

 

Dienstag, 2. August 2016

Neue Bücher --> Mein Herz führt mich zu dir

Schlag auf Schlag geht es .... an sich war das Buch für den 15.08. avisiert und meine Vorbereitung ist noch gar nicht fertig, aber ich zeig es euch schon mal, das neueste Werk von Jürgen Sester, der ganz viel Nachholbedarf hat


Im Klappentext steht --> Felix hat in seinem jungen Leben viel erreicht, er hat einen tollen Job, ein teures Auto und eine luxuriöse Wohnung. Er genießt sein Leben in vollen Zügen, bis er seine Arbeit verliert.
Zunächst möchte er seine freie Zeit noch genießen, ehe er sich eine neue Stelle sucht. Eines Abends ist er der einzige, der eine Frau aus einem Autowrack retten kann. Diese Tat verändert ihn und seine Einstellung zum Leben so, dass er als Helfer in das von einem Erdbeben zerstörte Peru geht. Inmitten dieser neuen Umgebung zwischen Zerstörung, Trauer und Verzweiflung lernt er Gabriela kennen. Diese Begegnung ist der Anfang des größten Abenteuers seines Lebens.


Im Laufe des Tages kommt auch noch ein neuer Button mit ein paar Fragen an Jürgen, die er mir sehr gerne beantwortet hat

Rezension --> Katharine Loster - Maxl und die blaue Zauberblume & Franzl und der grüne Stern

 

Wunderschön und fantasievoll ist die Geschichte über Maxl, der eines Tages nicht mit seinen Geschwistern spielen kann, weil er unbedingt ein Abenteuer suchen muss. Das passt seiner Schwester und seinem Bruder zunächst gar nicht, doch dann wetten die Drei, wer das tollste Abenteuer erleben wird.
 
So machen sich die Wichteldrillinge getrennt voneinander auf, um einen tollen Tag zu haben.
 
Katharine hat diese Bücher, die jedes einen Tag der Jungs enthalten, für ihren Sohn geschrieben und zauberhafte Geschichten erzählt, die auch für Erstleser geeignet sind wegen der Großschrift, allerdings sollte wegen eventueller Fragen ein Erwachsener mitlesen oder zwischendurch für Fragen bereit stehen, denn die werden bei Schulanfängern auftauchen. Es geht nämlich um viel Magie, Orte, die nicht unbedingt um die Ecke liegen und Lebewesen, die nicht im Nachbarhaus zu finden sind.

Zwischendurch sind immer wieder wunderschöne Zeichnungen eingefügt, von denen ich mir allerdings ein paar mehr gewünscht hätte, etwas kleiner und dafür immer wieder zwischen langen Textpassagen angeordnet, vor allem in der Geschichte über Franzl.

Lernen können die Kinder auch durch die Bücher, denn es wird viel über die Freundschaft erzählt und die ist - in meinen Augen - lebenswichtig.
 
Leider fehlt auch noch das Abenteuer von Liesl, der Schwester in der Familie, das hoffentlich in Arbeit ist, denn sonst hätte die Autorin sicher nur Zwillingswichtel ihrem Kopf entspringen lassen. Also warte ich einfach mal auf das nächste Buch und das Abenteuer von Liesl, das sicher mit irgendetwas rotem zu hat, leider fehlt mir gerade die Fantasie um erraten zu können, welche aufregenden Dinge sie erleben wird, an diesem Tag, den die Geschwister nicht miteinander, sondern mit ihren Freunden erleben.
 
Ich vergebe sowohl für Maxl, als auch Franzl je vier Chaospunkte.
 

Rezension --> Medusa Mabuse - Chandni - Destiny? Ihre Liebe begann im Traum





Chandni ist ein beliebter indischer Vorname und bedeutet Mondlicht. Kann Mondlicht Schicksal sein? Und wie ist es möglich sich im Traum zu finden und lieben zu lernen? All diese Fragen tauchten in meinem Kopf auf, als ich diesen Titel las. Noch dazu von einer Autorin, die ich als Thriller schreibende kennengelernt habe.
 
Dann fing ich an zu lesen und wollte gar nicht mehr aufhören, so faszinierend ist die Geschichte von Adrianna und Siddharth, die sich bereits als knapp Siebenjährige in ihren Träumen kennenlernen. Immer wieder und jahrelang begegnen sie sich, die Europäerin und der Inder in ihren Sehnsüchten und werden mit einigen Zeitsprüngen erwachsen, denn nicht nur diese verbinden sie, sondern auch beider Liebe zum Tanz ist ihnen gemeinsam. Allerdings weiß keiner den wahren Namen des anderen, denn immer wenn sie sich danach fragen endet die Träumerei.
 
Adrianna lebt bei ihrer Großmutter und als diese stirbt und viele Geheimnisse mit sich nimmt, lernt sie Teile ihrer Verwandtschaft kennen, von denen sie bis dahin keine Ahnung hatte. Gezwungen erwachsen zu werden, zweifelt sie immer mehr an der Liebe zu dem ihr doch Unbekannten und heiratet, während Siddharth weiter an die Bindung glaubt, aber die Gedanken an seine Vertraute aufgeben muss, weil sie unerreichbar ist für ihn.
 
Irgendwann begegnen sie sich im realen Leben und können es kaum fassen, nun tatsächlich voreinander zu stehen. Hat die Liebe die Zeit und ihre Widrigkeiten überdauern können? Schaffen es die beiden nun ein gemeinsames Leben zu führen?
 
Medusa hat auf eine wundervolle Art eine liebevolle Geschichte erzählt, die noch nicht zu Ende ist. Ich habe mit den beiden Protagonisten geträumt, das wahre, nicht immer nachahmenswerte Leben geführt und mich gefreut, als sie sich endlich in echt getroffen haben. Auch wenn dann noch lange nicht alles gut war, aber auch darüber lassen die Schreibe der Autorin in ihrem Debüt hinwegsehen, denn sie verpackt auch Unannehmlichkeiten so, dass der Leser sie als *normal* hinnehmen könnte, wären da nicht ab und an Ausflüge in das Dasein der späteren Thriller Schreiberin ;). Wobei diese *Ausrutscher* durchaus in die Geschichte passen, denn schließlich prallen zwei Kulturen aufeinander.
 
Ich habe mich in beiden Kulturen mittendrin statt nur dabei gefühlt und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung. Aber erst greife ich noch ganz tief in meine neue Kiste und hole für diese etwas ungewöhnliche Liebesgeschichte fünf glänzende Chaospunkte raus.


Rezension --> Annie Stone - Ein Rettungsboot für mein Herz



Unter dem Motto *Faulheit* schrieb Annie Stone den fünften Band der Reihe der Sieben Sommersünden .....

Wieder darf der Leser eine Kreuzfahrt machen, wobei es diesmal etwas länger dauert, bis er mit der Sängerin Christina Herz an Bord gehen darf. Bis dahin läuft in deren Leben einiges schief, denn ihr Verlobter erklärt bei einem "gemütlichen" Abendessen, dass er sie verlassen wird. Vor versammelter Presse!!!

Danach will sie nichts mehr von der Welt wissen und zieht sich in ihr Bett zurück, bis ihre Assistentin sie quasi zwingt eine Woche auf der Sonnenglück zu verbringen. Dort läuft dem geneigten Leser, der die vorherigen Bände schon verschlungen hat, natürlich die bestens bekannte Crew über den Weg, die sich - allen voran die Chefhostess Lena - rührend um die inkognito reisende Sängerin kümmert.

Sommerlich fröhlich springen die Cover der bisherigen Bücher ins Auge, während das vom fünften Band eher trist daherkommt durch die  schwarze Schrift, schade dafür

Auch das Motto Faulheit kann ich so gar nicht finden, weder bei den Protagonisten, noch bei der Crew - wie bei Band 2 von Martina Gercke und im Großen und Ganzen ist die Story nicht so mitreißend, wie die bisherigen Abenteuer auf dem Schiff.

Was sicher nicht an Annies Schreibstil liegt, aber irgendwie hat sie diese Geschichte sehr kurz gehalten und nicht so ausgebaut, wie es eventuell möglich gewesen wäre.

Dies war meine erstes Buch der Autorin und ich weiß nicht, ob ich mir noch mehr von ihr runterladen möchte, denn aufgrund der Thematik und der vorhergehenden Sünden, hab ich viel mehr erwartet. Ich kann nur zwei Sterne aus meiner Box holen.

Montag, 1. August 2016

Neue Bücher --> Kristallseelen


Die erste Neuerscheinung, die ich euch vorstellen möchte ist von Marlies Lüer. Kennt ihr nicht? Müsst ihr ändern, unbedingt, klickt einfach auf das Bild.

Ich habe bisher ihre zwei Lindenhausromane gelesen und steige nun in ihre Fantasygeschichten ein, ihr neuestes Werk "Kristallseelen" ist schon auf dem Kindle gelandet.

http://silberworte.de


Lesepröbchen gefällig?

„Nun komm schon her und sei nicht so schüchtern!“
Sie weiß, dass ich hier bin? Es war Andro sehr, sehr peinlich und prompt wurden seine Wangen noch röter. Dennoch schlenderte er zu ihr hinüber und tat so, als ob nichts gewesen wäre. Irgendwie war er jetzt froh, dass sie sich was übergezogen hatte. Und gleichzeitig bedauerte er es. Er überspielte sein kleines Unbehagen mit einer Frage, die hoffentlich belanglos war.
„Was war das in der Schale? Das riecht so gut.“
„Damit waschen Waldleute ihr Haar. Jede Familie hat ihr eigenes Rezept, aber die Basis ist dieselbe. Du brauchst dafür Quellwasser, einige Kräuter und Pilzpulver. Und die Geheimzutat.“
Andro machte ein fragendes Gesicht. Wollte sie ihn auf den Arm nehmen? Jeder normale Mensch nahm einfach die Schaumblüten von der Wiese zum Haare waschen. Wenn man sie überhaupt wusch. Im Sommer die frischen und im Winter eben die getrockneten Blüten.
„Und die wäre?“
Faheeli strahlte ihn an. Er konnte das nicht wissen, aber wenn ein Mädchen des Waldvolkes ihr eigenes Haarwasser zusammenstellte, dann war das der erste Schritt in ein gem„Nun komm schon her und sei nicht so schüchtern!“
Sie weiß, dass ich hier bin? Es war Andro sehr, sehr peinlich und prompt wurden seine Wangen noch röter. Dennoch schlenderte er zu ihr hinüber und tat so, als ob nichts gewesen wäre. Irgendwie war er jetzt froh, dass sie sich was übergezogen hatte. Und gleichzeitig bedauerte er es. Er überspielte sein kleines Unbehagen mit einer Frage, die hoffentlich belanglos war.
„Was war das in der Schale? Das riecht so gut.“
„Damit waschen Waldleute ihr Haar. Jede Familie hat ihr eigenes Rezept, aber die Basis ist dieselbe. Du brauchst dafür Quellwasser, einige Kräuter und Pilzpulver. Und die Geheimzutat.“
Andro machte ein fragendes Gesicht. Wollte sie ihn auf den Arm nehmen? Jeder normale Mensch nahm einfach die Schaumblüten von der Wiese zum Haare waschen. Wenn man sie überhaupt wusch. Im Sommer die frischen und im Winter eben die getrockneten Blüten.
„Und die wäre?“
Faheeli strahlte ihn an. Er konnte das nicht wissen, aber wenn ein Mädchen des Waldvolkes
einsames Leben. Vorausgesetzt, der Duft gefiel dem Jungen. Und das erhoffte sich Faheeli.

„Ich wählte die Mondblume.“
„Riecht gut“, erwiderte Andro gönnerhaft. Er nahm eine ihrer Haarsträhnen und presste seine Nase hinein. „Mmhhh … so gut!“ Je länger er daran schnupperte, umso seliger wurde sein Gesichtsausdruck. „Mondblumen? Kenne ich nicht. Aber du bist schön wie das Mondlicht in einer Sommernacht.“ Im hintersten Winkel seines Hirns meldete sich eine leise Stimme, verwundert darüber, dass er poetisch wurde, dass er überhaupt die Fähigkeit besaß.
„Es war so schön, dass du mich die ganze Nacht im Arm gehalten hast. Du bist der Erste, der den Schlaf mit mir teilte. Wärest du ein Junge des Waldvolkes, würde dies bedeuten, dass du zur Familie gehören möchtest.“
„Wärest du ein Mädchen meines Dorfes, würde ich im Herbst den Reigen mit dir tanzen wollen.“
Andro sprach die Worte aus, ohne vorher nachzudenken. Für einen Moment war er erschrocken über seine Forschheit. Den Reigen zu tanzen, das war ein ernstgemeintes Eheversprechen. Ihm dämmerte, dass das Teilen des Schlafes für Faheeli denselben Stellenwert hatte. In der Tat sehnte er sich nach ihrer Nähe. Es war so verrückt! Sie kannten sich kaum und … sie war möglicherweise gefährlich!

Macht Lust auf mehr? Als E-Book und Taschenbuch erhältlich, wobei letzteres schöne Innenillustrationen enthält (sagt die Autorin )

Übrigens hat Sabana ein ganz tolles Interview mit Marlies Lüer gemacht, nachzulesen bei http://buchjunkie.de/