Freitag, 30. September 2016

Interview --> Mira Morton

Morgen ist es so weit, das neue Buch von Mira Morton wird veröffentlicht und trotz des Stresses der letzten Korrekturen fürs Print, hatte sie noch Zeit, meine Fragen zu beantworten.

Dafür ein ganz herzliches Dankeschön, liebe Mira und auf dich freu ich mich tierisch während der FBM. Und wenn ihr diese hübsche Principessa durch die Hallen wandeln seht, sprecht sie an, vielleicht nimmt sie dann die Sonnenbrille ab *zwinker



Steckbrief
Name: Mira Morton
Geboren am/ in: Jetzt verrate ich das erste Mal öffentlich, dass ich eigentlich in Graz in der Steiermark geboren worden bin :-)
Wohnort: Wien
Familienstand: Tja, ich würde sagen „ es ist urkompliziert“ ;-)
Kinder: Mira hat leider keine Kids! Auch keine Katzen, Hunde oder Goldfische, aber zählen hier Fruchtfliegen auch? Die hab ich nämlich hin und wieder! Sehr lästig.


Am liebsten hab ich: ein Glaserl Prosecco, dazu einen Song von meinem One and Only PRINCE und ganz viele meiner lieben Freunde um mich, damit wir im wahrsten Sinne des Wortes über „Gott und die Welt“ ratschen können. (Ratschen heißt quatschen ;-) )

Gar nicht mag ich: Kleingeister, Neid, linke Agent/innen und Egomanen. Und ich hasse KRIEG! Aber das war gar nicht gefragt, denke ich ;-)

Erzähl doch ein bisschen über dein bisheriges Leben
Nun, da wir ja alle wissen, dass Mira mein Pseudonym ist, gibt es sozusagen zwei Leben, die sich nach und nach immer mehr zu einem verweben. Was eigentlich gar nicht geplant war. Aber aus welcher Perspektive ich es auch betrachte, ich führe ein Leben, dass oft unspannender nicht sein könnte: Früh aufstehen, Kaffee trinken, arbeiten, Waschmaschine befüllen, Geschirrspüler ausräumen, überhaupt putzen, arbeiten, einkaufen, arbeiten, bügeln, nebenbei fernsehen, arbeiten ... und irgendwann zwischen zwölf und drei Uhr nachts gehe ich schlafen. Ich geb aber zu, dass ich mir manchmal eine kleine Nachmittagssiesta gönne ;-) Und ich hatte wirklich schon viele Jobs, von den Medien angefangen bis ... Nein, das kann ich jetzt nicht verraten ;-) Auf jeden Fall ist dieser Teil irgendwie von meinen Gedanken, Arbeit und einer durchaus angenehmen Einsamkeit bestimmt.

Und dann gibt es den glamourösen Teil! Yes. Ich habe eine Menge wahnsinnig lieber Freundinnen und Freunde und es gibt immer was zu feiern oder ich gehe auf ein Konzert, ins Theater, in eine schicke Bar ... was auch immer. Ich reise auch wahnsinnig gerne und das ist wirklich aufregend. Im letzten Jahr war ich in Ägypten, Italien, Kroatien, auf den Malediven, in Deutschland und in Bonaire.


Da geht mir das Herz auf. Ich liebe das und jedes Mal wieder ist es spannend, wen ich da kennenlerne oder aber, was ich unternehme: Tauchen, Schnorcheln, Windsurfen, Segeln, Shoppen, Essen, Trinken (dann aber Pina Colada), usw.


Diesen Teil würde ich als überaus gesellig und den Geist erweiternd bezeichnen ;-)
Wofür ich aber sehr, sehr dankbar bin und was mich demütig macht, ist, dass ich all meine Lieben noch habe und ich noch nie einen Schicksalsschlag ertragen musste.


Anmerkung der Redaktion --> Die beiden Bilder hat mir Mira großzügiger Weise überlassen, damit wir auf ihren letzten Urlaub in Bonaire etwas neidisch werden ;)

Wie bist du dazu gekommen, zu schreiben? Und warum ausgerechnet in diesem Genre?
Jetzt geb ich leider die Antwort, die fast alle Autoren geben: Ich habe tatsächlich schon immer geschrieben. Englische und deutsche Songtexte und Gedichte, Kurzgeschichten usw. Aber immer nur für mich. Tja, und dann kam ein Anstupser von jemandem, so nach dem Motto: Probiers doch einfach und schreib einen lustigen Liebesroman. Ich war da eher skeptisch, aber ich habe es probiert. Herausgekommen ist „Ich will kein Autogramm“ und von da an waren Weg und Genre klar.


Aber warum ich bei meinen modernen Märchen bleibe? Ich lieeebe großes Kino. Ich liebe romantische Komödien à la Notting Hill, Pretty Woman, French Kiss usw. Und da kaum noch neue gedreht werden, schreibe ich sie mir selbst :-)
Aber ich will nicht ausschließen, eines Tages etwas ganz anderes zu schreiben. Im Grunde ist das Wichtigste für mich, dass mir die Story beim Schreiben Freude bereitet. Wenn sie dann noch Leserinnen und Leser findet, die dies ähnlich sehen, dann bin ich im Glücksrausch :-)


Familienstand unkompliziert klingt hervorragend und tut dir sicher auch gut. - Irgendwann wirst du dein Pseudonym aufgeben müssen (denk doch nur mal an all deine Fans, die einfach mehr von dir als Person wissen und nicht mehr nur die Principessa Mira in dir sehen wollen. Du hast jetzt DIE Chance deines Lebens. – Verheiratet? In eheähnlicher Gemeinschaft lebend? Mann oder Frau? Millionär?
Hihi, du bist ja eine echte Profilerin mit der Schläue eines psychologischen Füchsleins :D Ich mag das so sehr an dir, Gabi!!! Aber das verrate ich gerne: Ich wart noch auf meinen Millionär. In Wahrheit schwanke ich zwischen Aiden Trenton und Leo Taylor, aber die haben mir beide noch kein Date angeboten! *LACH*


Anmerkung der Redaktion --> Ich hatte einen Logikfehler, wie aufmerksame Leser bemerken werden, aber ich wollte auch Mira noch etwas locken mehr über sich zu erzählen. So richtig ist mir das nicht gelungen, wie ihr merkt :(

Welches Genre kannst du dir am ehesten neben den modernen Märchen vorstellen, um in deinen Glücksrausch zu geraten?
Ui, das habe ich mir noch nie so ganz genau überlegt. Was ich mir vorstellen könnte, wären Screwball Comedys mit ein wenig Action so im Stile von Janet Evanovich. Hm. Vielleicht irgendwann einmal etwas „ganz Gescheites“ über die Lage der Welt? Das würde von mir aber vermutlich niemand lesen wollen.


Vielen herzlichen Dank für deine Zeit, liebe Mira, wir lesen und sehen uns *umärmel

Neue Bücher --> Bon Bini: When Love rocks

Als E-Book bereits zu haben und ich kann euch nur sagen .... wunderschön, halt Mira Morton ... und zum Einführungspreis für 0,99€ zu haben



Die beiden Wienerinnen Riki und Marlene verbindet so einiges: Sie sind finanziell unabhängig, attraktiv und Single. Da sie die Nase voll von Beziehungen ohne Zukunftsperspektive haben, beschließen sie, sich einen Mädelsurlaub in Griechenland zu gönnen. Völlig überraschend verschlägt es die Freundinnen in die Karibik, mit einem Geheimauftrag in der Tasche. Doch gerade dieser zwingt sie, sich zu trennen, und so landet Riki allein auf Bonaire. Dort taucht ein geheimnisvoller Fremder auf, der ihr nicht nur ihr Ferienhaus streitig macht, sondern sie in ein Gefühlschaos stürzt. Dabei übersieht sie eine ernsthafte Bedrohung, die wie eine dunkle Wolke über dem Karibischen Meer schwebt. Wie sehr kann sie sich selbst vertrauen?
Ein modernes Märchen über das Überwinden von Vorurteilen, kleine und große Geheimnisse und die Hoffnung auf eine große Liebe vor der malerischen Kulisse von Bonaire.

Meine Rezension kommt auch gleich, ebenso wie ein Interview mit der charmanten Wienerin

Challenges --> September

sechs *dicke Dinger* hab ich geschafft, auch wenn beim letzten Buch noch paar Seiten fehlen, das meiste ist im September gelesen

Kristin Cashore - Die Beschenkte
Helena Brink - Die Ruhe vor dem Sturm
Chandler McGrew - Totenstill
Anja Berger - Catron
Klaus-Peter Wolf - Ostfriesenschwur
Carina Bartsch - Kirschroter Sommer


Im Oktober wird es dann spannend, *Nervenkitzel* ist angesagt. Mal gucken, was ich da so aus dem Regal ziehe

Rezension --> Mira Morton - Bon Bini: When Love rocks



"Maus, Katze oder Säbelzahntiger?"

Endlich ein neues Buch von der charmanten Wienerin Mira Morton. Und es war so schön *alte Bekannte* wieder zu lesen. Ja, die Mädels aus "Verbloggt, verliebt, ein Milliardär?" samt dem sympathischen Herrn Schrödinger sind erneut unterwegs.
 
Emma ist immer noch unsterblich verliebt, so dass sich Riki, erfolgreiche Anwältin und beste Freundin von Emma sowie Marlene, Emmas zukünftige Schwägerin einander angeschlossen haben. Nun wollen sie die neue Freundschaft in einem gemeinsamen Urlaub vertiefen, in einem Mädelsurlaub, denn von Männern haben beide die Nase gestrichen voll. Doch Marlenes Vater hat andere Pläne und so landen die zwei nicht in Griechenland, sondern in der Karibik, wo sie sich jedoch kurzfristig trennen müssen, schließlich ist Marlene nicht nur zum Vergnügen unterwegs.
 
Beim Lesen bekam ich Lust auf Urlaub, Urlaub am Meer, am türkisblauen karibischen Meer *träum, so anschaulich erzählt Mira von der wunderschönen ehemals spanischen, jetzt holländischen Insel, dass ich ganz viele Bilder in meinem Kopf hatte und immer noch habe. Dazu sickert immer wieder der einmalige Wiener Schmäh der Autorin durch, ohne den ihre  Bücher einfach nicht denkbar sind. Enthalten ist eine große Bandbreite an Geschehnissen, Liebe, vorhandenes und mangelndes Vertrauen, Entführung, versuchte Vergewaltigung, Zusammenhalt in der Familie und im Freundeskreis, ganz viel Unterhaltung und angenehme Lesezeit.


Und am Ende .... nee nee, selber lesen, ich zitiere nur noch einen Satz, der mir sehr zu Herzen gegangen ist "Ein Platz für die Familie ist ein Platz für Herz und Seele" und hole für Mira mal wieder fünf Chaospunkte aus meiner großen Kiste.
 
 

Neue Bücher --> Bon Bini: When Love rocks von Mira Morton

Als E-Book bereits zu haben und ich kann euch nur sagen .... wunderschön, halt Mira Morton ... und zum Einführungspreis für 0,99€ zu haben


Die beiden Wienerinnen Riki und Marlene verbindet so einiges: Sie sind finanziell unabhängig, attraktiv und Single. Da sie die Nase voll von Beziehungen ohne Zukunftsperspektive haben, beschließen sie, sich einen Mädelsurlaub in Griechenland zu gönnen. Völlig überraschend verschlägt es die Freundinnen in die Karibik, mit einem Geheimauftrag in der Tasche. Doch gerade dieser zwingt sie, sich zu trennen, und so landet Riki allein auf Bonaire. Dort taucht ein geheimnisvoller Fremder auf, der ihr nicht nur ihr Ferienhaus streitig macht, sondern sie in ein Gefühlschaos stürzt. Dabei übersieht sie eine ernsthafte Bedrohung, die wie eine dunkle Wolke über dem Karibischen Meer schwebt. Wie sehr kann sie sich selbst vertrauen?
Ein modernes Märchen über das Überwinden von Vorurteilen, kleine und große Geheimnisse und die Hoffnung auf eine große Liebe vor der malerischen Kulisse von Bonaire.

Meine Rezension kommt auch gleich, ebenso wie ein Interview mit der charmanten Wienerin

Montag, 26. September 2016

Rezension --> Margarethe Alb und die Drachenschreibkids - Margarethes Menagerie der Drachen

 


Was eine wundervolle Anthologie der besonderen Art, die Margarethe da mit den Kids zusammengetragen hat.
Es geht, wie der Titel schon sagt um Drachen, aber eher um solche, die relativ unbekannt sind, also eher unbekannte Formen dieser Gattung. Und es geht um Geschichten mit Drachen in der Hauptrolle, die die Kids erlebt haben. Lasst euch überraschen, nicht nur von den Beschreibungen oder den Geschichten um die *Ungeheuer*, sondern auch von den wunderschönen Bildern.

Ich saß gerade in der Sonne, als das Buch bei mir ankam und weil mir schon das Cover wieder so gut gefiel, fing ich sofort an zu blättern. Als mich die Bilder genug begeistert hatten, fing ich an zu lesen und es ist erstaunlich, was die Drachenschreibkids für eine Fantasie haben. Nicht nur die Arten der Fabeltiere - ach nein, es sind ja keine Fabeltiere, es gibt sie ja wirklich ;) - haben sie einmalig beschrieben, sie erzählen auch noch außergewöhnliche Geschichten dazu.
Und zwischendurch muss Margarethe ihren Senf dazugeben, aber so kennen wir sie ja. Sie sammelt dann auch noch ganz viele Erzählungen über diese tatsächlich existierenden Wesen, denn wenn so viele Kinder so viel zu berichten haben, muss es sie geben, diese besonderen Erscheinungen.
Margarethe ist einfach eine liebenswerte Halbelfe, die nicht nur über sich und ihr Leben berichtet, sondern auch Gutes tut, wie mit diesem Büchlein.
Über Schreibstil und so muss ich nicht viel erzählen, denn es stammt ja fast alles von Kindern, auch wenn ich Margarethe schon sehr in Verdacht habe, ein bisschen mitgemischt zu haben, aber das hat sie gut gemacht. Volle Punktzahl von mir, auch wenn ich mir mehr Geschichten gewünscht hätte ;)

 
 

Rezension --> Lisa Torberg - Dessous mit Sahne


Ich hab die Liste meiner Bücher auf dem Kindle durchgeguckt, was locker leichtes gesucht und gefunden. Chaotisch wie ich nun mal bin, handelte es sich mal wieder um einen dritten Teil einer Serie (wär ja auch zu schön, wenn ich mal auf Anhieb einen ersten erwischen würde, auch beim Kauf), aber beim lesen störte das nicht wirklich, denn die wenigen Sätze, die sich auf Vergangenes bezogen haben, standen nicht unverständlich im Raum, sondern sind durchaus anschaulich kurz dargestellt.

Eine Chocolatière namens Sam, ihr *Derzeitiger* Patrick, KM - Dessousdesignerin, Horace, der beste Freund von Sam und ein Ereignis, das es so noch nicht gab. Keine Fashionweek, sondern eine Lingerieweek und das in London.

Mir stand fast permanent das Wasser im Mund, wenn Sam neue Leckereien herstellte, egal on sweet oder spicy und ich konnte mir sehr gut vorstellen, wie lecker alles aussieht. Vor allem hatte ich bildlich vor Augen, wie die außergewöhnliche Modenschau der neuen Dessousmodelle ablief. Dass nebenbei noch ein bisschen Liebe ins Spiel kommt, fällt fast nicht auf ;) Ich hatte ganz viel Spaß beim Lesen und überreiche Lisa vier Chaospunkte.


Rezension --> Anja Berger - Catron, Die Melodie der Sterne


Auch einige Tage, nachdem ich den Satz "Damit endet das erste Buch" gelesen habe, bin ich noch ganz geplättet.

Kira Sanders, eine Studentin aus Düsseldorf, vernimmt - auf den Beginn eines Gewitters wartend - Töne, bezaubernde Töne, deren Lautstärke mit dem Wind zusammen zu hängen scheint. Oder der Wind mit der Melodie?
Noch rätselt sie deswegen, da vernimmt sie einen Hilferuf. Oder ist der ihrer Fantasie entsprungen?
Auch darüber denkt sie noch nach, als sie meint in einer Filmaufnahme zu sein. Rundum sieht es aus wie im Mittelalter, alle Menschen haben sich verkleidet und von irgendwoher kommen dunkle Kreaturen, die die Stadt samt ihrer Bewohner angreifen. Oder doch auch nur ein Hirngespinst?

Anja sagt selber in ihrer Widmung, dass "Catron" dick und schwer ist, das aber so sein müsse, weil dieses Buch die ganze Welt zwischen seinen Seiten trage.

Sie muss es wissen, so als Autorin, aber ich weiß es jetzt auch. Und ja, das Buch ist dick (664 Seiten) und schwer (883 Gramm), aber schon das Cover ist so wunderschön, dass allein das einen Griff zu diesem Debüt greifen lässt. Und wenn dann die ersten Seiten gelesen sind, möchte man das *Dicke Ding* (unter diesem Motto hab ich es für eine Challenge gelesen) gar nicht mehr aus der Hand legen. Es gibt nämlich dicke Bücher, die sich ziehen wie Kaugummi und es gibt Catron.
Catron liest sich locker, leicht und fluffig in einem Rutsch weg, was der Erzählweise der jungen Autorin Dank schuldet. Jede freie Sekunde war ich drei Tage lang mit diesem Wälzer anzutreffen (auch beim Kochen *pfeif*) und war total traurig, als es dann zu Ende war. Ich habe etwas dazu gelernt, denn Magie ist an sich gar nicht spiritistisch, sondern eine reine K...... *upps* ..... jetzt hätte ich es fast verraten, aber das mach ich nicht, denn ihr sollt ja auch noch Spaß an dem Buch haben, den wünsche ich allen aus ganzem Herzen und wenn ihr nur ein bisschen an unerklärliche Dinge glaubt, dann holt euch diesen *Wälzer* ganz schnell, denn ich hab flüstern hören, dass schon bald der zweite Band erscheinen soll.
Ich werde den auf jeden Fall wieder inhalieren, lesen konnte ich das nicht mehr nennen, was ich mit der Melodie der Sterne getan habe. Ich war live dabei, bei den Abenteuern von Kira, habe mit ihr gelitten und gelernt und deswegen gibt es auch aus tiefstem Herzen fünf Chaospunkte, die ich zu gerne verdoppeln würde, denn "Alles gründet auf der Liebe"

Blogtour --> Ankündigung

Ab heute werben wir schon mal, meine Kolleginnen, die an meiner allerersten Blogtour beteiligt sind, die Autorin und ich, damit ihr schon wisst, um wen es sich handelt.

Natürlich fehlt das neue Cover noch auf dem Bild, das wird auch erst zum Start der Tour verraten, ich sag nur so viel --> es wird mit MAGIE zu tun haben - und es wird bald losgehen *hibbelhibbel*

Freitag, 23. September 2016

Dies und Das --> neuer Button und so

Ja, ein neuer Button, aufmerksame Follower haben ihn sofort bemerkt *grins

Was werde ich euch hier antun? Na wie der Knopf sagt, einfach Dies und Das, Gedanken, die mir durch den Kopf schwirren, freudige, weniger schöne und natürlich haben alle mit Büchern und dem Drumrum zu tun.

So habe ich mich z.B. gestern mal wieder zu einer Lesung im Buchladen unserer Kreisstadt, den ich sonst so gut wie nie betrete, angemeldet.

Was wollt ihr nun zuerst wissen?

Wen ich mir anhöre?
Oder warum ICH in den Buchladen ganz selten gehe?

Okay, ich lasse den Arno Strobel aus *Die Flut* lesen und bin sehr gespannt, denn zwei seiner Werke hab ich ja schon hinter mich gebracht in diesem Jahr und auch Rezis geschrieben (die findet ihr auf der FB Seite). Das was er zwischen den ersten beiden und der Flut geschrieben hat, SuBt noch, bzw. wartet bei Micha auf mich.

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Nun zu dem Buchladen
Ihr habt ja vielleicht mein Lesetempo schon mitbekommen und das war schon immer ein Grund für mich selten neue Bücher zu kaufen.
Der Platzmangel kommt dann noch dazu *seufz. Inzwischen dank der E-Books ja etwas besser händelbar, aber so ganz ohne Blätterbücher, in die ich die Nase stecken kann, geht es einfach nicht. Und selbst gebrauchte Bücher riechen noch nach Büchern, im Gegenteil, sie duften noch intensiver. - Kein Wunder mag mancher jetzt denken, sind ja gebraucht. Aber ich kann mir dann zu der Geschichte im Buch noch Gedanken machen über den Menschen, der es vor mir gelesen hat und ihr glaubt gar nicht, was da manchmal in meinem Kopf so los ist (und nein, ich werde die nicht aufschreiben und veröffentlichen in Buchform).

Ich schweife aber schon wieder ab *sorry. Wo war ich? Ach ja, im Buchladen, bzw. eben nicht dort.

Sollte ich noch mal von vorne anfangen? nein, das tu ich euch nicht an *zwinker, wer weiß schon ob ihr überhaupt bis hier gelesen habt.

Also ich kaufe selten neue Bücher und in den (ganz knapp) sechzehn Jahren, die ich nun hier im schönen Oberen Mittelrheintal in einem 800 Seelen Dörfli lebe,

bin ich anfangs gerne in diesen Laden gegangen, wenn ich denn zum Einkaufen in der Kreisstadt war, aber irgendwie konnte ich dort nie so stöbern, wie ich es aus Buchhandlungen meiner früheren Heimatstadt gewohnt war. Klar waren die meist größer, aber das Angebot im *neuen* Laden war schon sehr gewöhnungsbedürftig. Prinzipiell mussten die Bücher, die mich interessierten bestellt werden und seit ich die Indies entdeckt habe, gibt es gar nichts mehr für mich *seufz

Zudem hab ich manchmal den Eindruck, dass das Personal selber nicht wirklich vielfältig liest, die Darbietung des zu verkaufenden Materials lässt auch sehr zu wünschen übrig .... ich fühle mich dort einfach nicht richtig wohl, für interessante Lesungen (die viel zu selten sind *snief) überwinde ich mich allerdings und vielleicht ergibt sich ja doch mal ein Gespräch mit der Besitzerin, die allerdings sehr selten selber anwesend ist *Schulterzuck*

Ich werde berichten, nächste Woche, wenn ich dort war.

Mittwoch, 21. September 2016

Rezension --> Jochen Wildt - Flupsi und das ewige Eis


Schon als meine Kinder klein waren, liebte ich die Geschichte von Lars dem Eisbären, der in seinem ersten Abenteuer auf einer Eisscholle bis nach Afrika trieb. Das schafft Nanoq nicht, seine Eisscholle schmilzt immer mehr und das gar nicht weit weg von Grönland. In seiner Verzweiflung schreibt er einen Brief und steckt den in eine Flasche. Gefunden wird die Flaschenpost von drei Freunden am Elbstrand bei Hamburg, die den kleinen Nanoq retten wollen. Gelingt den Freunden das?
 
Jochen hat hier eine wundervolle Geschichten geschrieben und Katja hat sie liebevoll illustriert, so dass meine alten Gefühle für Eisbären geweckt wurden. Leider geht es ihnen ja nicht mehr so gut, da im *ewigen Eis*, denn es sieht danach aus, als ob die Ewigkeit doch endlich sei. Daran sind wir Menschen nicht unschuldig und damit bereits Kinder mehr auf die Umwelt achten, erzählt der Autor, selbst Vater einer Tochter und Erzieher in einer KiTa, wie bereits in jungen Jahren auf die Umwelt geachtet werden kann. Und dies dann auch so verständlich, dass auch mancher Erwachsene, der das Buch vorliest, vielleicht noch lernen kann.
 
Geeignet ist das Buch ab 4 Jahren, aber auch Schulanfänger werden Spaß haben ihre frisch erworbenen Lesekünste zu testen und ich kann mir vorstellen, dass auch ältere Kinder gerne in diese tollen Buch stöbern werden, um Ideen zu sammeln für saubere Energie. Ich freue mich schon auf das nächste Abenteuer der Hamburger Elbspürnasen und vergebe volle fünf Chaospunkte.

Rezension --> Timo Leibig - Mädchendurst


"Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt stirbt dumm."
 
Dieser Kinderreim geht Kristina, Lehrerin an einer Privatschule immer wieder durch den Kopf. Tatsächlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie stirbt sehr hoch, denn statt im Zoo landet sie mit den acht Mädchen ihrer Klasse in einer einsamen Hütte. Das Ermittlerduo Leonore Goldmann und Walter Brandner  fühlen sich in der Zeit zurück versetzt, denn vor vielen Jahren verschwanden nacheinander sechs Mädchen, immer in den Sommerferien, alle in ähnlichem Alter, keines wurde gefunden, weder lebend noch tot.
Ist der Täter von damals wieder unterwegs? Oder ein anderer?
Die beiden tappen im Dunkeln und es werden die längsten 24 Stunden für alle Beteiligten.
 
Nicht der erste Thriller des jungen Autors, der auch selber verlegt, aber der erste um oben genanntes Ermittlerduo und er hat mich gut unterhalten, die Schreibweise ist fesselnd und ich konnte mich kaum losreißen. Die Kommissare kämpfen nicht nur gegen die Zeit, sondern auch gegen private Probleme, die sie möglichst für sich behalten wollen, aber nicht verheimlichen dürfen, nicht gegenüber dem Partner, nicht gegenüber dem Chef ....
Timo springt in der Zeit, aber über jedem Kapitel stehen Datum und Uhrzeit, was die Geschichte um so spannender macht. Mir hat Mädchendurst sehr gut gefallen, bin schon gespannt auf weitere kurzweilige Werke des jungen Autors und vergebe mal vier Chaospunkte. Ihr wisst schon, könnte ja noch eine Steigerung kommen und mehr als fünf von den runden Dingern darf ich ja immer nicht vergeben auf den Verkaufsportalen.

 

Dienstag, 20. September 2016

Rezension --> Stefan Wollschläger - Kirmesmord





Etwas unrealistisch mutet dieser Krimi des *frischen* Autors an.

In der Geisterbahn wird ein Toter gefunden, die ostfriesische Kommissarin Diedericke Dirks hat zusammen mit ihrem Team schnell eine Spur, allerdings kommen ihnen die Tänzerinnen, die den Leichnam gefunden haben, immer wieder in die Quere. Denn die Mexikanerin und die Argentinierin ermitteln auf eigene Faust.

Und genau das war es, was mich etwas störte. Es gibt immer wieder Amateure, die meinen, *besser* zu sein als die Polizei, keine Frage. Aber die Art und Weise wie es hier dargestellt wird, ist dann doch etwas seicht. Allerdings handelt es sich auch mehr um eine Kurzgeschichte, als um ein *richtiges* Buch, das mir von der Schreibe und der Thematik her gut gefallen hat, die Ausführung ließ aber zu wünschen übrig. Ich werde mir dann mal die "Friesenkunst" noch vornehmen, vielleicht finde ich daran ja mehr Gefallen. Für den "Kirmesmord" gab meine Kiste *nur* drei Chaospunkte her.

Sonntag, 18. September 2016

Blogtour


Dort ist es immer noch leer, ich weiß, aber einige Kolleginnen und ich sind samt einer Autorin dran, meine allererste Blogtour vorzubereiten *bibber*. Ich arbeite an meinem Text und in einer guten Woche erfahrt ihr auch um welche Autorin und welches Buch es geht.Hab ich jetzt eure Neugierde geweckt? Genau das wollte ich *breitgrins*

Freitag, 16. September 2016

Interview --> Mila Summers

Auch wenn der fünfte Band ihrer "Tales of Chicago" inzwischen seit einem Monat zu erwerben ist, kommt hier noch das Interview mit ihr

Was Mila seit der Veröffentlichung des 1. Teiles erreicht hat ist einfach enorm und ich freue mich schon sehr diese sympathische junge Frau in gut einem Monat auf der FBM in echt kennen zu lernen




Steckbrief
Name: Mila Summers
Geboren am/ in: 09.10.1984 in Würzburg
Wohnort: Würzburg
Familienstand: verheiratet
Kinder: eine Tochter


Am liebsten hab ich: all meine Lieben um mich.

Gar nicht mag ich: Missgunst und Neid.

Erzähl doch ein bisschen über dein bisheriges Leben
Wo fange ich da an und wo höre ich da wieder auf? Nun, ich wurde als Gastarbeiterkind 1984 in Würzburg geboren. Ich reise sehr gerne und bin oft unterwegs, aber meiner Heimat habe ich nie ganz den Rücken gekehrt.
Ich besuchte in Würzburg das Gymnasium, habe hier eine Ausbildung gemacht und schließlich noch einmal den Schritt zum Studium gewagt. Meine Brötchen habe ich in der Vergangenheit im Finanz- und Rechnungswesen der größten Onlinedruckerei Europas verdient und dort ganz wundervolle Freunde fürs Leben gefunden.
Wenn ich nicht gerade die Windeln meiner Tochter wechsel und unseren Haushalt schmeiße, schreibe ich in jeder freien Minute. Außerdem liebe ich es, zu lesen. Als Kind ging ich immer früher ins Bett, um auch ja genug Lesezeit zur Verfügung zu haben. Verrückt!
 

Wie bist du dazu gekommen, zu schreiben? Und warum ausgerechnet in diesem Genre?
Ich schiebe es ja nach wie vor auf die Hormone in der Schwangerschaft. Vor dieser Zeit habe ich nie geschrieben. Interesse und Lust dazu hatte ich zwar immer, aber irgendwie fehlte mir das Fünkchen Mut, das dann plötzlich wie aus dem Nichts da war. Ich hab mich also hingesetzt und „Küss mich wach“ geschrieben (Ja, das erste Buch, das ich je geschrieben habe, habe ich auch veröffentlicht) und es schließlich kapitelweise meinem Mann gezeigt. Er ist eine sehr ehrliche Haut (manchmal mehr als mir lieb ist ;-)). Ich wusste also, dass ich auf sein Urteil vertrauen kann. Als er wissen wollte, wie denn die Geschichte nun weitergeht, hat mich das darin bekräftigt, weiterzuschreiben.
Meine märchenhaften Liebesromane sind genau das, was ich mir vom Leben wünsche: Am Ende soll das Gute gewinnen. Also schreibe ich auch davon. 


Du bist als Gastarbeiterkind geboren, woher kommen deine Eltern? Hast du ihr Geburtsland schon besucht?
Meine Eltern kamen 1970 aus Jugoslawien nach Würzburg. Als ich noch klein war, waren wir dort immer im Sommer im Urlaub, haben alle Verwandten besucht und eine echt schöne Zeit verbracht.


Wie und wo hast du deinen Mann kennengelernt? Unterstützt er dich weiterhin so wie bei deinem ersten Buch?
Mit 17 habe ich neben der Schule in einem Möbelhaus gejobbt, um mein Taschengeld etwas aufzubessern. Vorzugsweise habe ich da Sachen ausgezeichnet und einsortiert. An einem Samstag kurz vor Weihnachten habe ich mir an einem der Holzregale einen Spreißel in den Finger gerammt. Der Abteilungsleiter hat darauf gedrängt, dass der Sanitäter des Hauses sich meinen Finger ansieht. Der Sanitäter war mein Mann ;-) Er behauptet ja, er hätte den Spreißel rausbekommen, aber ich bin mir da gar nicht mehr so sicher *lach*
Ja, mein Schatz unterstützt mich wirklich bei allem, was ich mache. Er liest all meine Bücher, entscheidet mit mir gemeinsam über das Cover und steht mir immer mit Rat und Tat zur Seite. Oft hört man ja, dass Selbstständigen das Gefühl vermittelt wird, sie hätten ja eh genug Zeit zu allem und würden gar nicht richtig arbeiten. Er gibt mir nie das Gefühl, dass meine Arbeit weniger wert ist als mein alter Bürojob von 8-17 Uhr. Mein Mann hat wohl verstanden, dass es mein absoluter Traumberuf ist *grins*.


Ganz herzlichen Dank, liebe Mila für deine Zeit und weiterhin so viel Erfolg mit all deinen Projekten, die in deinem Kopf noch so rumschwirren, besonders die Novität, die gerade am Werden ist *zwinker*

Rezension --> Stella Michels - Keksmord

An sich wollte ich diesen Krimi aus Spaß an der Freude lesen, ohne Rezension und weil er in Schleswig Holstein spielt. Aber das Leben passiert eben, während wir Pläne machen.
 
Kurz vor Weihnachten wird Gerth Roggen vergiftet, mit Keksen. Kommissar Westermann wird mit dem Fall betraut und irrt lange - auch wegen der Feiertage - auf verschlungenen Pfaden. Haben die Toten aus der Vergangenheit mit dem Mord zu tun?
 
Stella Michels hat hier ein gutes Thema zugrunde gelegt, leider schweift sie aber erheblich ab, jedenfalls für Leser, die einen guten Krimi schmökern wollen. Ich meine, ich bin voll bei ihr, ich segle gerne, ich koche gerne, ich liebe Krimis, von mir auch alle drei Themen vereint in einem Buch, aber wenn Krimi drauf steht, sollte auch Krimi drin sein. Nicht, dass kein Krimi drin ist, im Keksmord, aber für mich zu wenig. Ich hab viel mehr über die Zubereitung - zugegeben - lecker klingenden Essens erfahren, wie man ein Segelboot kauft - so man denn das nötige Kleingeld hat, als über die Aufklärung eines Mordes, auf der laut angegebenem Genre doch der Hauptaugenmerk liegen sollte. Dafür gibt es lediglich zwei Chaospunkte von mir.
 
 

Rezension --> Symone Hengy - Ekstase


"Vampir oder Kannibale?" ist der erste Satz des Klappentextes und hat mich schon fast verleitet, den Krimi der geborenen Dresdnerin, der in ihrer Geburtsstadt spielt wieder aus der Hand zu legen. (Vor Vampirbüchern scheue ich mich noch etwas, aber irgendwann setze ich mich garantiert dran ;) ) Ich hab das Buch dann trotzdem gelesen und das innerhalb eines Tages.
 
Eine Profilerin braucht dringend Unterstützung, bekommt die aber von ihren deutschlandweit agierenden Kollegen nicht, weil alle an aktuellen Fällen arbeiten. Da wird kurzerhand ein Projekt ins Leben gerufen, das sie mit zwei Studenten der Psychologie und zwei Kommissaren, die unbedingt die Zusatzausbildung fürs Profiling machen wollen, zusammen arbeiten lässt. Denn es ist dringend erforderlich, dass der Täter, der sein Unwesen treibt, gefasst wird. Dessen Taten haben sogar mir - als jahrelanger Thrillerleserin - die Gänsehaut aufstehen lassen.
 
Symone hat hier mit ihrem Debüt um Gloria Siegel eine wundervolle Trilogie begonnen, auf deren weitere Bände ich sehr gespannt bin. Ihr Schreibstil ist fesselnd und die Geschichte spannend und gruselig und ich freue mich schon sehr auf mehr von ihr, fünf Chaospunkte hat sie für diesen in sich stimmigen Krimi voll verdient.
 
 

Rezension --> Küp Seker - Kamar & Sun


Vom ersten Blick an war ich in das Cover verliebt und musste dieses Buch haben und lesen. Also hab ich sofort zugeschlagen, als ich bemerkte, dass es veröffentlicht war.
 
Es handelt sich bei der Geschichte um eine traditionell überlieferte Fabel eines kleinen Löwens und einer Schmetterlingsdame, die gemeinsam um die Welt reisen und dabei viel erleben. Wie Kamar selber am Ende berichtet, als er seiner Familie von der Reise erzählt, war der *Ausflug* "... mal lustig, mal nervenaufreibend, mal unglaublich, mal bezaubernd, mal faszinierend." Und ich muss ihm da vollkommen zustimmen.
 
Zwischen den einzelnen Abschnitten der Wanderung des ungleichen Paares erzählt der Autor Erinnerungen an die ersten Jahre seines Lebens in der Türkei, sein Umsiedeln nach Deutschland und so manche seiner (teilweise sehr interessanten) Gedankengänge zum Dasein überhaupt.
 
Küp hat mich mit seiner Geschichte gefangen genommen und ich habe Kamar und Sun auf ihrem Weg rund um die Erde gerne begleitet, hab mit ihnen gelitten, mich gefreut, gebangt und bin über das weite Meer geflogen. Ich habe viel nachdenken müssen und auch noch Etliches gelernt, denn wie sagt Küps Opa zu seiner Ehefrau? "Du kannst allein nie so einsam sein wie zu zweit!" und Oma antwortet dann "Das stimmt vielleicht, aber man kann auch allein nie so glücklich sein wie gemeinsam." und als Kamar und Sun getrennt sind, hört Kamar sie in Gedanken sagen: "Die Liebe bringt am meisten Licht und am meisten Schatten." Solche Lebensweisheiten sind noch viel mehr verbaut, der Leser muss sie nur finden. Und das wünsche ich sowohl dem Leser als auch dem Autoren, dass ganz viele diese Parabel samt ihrem tatsächlichen Leben außenrum lesen und die versteckten Weisheiten finden werden.
 
Was ich nicht verstanden habe und was überhaupt nichts mit der Geschichte zu tun hat, ist das Vorwort des Verlages, das auch mich an Küps Stelle zu einem Prolog veranlasst hätte. Das sind Dinge, die nicht an den Leser herangetragen werden sollten, egal wie eine vorherige Zusammenarbeit zwischen Verlag und Autor abgelaufen ist. Und mich hat es leider sehr beeinflußt beim Lesen der ersten Kapitel, denn ich habe dauernd darauf gewartet, dass das "Verlagshaus  mehrere Male .... negativ erwähnt wird ..." (was dann tatsächlich nur einmal der Fall war und das logischerweise "... weder fundiert noch in einer objektiven Form ...."), bis ich den Gedanken daran endlich aus meinem Kopf verbannen und mich auf das Buch konzentrieren konnte.
 
Ja, ich tue jetzt nichts anderes, als das breit zu treten, aber ich möchte zukünftigen Lesern einfach die Möglichkeit geben, diese beiden ersten Buchabschnitte, bzw. hauptsächlich das *Vorwort des Verlages* erst - wenn überhaupt - nach Beendigung zu lesen, damit die Freude an diesem bezaubernden Buch von Anfang an vorherrscht. Der Autor bekommt von mir volle fünf Chaospunkte für die liebevolle Art, mit der er die Geschichte aus dem Reich der Tiere mitteilt und der Verlag für das öffentliche Waschen von schmutziger Wäsche eine rote Karte.
 


Rezension --> Andrea Tillmanns - Das magische Trio, Geister im alten Gemäuer


Einen unterhaltsamen Nachmittag bescherte mir Andrea mit ihrem Jugendbuch, auch wenn ich schon manchmal zweifeln musste ob mancher Begebenheiten.
 
Judith, circa 12 Jahre alt hat Eltern mit wenig Zeit für ihr Einzelkind. Da sie sehr viel Fantasie hat, glauben die Eltern an Halluzinationen und beschließen, die Tochter in ein Internat zu *stecken*, damit sie mehr unter Aufsicht steht. Ja *stecken*, denn Judith hält natürlich gar nichts davon. Doch bereits am ersten Tag findet sie zwei Freundinnen, mit der einen bewohnt sie sogar das Zimmer. Alle drei haben magische Fähigkeiten - wie sie aber erst durch Judiths Dazukommen feststellen - was eine Lehrerin auf ihren gemeinsamen Geburtstag und die fast identische Geburtsstunde schiebt. Diese Fähigkeiten brauchen sie auch, denn bei Ausgrabungen auf dem Internatsgelände durch die Archäologie AG wird ein Geist befreit und nistet sich in einer der Schülerinnen ein.
 
Wie gesagt, es war für mich sehr kurzweilig zu lesen, womit sich heutzutage Teenies im angesprochenen Lesealter beschäftigen, fand aber so manches Ereignis etwas widersprüchlich, so z.B. das Zusammenkommen des Trios ... Schließen Mädchen in dem Alter tatsächlich so schnell Freundschaft? Kann die ganze Geschichte wahrhaftig in einigen wenigen Tagen so geschehen? Oder habe ich einfach nicht mehr genug Fantasie, um mich in ein Kind in diesem Alter zu versetzen? Bin ich zu realistisch? Um diese Fragen beantwortet zu bekommen, werde ich das Buch den Töchtern von zwei Freundinnen in die Hand drücken, die dem Alter des Trios entsprechen und mich mit ihnen austauschen. Nichtsdestotrotz ist das Buch wunderschön und empfehlenswert, deswegen habe ich auch vier Chaospunkte aus meiner großen Kiste geholt.
 

Rezension --> Lotte R. Wöss - Per Handschlag für immer



Schon mit ihren *Schmetterlingen im Himmel* konnte mich Lotte begeistern, mit ihrem neuen Buch hat sie es wieder geschafft.
 
Nora hat viel zu früh und überraschend ihren Vater gehen lassen und seine Firma, eine Schokoladenfabrik übernehmen müssen. Natürlich hat sie vorher bereits dort gearbeitet, doch sie zu führen, ist etwas ganz anderes. Vor allem, weil ihre Stiefmutter und ihr Halbbruder nun gegen sie agieren. Da fasst sie den Entschluss mit einer deutschen Keksfirma zusammen zu arbeiten. An sich war diese Planung schon im Kopf ihres Vaters entstanden, doch Nora setzt nun noch einen drauf und bietet dem Chef die Ehe an, was dieser zunächst entrüstet ablehnt, denn Nora ist keineswegs der Traum (s)einer Frau, groß, sehr groß und etwas füllig ist sie das Gegenteil seiner Ex-Verlobten, die er kurz vor der Hochzeit zum Teufel jagte. Wird es den Pralinenkeks geben mit dem Unterkeks aus Deutschland und der zartschaumigen Pralinencreme aus Österreich? Werden Nora und Klaus den Bund der Ehe schließen?
 
Zunächst hielt ich die Luft an, denn Nora fällt gleich im ersten Kapitel mit der Tür ins Haus mit ihrer Idee der "Ehe auf dem Papier und auf Zeit", doch dann entwickelt sich die Geschichte fast wie ein Krimi und bleibt spannend bis zum Schluss. Lotte hat da mal wieder voll ins Schwarze getroffen mit Geschehnissen, die nicht alltäglich sind und ich konnte mich nur schwer von dem Buch losreißen, zumal sie auch eine Schreibart hat, die einfach hervorragend ist. Volle fünf Chaospunkte für ihr neuestes Werk.
 
 

Donnerstag, 15. September 2016

Neue Bücher --> Per Handschlag für immer

Schlag auf Schlag geht es wieder mit den neuen Büchern, hier eines, das ich vorab lesen durfte und einfach nur begeistert war


Ein Vertrag. Ein Pakt. Ein Handschlag.
Für immer?

Nur ein Ehevertrag samt Marketingtrick vereint Nora und Klaus. Die mollige Besitzerin einer Schokoladenmanufaktur und der enttäuschte Leiter einer renommierten Backwarenfirma wollen gemeinsam ein neues Produkt auf den Markt bringen. Gefühle haben in dieser Partnerschaft keinen Platz. Zu sehr sind die beiden mit Vorurteilen und persönlichem Ballast behaftet. Doch dann bekommt das Paar einen unberechenbaren Mitspieler …

Eine bezaubernde Liebesgeschichte!

Rezension --> Susanne Rößner - Fangermandl


 
Ein Oberbayern Krimi, der auch für unsere norddeutschen Landesbewohner lesbar ist, denn bis auf einige wenige Sätze ist er tatsächlich auf hochdeutsch geschrieben ;)
 
In einer Futterkrippe soll die Kripo Rosenheim nachsehen, denn da läge eine tote Frau. Bestialisch zugerichtet mit einem Skalpell, ausgeblutet bis auf den letzten Tropfen wirft der Tod viele Fragen auf und das Team um Hauptkommissar Sauerwein, der mit privaten Problemen kämpft, kommt einfach nicht weiter.
 
Susanne hat hier nicht nur ihre Heimat wunderschön beschrieben, sondern auch eine fesselnde Spannung aufgebaut, die mir mal wieder wenig Schlaf bescherte, denn gegen meine Gewohnheiten, musste ich das Blätterbuch mit ins Bett nehmen und wehrte mich erfolgreich gegen die zufallenden Augen, denn weglegen konnte ich die mitreißende Geschichte nicht, ohne das Ende zu erfahren. Das dann komplett anders war, als ich erwartete. Absolute Leseempfehlung (und scheut euch echt nicht hineinzugucken) und ganze fünf Chaospunkte. 
 

Mittwoch, 14. September 2016

Interview --> Küp Seker

Zur Veröffentlichung seines Debütromans *Kamar & Sun* heute das Interview mit dem jungen Autor Küp Seker, über den ich dank Mira Morton gestolpert bin.

Leider ist er etwas scheu, der liebe Küp, so dass ich euch nicht zeigen kann, wie er aussieht *snief*, aber das gibt sich ja vielleicht noch.

Steckbrief
Name: Ich heiße Kenan Ümit Pirol Seker. Mein Vorname ist eine komische Mischung aus den Rufnamen meiner Urgroßeltern mütterlicherseits und dem Ortsvorsteher meiner Heimatgemeinde. Da mein voller Name sehr lang ist, haben mich von klein auf alle Küp Seker genannt.
Das ist im Grunde genommen echt cool, da es sich bei dem Begriff Küp Seker um die türkische Bezeichnung für Würfelzucker handelt. Man spricht es zwar als Küp Scheker aus, aber das sollte hier nicht so wichtig sein.


Geboren am/ in
1.1.1979 Trabzon / Türkei


Wohnort: Ich wohne und arbeite in Berlin, nach einigen Nebenjobs, meist als Reinigungskraft, habe ich nun eine fixe Anstellung als Lackierer in einem Werk für Motorräder.

Familienstand:
Ich lebe in einer Beziehung mit meiner Freundin Maria.
Sie ist groß, blond, sehr hübsch, Bankangestellte, adrett, klug, nett, gute Manieren, eine erstklassige Frau! Und ich liebe sie sehr.


Kinder:
Ich habe keine eigenen Kinder, aber ich habe eine Nichte und zwei Neffen.
Doch obwohl ich keine eigenen Kinder habe, bin ich gleichwohl ein Familienmensch.


Am liebsten hab ich:
Ich liebe Harmonie und Gemeinsamkeit. Ich schätzte die Stunden und die Zeit, welche ich mit meiner Familie verbringe.


Gar nicht mag ich:
Ich mag  es nicht mich zu verkleiden oder zu maskieren.


Erzähl doch ein bisschen über dein bisheriges Leben
Ich bin fünfunddreißig Jahre alt und lebe seit achtzehn Jahren in Deutschland.
Mein Vater ist seit den Siebzigern in Almanya – das ist das türkische Wort für Deutschland. Er hat die Türkei verlassen, als ich gerade laufen gelernt habe und exakt ein Jahr alt wurde.
Es war Zufall, dass mein Geburtstag genau am Abreisetag meines Vaters gefeiert wurde. Obwohl viele genau wussten, wann ich wirklich geboren worden war, wollte sich niemand an diesen Tag erinnern, und so wurde mir erst viel später, als ich selbst einen Pass beantragte, ein offizielles Geburtsdatum zugeteilt.
Der Beamte fragte nur: »Bist du im Winter oder im Sommer geboren?«, und als ich »Winter« sagte, wurde mein Geburtsdatum der 1.1.1979.
So bin ich laut Pass siebenunddreißig, aber in Wahrheit schon neununddreißig Jahre alt.
Nein, natürlich ist es unüblich in der Türkei, dass Kinder keinen regulären Geburtstag haben und nicht auf dem Standesamt gemeldet werden, aber bei mir hat es sich wie folgt zugetragen:
Ich kam mit einem sehr großen Kopf auf die Welt. Als mich die Hebamme untersuchte und meine Körpermaße nahm, sah sie lange in ihre Tabellen und erzählte dann allen ohne Umschweife, ich hätte einen Wasserkopf und wäre im besten Fall schwer behindert, im Normalfall würde ich aber schon in den ersten Monaten sterben.
Meine Eltern und Großeltern waren geschockt, da es tief in den Bergen von Trabzon am Schwarzen Meer zur damaligen Zeit sehr schwierig war, ein behindertes Kind zu haben. Das gab nur Probleme in der Gemeinde und es wurden das Gesundheitsamt und das Ordnungsamt aktiv.
Um sich das alles zu ersparen und um nicht die komplette Verwandtschaft gegen sich aufzubringen, wurde ich versteckt. Und das in dem puren Glauben und auch der Hoffnung, dass ich einen frühen Tod erleiden würde. Somit wurden keine Aufzeichnungen über die Geburt gemacht und keinerlei Eintragungen – ja nicht einmal der Geburtstag wurde notiert. Niemand wollte sich je wieder an diesen Moment erinnern.


Wie bist du dazu gekommen, zu schreiben? Und warum ausgerechnet in diesem Genre?
Mich belebt der tägliche Kampf ums Überleben. Ich arbeite jeden Tag bis zu zehn Stunden in der Fabrik und lackiere Motorräder. Und obwohl ich eigentlich gut verdiene ergreife ich jede Chance etwas Geld dazuzuverdienen, da das Leben in Deutschland echt teuer ist. Zum Schreiben braucht nur einen Computer und den habe ich mir geleistet.
Außerdem erzähle ich liebend gerne Geschichten. Meine Großmutter hatte mir das Märchen von Kamar & Sun als ich klein war erzählt und da ich diese Fabel immer liebte, will ich diese nun auch mit anderen teilen.
Die Geschichte handelt von einem kleinen tollpatschigen Löwen, welcher sich verlaufen hat und nicht mehr nachhause findet. Er lernt einen gelben Schmetterling kennen – Sun. Zusammen folgen sie dem Rat einer schlauen Eule, und finden sich alsbald auf einer Reise um die Welt wieder. Das Märchen handelt nun von den Abenteuern welche Kamar&Sun zusammen erleben. Der Roman steht für die Akzeptanz unter den Religionen und Kulturen, erzählt vom Mut zur eigenen Leidenschaft und dem Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und motiviert dazu, neue Wege zu finden und zu beschreiten.

Anmerkung der Redaktion: Aufmerksame Leser der Interviews haben evtl. bemerkt, dass nur die ersten beiden Fragen immer die gleichen sind bei allen Interviewpartnern, die folgenden Fragen eruiere ich dann aus den vorhergehenden Antworten, so dass sie sehr individuell sind. Küp schrieb vor den letzten Antworten deshalb auch:
Da ich im Buch eine sehr genaue Beschreibung meiner Person habe, nimmst du mit deinen Interview-Fragen schon einiges dem Buch vorweg. Also nicht überrascht sein, wenn du das eine oder andere im Buch wiederfindest
Für potentiele Leser des Buches ggfs. auch wichtig, deswegen möchte ich das nicht für mich behalten


Du bist also deinem Vater nach Almanya gefolgt. War er in Berlin zuhause oder warum hast du dort jetzt deinen Wohnsitz? Der Rest deiner Familie (Mutter, eventuelle Geschwister) … wo leben sie?
Nein, wir wohnten zuerst in Kassel – da mein Vater dort beschäftigt war und ich über ihn auch eine Anstellung bei seinem Arbeitgeber – einem  Automobilkonzern - bekam.
Später dann zog ich, erst in die Wohnung meiner Schwester in Berlin, dann in meine eigenen vier Wände.
Ich schicke dir gerne mal den dazugehörigen Ausschnitt aus dem Buch.


In Kassel angekommen – in der Maximilianstraße 33 –,
gefiel es mir wirklich gut. Alle Straßen waren geteert, es gab
keine Kiesstraßen, keinen Staub, keinen Dreck, keinen Müll.
Nirgends!

Die Leute mähten sogar ihre Wiesen ganz kurz. Die
haben wirklich zu viel Zeit oder zu wenig Schafe, dachte ich
mir. Hier war alles anders! Aber am lustigsten fand ich die
Tatsache, dass die Hunde im Haus wohnen. In der Türkei
wäre das unvorstellbar. Es gibt nicht mal ein türkisches Wort
für Haustier! Wieso auch, wenn keine Tiere ins Haus
dürfen? Bei uns im Dorf sagen alle nur Evcil Hayvan, was so
viel wie zahmes Tier heißt. Mein Opa Emrullah glaubt
jedenfalls bis heute nicht, dass Hunde in Deutschland im
Haus wohnen dürfen und sogar noch gebadet, gebürstet,
gefüttert und gestreichelt werden. Und immer wenn ich mit
meinem Opa telefoniere, fragt er mich als Erstes, ob in der
Zwischenzeit auch schon die Ziegen und Schafe im Haus
leben dürfen.
Ich fand die Lebensweise in Deutschland anfangs einfach
nur witzig.
Die Menschen kümmerten sich um Kleinigkeiten und
legten dabei noch eine Sorgfalt an den Tag, dass mir fast
schlecht wurde. Zum Beispiel bei der Mülltrennung. Bei uns
in der Türkei gibt es auch Mülltrennung – wir trennen
einfach den Müll von dem Nicht-Müll, fertig! Doch hier –
das war keine Mülltrennung, das war Religion! Anfangs
dachte ich immer, man erlaubte sich einen Scherz mit mir,
da ich neu war, frisch aus der Türkei. Aber nein, man
meinte das wirklich ernst.
Gelbe Kiste, rote Kiste, grüne Kiste, schwarze Kiste,
Altkleider, Altschuhe, Altöl, Sperrmüll, Reststoffe. Der
Müllraum war größer als die Küche!
Und ganz ehrlich, ich habe mich bis heute nicht getraut,
dies meinem Großvater zu erzählen, weil er spätestens dann
überzeugt gewesen wäre, dass die Behinderung bei mir doch
noch ausgebrochen ist.
Der größte Unterschied jedoch – und das machte mir
wirklich zu schaffen – war, dass man nicht einfach zu seinen
Nachbarn gehen konnte und dass diese nicht einfach zu uns
kamen. Wohl kamen unsere türkischen Bekannten zu
Besuch, aber so wie in der Türkei, wo jeder zu jedem
Zeitpunkt überall willkommen war und fast schon ein Teil
der eigenen Familie darstellte, nein, so war es in Deutschland
nicht. Hier hatte jeder seinen eigenen Garten und sein
eigenes Haus. Die Türen waren immer verschlossen und
öffneten sich nur, wenn man vorher klingelte. Bei uns im
Dorf gab es kein einziges Haus mit einer Klingel. Wieso
auch? War die Tür auf, durfte man reinkommen, war sie zu,
dann eben nicht.
Ansonsten war Kassel super. Ich arbeitete als
Autolackierer und war nach einiger Zeit richtig gut in
meinem Job. Am Wochenende lackierte ich Auto- oder
Mopedteile von Ayses Freunden und Kollegen und konnte
etliches Geld dazuverdienen. Bald war ich echt reich. Ich
verdiente zuerst nur etwas über 1000 DM, aber am Ende an
die 1400 Euro netto, gab zu Hause die Hälfte ab, ging
eigentlich nie aus, trank nicht, rauchte nicht, keine Drogen,
keine Exzesse. Somit blieben im Schnitt fast 700 Euro jeden
Monat übrig – und die sparte ich, da ich alles, was ich zum
normalen Leben brauchte, problemlos von den Sonderzahlungen, der Schmutzzulage aufgrund meiner mit
Verunreinigungen einhergehenden Arbeit und der
Schwarzarbeit begleichen konnte. Folglich hatte ich nach
zwölf Jahren im Jahre 2008 meine ersten 100.000 Euro auf
dem Sparbuch.
Ich war zu recht echt stolz und faktisch reich! Ich
überlegte sogar ernsthaft, wieder zurück in die Türkei zu
ziehen, mir ein Haus zu bauen oder eine Wohnung in der
Stadt zu kaufen, um dann einfach nur wohlhabend zu sein.
Es kam jedoch leider alles ganz anders. Die Krisenjahre
2009 und 2010 trafen unsere Familie schwer. Erst verlor
mein Vater seine Arbeit, dann auch ich. Vater bekam sehr
schnell über ein Programm der Regierung eine neue Stelle in
Würzburg und wohnte dort fortan mit meiner Mutter in
einer staatlichen Einrichtung. Allein konnte ich die
Wohnung in Kassel nicht halten, und so entschloss ich mich,
zu Ayse nach Berlin zu ziehen.
Sie lebte mit ihrem Mann Olaf seit 2002 in der
Hauptstadt.


Wirst du noch mehr Geschichten deiner Großmutter erzählen?
Wäre durchaus denkbar. Sie hatte immer liebend gerne Märchen erzählt.
Und es wäre noch einige Geschichten welche man schreiben könnte.
Aber ich habe mich aktuell so sehr auf Kamar & Sun eingestellt, dass ich noch nicht wirklich Zeit hatte mir das genauer zu überlegen.


Lieber Küp, vielen vielen Dank für deine Zeit, ich hoffe, ich konnte dich dadurch auch ein bisschen von deinem Lampenfieber ablenken *lach und nun bin ich gespannt, was ich in deinem Buch noch so alles lesen werde, hoffentlich ist bald Abend. Oder fang ich ausnahmsweise doch jetzt schon an? neugierig genug bin ich ja.


Ich wollte euch

nur mal wieder auf ein paar up Dates aufmerksam machen *grins. Ihr findet sie in der Leseliste, bei den Rezensionen, den Neuvorstellungen und den Interviews. Außerdem gibt es einen neuen Button, noch ohne Inhalt, aber spätestens ab der Kalenderwoche 40 wird es da Lesestoff geben *freuundunheimlichnervösbin* Hat mit dem Geheimprojekt aus der Leseliste zu tun über das ich nichts sagen durfte und darf, aber neugierig machen, das darf ich. Ich danke der Autorin und den beteiligten Kolleginnen schon mal ganz herzlich für die liebevolle Aufnahme in diesen Kreis.

Ach und Mitglied bei leserkanone bin ich nun auch *schock* Woher soll ich zwischendurch nur noch die Zeit zum Lesen nehmen? Wird sich finden, aber wer mich dort finden will, suche nach Gabi R. wie halt auch bei Amazon, lovelybooks, Thalia und Weltbild. Aber damit ist nun gut .....

Neue Bücher --> Kamar & Sun

Morgen soll es laut Autor erscheinen, doch ich konnte es eben schon runterladen, das berührende Debüt von Küp Seker über Kamar & Sun, allein das Cover ist es wert, in das Buch zu gucken. Wenn ihr allerdings mehr über den türkisch stämmigen jungen Mann erfahren wollt, der uns hier verzaubern will, könnt ihr auch ein Interview mit ihm lesen in der entsprechenden Kategorie hier. Darin enthalten auch eine Leseprobe *zwinker*



Klappentext --> Seit Tausenden von Jahren verschollen, wurde nun nach mündlicher Überlieferung das Märchen vom Löwen Kamar und dem Schmetterling Sun neu geschrieben und kann somit erstmalig einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Küp Seker berichtet von seinem eigenen Leben, von seinen Ansichten und Denkweisen als Türke in Deutschland. Vor allem aber erzählt er die Fabel von Kamar und Sun, welche er einst von seiner Großmutter hörte.
Die Erzählung steht für die Akzeptanz unter den Religionen und Kulturen und versucht durch viele Lebensweisheiten zum Nachdenken anzuregen.
Die Geschichte erzählt vom Mut zur eigenen Leidenschaft und dem Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und motiviert dazu, neue Wege zu finden und zu beschreiten.
Lassen Sie sich mitnehmen auf eine Reise um die Welt und sich berauschen von einem Abenteuer eines kleinen Löwen und eines gelben Schmetterlings, das seinesgleichen sucht.

Montag, 12. September 2016

Rezension --> Manu Brandt - Das Licht in deinen Adern


 
"Manchmal muss man etwas Schlechtes tun, um etwas Gutes zu bewirken."
 
Dieser Satz taucht immer wieder auf in diesem faszinierenden zweiten Werk der jungen Autorin, die gerne mehr schreiben würde, allerdings wegen ihres Vollzeitberufes nicht so viel Zeit zur Verfügung hat, wie sie gerne haben möchte.
Krieg zwischen Engeln und Gefallenen herrscht seit Jahrtausenden und eines Tages steckt Layna mittendrin, denn wie sie erfahren muss, ist sie eine Nachfahrin von Luzifer. Doch nicht nur von ihm, sondern auch von .....
Nee, das verrat ich euch nicht, sonst haltet ihr mich für verrückt. Dachte ich ja anfangs auch, doch die Erklärungen für ihre Abstammung sind sehr einleuchtend und dem, der ihr Genaueres darüber erzählt, vertraut sie vollkommen. Fast mehr als ihrem besten Freund aus Sandkastenzeiten, der - obwohl beide wie Geschwister fühlen - doch eifersüchtig wird, als plötzlich zwei Männer im Leben von Layna auftauchen, wobei Layna anfangs nicht weiß, wem sie trauen soll. Doch sie bekämpft erfolgreich die zwei Wesen in sich und verändert dadurch nicht nur sich selbst, sondern auch ihr gesamtes Umfeld und die ganze Welt.
 
Als Fantasybuch und Liebesroman angeboten, könnte die Geschichte genau so gut als Krimi durchgehen, denn spannend beschreibt Manu hier eine faszinierende Geschichte um Krieg, Tod, Liebe und Frieden und eben weiße und schwarze Engelsflügel. Schade, dass sie so wenig Zeit hat, ihre Gedanken zu Papier zu bringen, denn ich würde gerne noch viel mehr von ihr lesen. Aber eines hat sie ja noch, das werde ich mir gleich mal holen und hoffentlich genau so begeistert sein. Denn der Schreibstil ist einfach WOW, flüssig, mitreißend, abwechslungsreich und lebendig. Der Griff in meine Punktekiste ergab eine ganze Hand voll.
 

Freitag, 9. September 2016

Rezension --> Christine Erdic - Geschichten aus dem Reich der Hexen, Elfen und Kobolde



Da ich - glaub ich - im Herzen jung geblieben bin, wie das Buch im Klappentext andeutet und die Anderswelt liebe, hab ich mich an Christines liebevoll gestaltetes Büchlein gewagt und wurde keineswegs enttäuscht.

Sie erzählt viele Geschichten rund um die kleinen Lebewesen einer Welt, die für Kinder ebenso lehrreich sind wie für Erwachsene. Besonders ans Herz gewachsen ist mir der norwegische Kobold Nepomuck, aber auch seine Freunde, sowie die Zwerge und Elfen sind ganz liebeswerte Wesen, deren Daseinsberechtigung ganz offen zutage tritt.

Die Schreibweise ist ebenso für kleinere Kinder zum Vorlesen, wie für Leseanfänger zu den ersten selbständig gelesenen Geschichten oder für *große* Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die noch an ein *etwas anderes Leben* auf unserem Planeten glauben, geeignet. Viel Freude werden auch malbegeisterte Leser haben an den Ausmal-Vorlagen, die nach jeder Geschichte abgedruckt sind, denn sie sorgen auch dafür,  das Verständnis zu testen und ein gemeinsames Sentiment der Geschichten von Eltern, Großeltern und Kindern zu erfahren. Denn das fehlt heutzutage meiner Meinung nach in vielen Bereichen. Ich kann dieses Büchlein nur weiterempfehlen und überreiche der Autorin fünf liebevolle Chaospunkte.

Rezension --> Margot S. Baumann - Band des Schweigens, John A. Fortunes 1. Fall


 
 
Schon vor Monaten hab ich mich in das Cover verliebt und nun endlich hab ich es geschafft, das Buch der sympathischen Schweizerin zu lesen, die den Leser hier nach England, genauer nach Cornwall entführt. Die Landschaft ist einmalig, wie die Geschichte um den jungen Anwalt, der bei einem großen Büro angestellt ist, dass sich um *einsam Verstorbene* kümmert, bzw. deren Nachlass. Einsam Verstorbene sind Menschen, die - wie es aussieht - keine Angehörigen, aber etwas zu vererben haben. John entdeckt das eine oder andere Geheimnis um Eleanor, lernt Alice kennen und kann sie plötzlich nicht mehr nur als potentielle Nachfahrin seiner verstorbenen Klientin ansehen. Entstehen da etwa Gefühle für sie? Das wäre doch gegen die Statuten seines Arbeitgebers! Lösen sich die Geheimnisse auf oder muss John resignieren?
 
Margot hat hier eine Geschichte geschrieben, die ungewöhnlich wie fesselnd ist, könnte für meinen Geschmack aber gerne etwas länger sein. Der Stil ließ mich nicht so schnell los, so dass ich das Buch in einem Rutsch weggelesen habe und nun ganz gespannt bin auf Johns zweiten Fall (der noch in diesem Monat erscheinen soll).  Vier Chaospunkte aus meiner prall gefüllten Kiste.
 
 

Rezension --> Jo Berger - Mit Mandelkuss und Liebe



Keine Fortsetzung von Himmelreich, dennoch sind einige liebgewordene Figuren von dort vertreten im neuesten Roman von Jo Berger. Denn gleich neben Himmelreich liegt Wolkenbusch, wo Ellas Eltern eine Bäckerei haben und sie selber ein kleines Café, in dem sie selbstgebackene Macarons verkauft, bei deren Beschreibung mir ständig das Wasser im Mund zusammen gelaufen ist. Dummerweise soll aber direkt gegenüber die Filiale einer Großbäckerei eröffnet werden. Dieses Gerücht belastet nicht nur die Familie Bings, sondern auch viele Einwohner von Wolkenbusch.
Ella schnappt sich immer öfter ihre Hündin Flocke und macht lange Waldspaziergänge, was Flocke um so mehr freut, als sie dort den Doggenteenie Lanzelot kennenlernt. Trotz eines enormen Größenunterschiedes verlieben sich die beiden Hunde ineinander und sind nur sehr schwer zu trennen. Bei den zugehörigen Menschen sieht das schon wieder anders aus, denn Ella kann den Großstadtschnösel zunächst absolut nicht ausstehen. Nur gut, dass sie eine beste Freundin hat, mit der sie über alles reden kann. Halt, über fast alles, denn jedes Mal wenn die Rede auf den Freund aus Sandkastenzeiten Niklas kommt, will Amanda das Thema wechseln. dabei kann Niklas doch so toll küssen ....


Jo hat es mit ihrer lebensbejahenden Art mal wieder geschafft mich ein paar Stunden abtauchen zu lassen, mit Ella zu backen, zu naschen, mich mit Flocke zu verlieben, mit Amanda dem Wahnsinn nahe zu sein wegen der fünfjährigen Zwillinge, mit Niklas aus Freundschaft Liebe werden zu lassen und mit Sam ein Geheimnis zu bewahren. Zwischendurch gab es lecker Pizza bei den Scardellis in Himmelreich oder Informationen bei Gertrud und im Großen und Ganzen einfach ganz viel Spaß. Jo hat eine Art zu schreiben, die unverwechselbar ist und jedes ihrer Bücher einmalig macht.  Fünf ganze Chaospunkte spuckte meine große Kiste aus.