Mittwoch, 30. November 2016

Rezension --> Christin Burger - Im Kreis der Sieben, Auf der anderen Seite

 

>>Es gibt den Himmel und die Hölle.<< und >>Wir haben immer die Wahl, unser Leben zu ändern. Wenn wir das wirklich wollen.<< sind zwei der für mich markantesten Zitate aus diesem Buch, das mich dermaßen in seinen Bann zog, dass ich es innerhalb von 24 Stunden verschlungen hatte.

Lara lebt mit ihrem Vater in Berlin und hat in Aishes Familie ein zweites Zuhause gefunden, denn der Vater kümmert sich wenig bis gar nicht um sie, seit die Mutter tödlich verunglückte.
Von einem Tag auf den anderen ist dann der Vater verschwunden und was Lara bleibt, ist ein unvollständiges Computerprogramm, das dieser schrieb und einige wenige Bilder, auf denen sie Menschen sieht, die sie nicht kennt, die sie allerdings in den Schwarzwald führen.
Doch dort ist ihre Reise noch nicht beendet, sie landet an einem magischen Ort, an dem alles, was sie bis dato glaubte, in Frage gestellt wird. Nicht unschuldig daran sind die hässlichste Katze, die sie jemals gesehen hat, ein schwebendes Auge, ihre Cousine, von deren Existenz sie keine Ahnung hatte und Timo, der hilfreichen Junge, mit dem sie auf unerklärliche Art und Weise verbunden ist.

Geheimnisvoll guckt den interessierten Leser das Titelbild an und mich als absoluten Coverfan zwang genau das dazu, das Buch in die Hand zu nehmen, als ich es auf der Buchmesse entdeckte. (Und hier rede ich von dem *alten* Cover, das oben links abgebildet ist. Leider wurde es geändert, leider deswegen weil ich das *alte* wesentlich aussagekräftiger fand als das *neue* und mir liegt auch ersteres noch vor *freu*)

Der Inhalt hat mich so mitgerissen, dass ich alles um mich vergas, die Geschichte ist spannend, führte mich in andere Länder, die nicht auf unserer Welt existieren und ließ mich stundenlang mit Lara leben, suchen und hoffen.

Christin hat einen faszinierenden Schreibstil, der Lust auf mehr, viel mehr macht. Da Teil 3 aber erst im nächsten Jahr erscheint, warte ich mit dem zweiten Band noch etwas, sonst ist die Wartezeit zu lang, viel zu lang.

Fünf Chaospunkte schenke ich dem Auge, mehr geht ja leider nicht.

Rezension --> Mara Winter - Glitzerkram


Etwas skeptisch bin ich an dieses Buch rangegangen, weil ich persönlich Glitzerkram so gar nicht mag. Im Gegensatz zu Noreen, die da ein Riesen Faible für hat. Nicht nur bezüglich Deko zuhause, sondern auch klamottenmäßig. Ist ja auch okay, so lange sie studiert. Aber dann ist sie fertig mit dem Studium und sucht verzweifelt einen Job. Was sie findet ist ein unbezahltes Praktikum und einen Chef, der von ihrem Glitzerkram in etwa so viel hält wie ich *lach.

Natürlich hat sie nun einen ganz anderen Tagesablauf und der kollidiert ganz heftig mit dem ihres langjährigen Partners Jan, so dass sie ganz spontan die Beziehung beendet ..... und todunglücklich ist.

Um dem abzuhelfen hat Noreen allerdings Freundinnen, die mit ihr auf die Piste gehen, wo sie gleich beim ersten Mal Tobias kennenlernt, der in sehr ähnliche Zukunftswünsche hat wie sie.

Nun könnte ihr Leben perfekt sein, wenn da nicht noch ihr Bruder mit seiner verrückten Idee wäre.


Schnell war meine Skepsis verflogen, denn für Mara, bzw. Noreen ist nicht nur Glitzerkram, was *normalerweise* als solcher bezeichnet wird, sondern viel mehr. Aber das müsst ihr schon selber rausfinden, was das ist und was euer Glitzerkram sein könnte, denn so gesehen, wie die zwei das tun, liebt jeder seinen ganz speziellen Glitzerkram, ich auch *zwinker.

Was kann ich noch zu dem Buch sagen?

Cover: passt wie Faust auf Auge

Thema: amüsant, unterhaltend, genau richtig für trübe Novembertage


Schreibstil: flüssig, locker flockig


Lesespaß: hatte ich, war für mein Lesetempo fast etwas zu kurz


Charaktere: gut dargestellt, konnte mich gut in sie hineindenken


Bewertung: vier Chaospunkte


Rezension --> Alex P. Jandra und andere - Das Geheimnis des Überseekoffers


Acht Schreiberlinge haben zusammen elf unheimliche Geschichten um einen Überseekofferkoffer geschrieben, der immer der gleiche ist. Und unheimlich sind die Geschichten tatsächlich, sei es ob es um eine Erbschaft geht oder um teuflische Gedanken, um Tagebücher oder ein Geheimnis, den Tod oder eine Jagd.

Ich hab mich gegruselt, war schockiert, hab mich verhalten gefreut und war dann doch entsetzt. Denn >>Was wünschst du dir und wer soll dafür leiden?<< klingt im ersten Moment ja ganz annehmbar, aber es zeigt sich eben, dass Wünsche entweder gar nicht oder nur verbunden mit dem Leid von anderen erfüllbar sind.

Oder muss im Endeffekt doch der Wünschende leiden?

Lasst die Finger von echten Überseekoffern, aber keinesfalls von diesem Buch, vier Chaospunkte vergebe ich.


Dienstag, 29. November 2016

Motto Challenge 2016

November --> Blind Date --> 18 Bücher wurden es im November und ich hätte noch viel mehr Blind Dates haben können, laut Regal, aber es muss ja noch was für den Dezember und das nächste Jahr übrig bleiben *lach

Alina Jipp - Der Arzt meiner Tochter
Moritz Matthies - Voll Speed
Andrea Bielfeldt - Nilamrut, Im Bann der Ringe
Robyn Carr - Neubeginn in Virgin River
Emma C. Moore - Finian Blue Summers
Josie Charles - Tief wie das Meer
Tanya Michna - Solange die Liebe zählt
Ilona Bulazel - Schmutzige Tränen
Anne Jacobs - Die Tuchvilla
8 Autoren - Das Geheimnis des Überseekoffers
Kerry Greene, Ben Bertram - Salz auf deinen Lippen
Jane Green - Babyville
Max Stiller - Vergessen
Thomas Pyczak - Ende der Welt
Subina Giuletta - Tropfen im Ozean
Mara Winter - Glitzerkram
Christin Burger - Im Kreis der Sieben
Jaeanine Krock - Flügelschlag

Blogtour --> Zwei Länder – zwei Bücher – ein Autor

Demnächst unter anderem hier


Natürlich gibt es viele interessante Themen, zu denen sich pro Buch je acht Bloggerinnen Gedanken machen und dazu dann findet dann am Abend genau zu diesem Thema ein Live-Gespräch inklusive Lesung mit dem Autor statt.

Näheres dazu ab Beginn der Tour, seid gespannt, es wird spannend werden.

Rezension --> Jo Berger & Andrea Bielfeldt - Manhattan Millionär, Liebe oder Luxus



Wohin so gemeinsame Hotelübernachtungen zweier Autorinnen führen, zeigen Jo und Andrea in diesem modernen Weihnachtsmärchen, denn >>Gurken, Quark und Zimmerservice statt Gänsebraten<< können ehemalige Feindinnen verbinden. Nicht dass die Autorinnen Feindinnen waren, dazu haben sie gemeinsam auf dem von den Buchmessen bekannten roten *Autorensofa* und dem Drumrum schon zuviel miteinander erlebt, aber die Protagonistinnen, die konnten sich absolut nicht riechen, bis ein kleiner Auffahrunfall, die sie verbindende Wut auf ihre jeweiligen Ehegesponse und den Chef sie zu Freundinnen machte.

Halt!

Da waren ja auch noch die Erbsensuppe und die Feuerzangenbowle uuund der spontane Entschluss Weihnachten mal nicht mit Gans und Schwiegers zu feiern, sondern direkt Hotel und Flug zu buchen, um in New York das gesparte Geld beim Shoppen auf den Kopf zu hauen und vielleicht eventuell gegebenenfalls einen Millionär (oder doch besser zwei *grins) kennen zu lernen. (Und das wo Jo sich bisher kategorisch weigerte einen Roman zu schreiben, in dem so ein Mann vorkommt *zwinker)

Für ihre erste gemeinsame Arbeit haben die Zwei das faszinierend hinbekommen – vor allem weil beide absolut nicht verraten wollen, wer welchen Part geschrieben hat *grummel – ich jedenfalls hab mir die halbe Nacht um die Ohren geschlagen, weil ich einfach wissen wollte, wie die Geschichte weiter- und ausgeht.

Über Schreibstil brauch ich nicht reden, das hab ich bei Jo schon des Öfteren getan und Andrea steht dem in nichts nach. Wie gesagt, es ist nicht eindeutig ersichtlich, wer was geschrieben hat, auf jeden Fall ist es flüssig und fesselnd, spannend, humorvoll und durchtränkt von etlichen Ereignissen, die den Leser auch nachdenklich machen, mich jedenfalls.

Solltet ihr da draußen auch dem Weihnachten, wie es seit Jahren stattfindet, entfliehen wollen, holt euch dieses Buch und lest es genau dann, wenn das, was ihr meiden wollt, veranstaltet wird. Eine ganze Handvoll Chaospunkte von mir.

Sonntag, 27. November 2016

Rezension --> Max Stiller - Vergessen


Vom ersten Satz an hatte mich das Buch in seinen Bann gezogen und es fiel mir schwer es wegzulegen.

Julia befindet sich - schweigend - seit über 20 Jahren in einer psychiatrischen Klinik in München.

In New York wird der Patentanwalt Voss auf eine Art und Weise getötet, die die Ermittler noch nie erlebt haben.

Anne von Feldhaus, Kommissarin aus München fliegt nach New York, um sich näher mit dem Fall zu befassen, denn Voss lebte vor seiner Übersiedlung in München. An ihre Seite wird der BKA Mann Fuller, ehemals beim FBI, weil Deutsch-Amerikaner, gestellt.

Haben Julia und Voss eine gemeinsame Vergangenheit?

Was graben Anne und Fuller aus?

Gefesselt war ich von dem Geschehen, das mir als jahrelanger Krimi und Thriller Leserin so noch nicht unterkam und immer wieder geschockt, was an neuen grausamen Taten zutage trat. Maxens Schreibstil ist flüssig und mitreißend. Die Charaktere wurden sehr gut ausgearbeitet. Der Titel ist kurz und prägnant, das Cover schlicht, aber aussagekräftig. Fünf Chaospunkte.

Rezension --> Rose Snow - 17, Das erste Buch der Erinnerung, Der Schlüssel liegt in dir


Eine neue Trilogie des bezaubernden Autorenduos Rose Snow und Anna Pfeffer und ich konnte nicht lange warten, bis ich sie gelesen habe.

Seit ihrem siebten Lebensjahr zieht Jo mit ihrem Vater von Stadt zu Stadt, von Land zu Land. Nicht weil sie zum fahrenden Volk gehören, sondern weil ihr Vater flieht. Wovor weiß Jo allerdings nicht, nur dass es irgendetwas mit dem plötzlichen Tod ihrer Mutter vor zehn Jahren zu tun hat.

Unerwartet soll dieses Nomadenleben ausgerechnet im regenreichen Hamburg ein Ende finden, wovon Jo absolut nicht begeistert ist. An ihrem ersten Schultag in wieder einmal einer neuen Schule begegnet sie unter anderem Louis, der bald mehr Interesse an ihr zeigt, als ihr lieb ist und Adrian, von dem sie bald mehr möchte, als er zu geben bereit ist. Dies beschäftigt sie sehr, doch dazu kommt noch, dass sie unvermittelt Bilder im Kopf hat, die sie zunächst nicht zuordnen kann.

Woher kommen diese Zusammenschauen?

Halluziniert sie?

Haben sie etwas damit zu tun, dass sie andere Menschen auf eine bestimmte Art und Weise angefasst hat?

Kann sie deren Rückblicke erkennen?

Wer das Autorenduo schon kennenlernen und lesen durfte wundert sich keineswegs, dass der vorige längere Aufenthalt in Wien war und nun Hamburg das Ende sein soll ;)

Sie haben mich um etwas Schlaf gebracht, die zwei Schreiberlinge und ich hoffe für sie, dass Band 2 der Erinnerungen bald veröffentlicht wird.

Sie schreiben einfach wundervoll, fesselnd und mitreißend und absolut nicht an ein bestimmtes Alter gebunden. Jo hatte mein Mitleid, ich freute mich für sie, war krampfhaft am Überlegen, was es sein könnte, was Louis und Adrian verbindet (und weiß es immer noch nicht hundertprozentig). Ich hab gelitten mit ihr, als von einer Sekunde zur anderen aus der Zweisamkeit von ihr und dem - alles mit sich allein ausmachen wollenden - Vater eine Patchworkfamilie wird. Ich hab mich gefreut mit ihr, als sie eine neue Freundin findet und bin so was von gespannt wie es weitergeht.
Vielen Dank an Rose und Anna für diese hinreißenden Lesestunden, eine Handvoll Chaospunkte.



Rezension --> Kerry Greine und Ben Bertram - Salz auf deinen Lippen


Trüber November draußen, da bietet sich doch für drinnen eine Kreuzfahrt an, natürlich nur gemütlich im Bett liegend abends mit dem Kindle in der Hand.

Malin freut sich auf ihre Ferien, in denen sie ihr Häuschen weiter renovieren will, da erkrankt die Freundin ihrer Mutter, mit der diese eine Kreuzfahrt unternehmen wollte. Gezwungenermassen "opfert" Malin zwei Wochen ihrer freien Zeit, denn ihr wird schon übel, wenn sie das Meer nur sieht.

Noah dagegen begleitet seinen Vater sehr gerne, denn er will endlich ein engeres Verhältnis zu diesem haben, ist er doch so gut wie ganz ohne ihn aufgewachsen.

Die Welt ist ein Kuhdorf und auch die Aida ein kleiner Fleck davon, so dass es nicht ausbleibt, dass Malin und Noah im wahrsten Sinne des Wortes zusammenprallen. Bei einem gemeinsamen Kaffee erzählen sie sich die Gründe für ihre Anwesenheit auf dem Schiff und beschließen, ihre Elternteile zu verkuppeln um mehr Ruhe für sich selbst zu haben, also nicht unbedingt miteinander, sondern eben einfach Freiräume ohne den dazugehörenden Elternteil.

Schaffen es die zwei, ihren Plan umzusetzen?

Was fangen sie mit ihrer eventuell gewonnenen Freiheit an?

Geht ihre Absicht nach hinten los?

Diese Fragen werden natürlich beantwortet, auf eine faszinierende Art und Weise, dass ich neugierig wurde auf mehr von diesen beiden Autoren, die für mich beide unbekannt waren. Abwechselnd wird die Geschichte aus Malins und Noahs Sicht erzählt, wobei sowohl Kerry als auch Ben einen geläufigen Schreibstil an den Tag legen, der es mir schwer machte die Augen zu schließen und den wohlverdienten Schlaf finden zu lassen.

Ich war neugierig auf eine weitere Kreuzfahrtgeschichte, doch sie war anders, als die, die ich bisher gelesen hatte, denn sie spielte sich nicht nur während der Reise ab, sondern ging noch weiter (und es gibt sogar eine Fortsetzung, die ich auf jeden Fall noch lesen werde). Ich konnte mich sehr gut in die Charaktere vertiefen, zwar nicht alle Handlungen nachvollziehen, aber im Nachhinein so manches verstehen, je mehr ich über die Protagonisten erfahren habe. Ich bin auch gespannt, was die Autoren einzeln so geschrieben haben und habe sie auf meiner WuLi vermerkt.
Fünf Chaospunkte.


Donnerstag, 24. November 2016

Rezension -> Mila Summers - Irrepressible Desire



Mit der Angst im Hinterkopf nach ihrem Buch zusammen mit einem Kollegen nicht mehr allein schreiben zu können hat Mila den zweiten Teil der Manhattan Love Stories verfasst. Ich kann sie und euch da draußen beruhigen. Sie kann auch alleine noch wundervoll schreiben.

Aus dem ersten Band wissen wir, dass Hope und Jayden sich gefunden haben und Hope mit seiner Hilfe ihre böse Vergangenheit vergessen kann. Doch da sind noch Prudence, ihre Schwester und ihre Mom, die im Zeugenschutzprogramm leben und für ein paar Tage zu Hope nach Manhattan kommen.
Auch Michelle, Hopes mütterliche Freundin treffen wir wieder, sie ist inzwischen Sekretärin bei Bradley und nicht nur das, sie tut wesentlich mehr für ihn, als in ihrem Arbeitsvertrag verlangt wird. So kann es auch nicht ausbleiben, dass Hope und Bradley sich kennenlernen, doch die beiden krachen sofort aneinander, was an den Gedanken liegt, die Hope sich bezüglich Michelles Chef gemacht hat, denn nach ihrer Meinung nutzt er seine Angestellte nur aus. Als Bradley sich einige Tage später bei Hope entschuldigen will, lernt er ihre Schwester kennen und sie geht ihm nicht mehr aus dem Kopf.

Teilweise habe ich bei diesem Buch gedacht, ich habe mich im Genre geirrt, denn es war spannend wie ein Krimi, so dass ich es nicht aus der Hand legen konnte, dann wieder war es so herzzerreißend, dass ich Pipi in den Augen hatte, so entsetzlich, dass ich den Mund nicht zubekam und so überwältigend, dass ihr es einfach lesen müsst.
Es ist einfach Mila drin, wenn Mila drauf steht und ich bin gespannt, was sie sich für 2017 alles ausdenkt. Fünf meiner Chaospunkte auch diesmal wieder für sie.





Montag, 21. November 2016

Interview --> Ella Green

Das "Küken" auf dem Autorensofa hat sich auch gerne Zeit für mich genommen und ich kann euch verraten, sie ist eine ganz Liebe, auch wenn sie nicht in einem meiner bevorzugten Genres schreibt



Steckbrief
Name: Ella Green
Geboren am/ in: 27.01.1983 in Tegernsee
Wohnort: Miesbach (Oberbayern)
Familienstand: in einer Beziehung
Kinder: keine


Am liebsten hab ich: die Berge, ruhige Abende zu zweit und Zeit zu schreiben

Gar nicht mag ich: Unruhe, Unehrlichkeit und Ignoranz

Erzähl doch ein bisschen über dein bisheriges Leben
Aufgewachsen bin ich im schönen Oberbayern in Miesbach, das ganz nahe an den Bergen ist. Wie jedes Kind/Jugendlicher besuchte ich die Schule. Nach meinem Schulabschluss machte eine Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau und arbeitete in diversen großen Firmen. Meine Hobbies sind reiten, wandern und Cupcakes backen.


Wie bist du dazu gekommen, zu schreiben? Und warum ausgerechnet in diesem Genre/diesen Genres?
Mit Anfang 20 versuchte ich einen Liebesroman zu schreiben, der aber nie fertig wurde. Erst zehn Jahre später, wagte ich es nochmal und so entstand mein Erstling „Er ist der Eine“.


Warum ich das Genre Liebe/Erotik wählte? Weil ich das selbst gerne lese.

Cupcakes backen *sabber Kreierst du auch eigene Rezepte? Backst du *frei Schnauze* oder streng nach Vorgaben? Zeig doch mal paar deiner Kreationen
Meine bisherigen Cupcake Kreationen sind alle frei erfunden und auf meinem „Mist“ gewachsen.

Und damit euch da draußen genauso wie mir das Wasser im Mund zusammenläuft, kommen jetzt einige ihrer Schöpfungen






Na? Hab ich zu viel versprochen?

Dein erster Versuch ein Buch zu schreiben … Existiert das unfertige Manuskript noch? Schreibst du es irgendwann fertig?
Es wäre schön, wenn es noch existieren würde und ich es beenden könnte, aber leider hat sich der Laptop von damals verabschiedet und die Datei ging verloren.


Du schreibst also quasi für dich selbst *lach Gab es in deinem Lieblingsgenre noch nicht genug Bücher, dass du selber welche schreiben „musstest“?
Ich schreibe für meine Leser ;-) Klar gibt es schon genug Bücher im Genre Erotik, aber die Themen, die meine Dramen haben, sind noch nicht so „populär“


Ich glaube, nach der letzten Antwort muss ich mich doch mal an ein Buch von Ella wagen ;) Auch dir recht herzlichen Dank für deine Zeit, liebe Ella und natürlich hat auch sie eine Homepage, guckt mal bei den Links. Da findet ihr noch andere interessante Autoren aus dem Bereich der Selfpublisher.

Interview --> Sabine Landgraeber

So nach und nach werde ich mir jetzt die Autoren vom roten Sofa schnappen für ein paar meiner Fragen und sehr sympathisch fand ich beim Messebesuch die Hawaii-Liebhaberin und demnächst muss ich dann auch endlich mal ein Buch von ihr lesen, denn wer so aussieht, schreibt bestimmt voll nach meinem Gusto



Steckbrief
Name: Sabine Landgraeber
Geboren am/ in: Vor langer Zeit in einem kleinen Ort namens Fritzlar
Wohnort: Berlin
Familienstand: verheiratet
Kinder: nein, leider nicht


Am liebsten hab ich: Zeit um nach Hawaii zu fahren ;-)

Gar nicht mag ich: Rote Beete

Erzähl doch ein bisschen über dein bisheriges Leben
Ich arbeite seit über zwanzig Jahren in der Fernsehbranche. Ich bin Regisseurin und drehe meistens für Serien, Telenovelas und Soaps. Manchmal mache ich auch einen Fernsehfilm, aber in diesem Jahr habe ich die ganze Zeit für die Produktion Sturm der Liebe gearbeitet.
Zum Schreiben bin ich erst sehr spät gekommen. Vor zweieinhalb Jahren habe ich mein erstes Buch herausgebracht. "Zufällig Hawaii" war der Startschuss zu einer ganzen Reihe. Inzwischen gibt es auch noch "Immer Hawaii" und "Wieder Hawaii". Außerdem gibt es zu dieser Reihe auch noch ein historisches Buch, "Picture Bride - Die Geschichte einer Fotobraut".


Außerdem habe ich eigene Erlebnisse in Indien in der Liebesgeschichte "Hochzeit nicht ausgeschlossen" mit einfließen lassen. Und dann gibt es auch noch einen Roman, der in meiner Berufswelt spielt, "Danke, aus und ab ans Meer".
Da Hawaii mich nicht loslässt, ( es ist für mich der absolute Traumort) habe ich ein neues Hawaii-Buch geschrieben, "Verliebt in Hawaii". Und dazu schreibe ich gerade die Fortsetzung, die spätestens Anfang nächsten Jahres auf den Markt kommt.


Wie bist du dazu gekommen, zu schreiben? Und warum ausgerechnet in diesem Genre?
Ich liebe es zu lesen und irgendwann habe ich mir mal die Frage gestellt, ob ich das auch hinbekommen würde, ein ganzes Buch zu schreiben.


Wow, Regisseurin. Interessant. Was hast du denn schon so gedreht? Magst du mal einen Drehtag ein bisschen beschreiben? 
Ich habe das mal ausführlich im Newsletter des Autorensofas gemacht:


Hawaii ist sicher wunderschön. Bist du zu Recherchezwecken das erste Mal dort gewesen oder entstand die Idee, deine Bücher dort anzusiedeln, als du dort Urlaub machtest?
Ich habe da oft Urlaub gemacht, einmal auch eine Sprachschule und dann war es einfach naheliegend. Ich liebe diese Inseln! Das letzte Mal, genau vor einem Jahr, habe ich dort ein neues Buch angefangen.


Wenn euch das nun noch nicht reicht, ihr noch mehr über Sabine erfahren wollt, besucht doch einfach ihre Homepage

Vielen Dank für deine Zeit, liebe Sabine und sobald ich was von dir gelesen habe, bekommst du das anhand meiner Rezension mit ;)

Samstag, 19. November 2016

Rezension --> Ilona Bulazel - Schmutzige Tränen


Mein erstes Buch von Ilona, aber garantiert nicht mein letztes, denn bis fast zum Schluss hatte ich keine Ahnung, wer der Täter ist und so soll es sein, damit es so richtig spannend ist.

Hauptkommissar Feinbach ist etwas anders, er sagt, was er denkt, sowohl privat als auch beruflich, trinkt und hält nichts von ehelicher Treue. Nichtsdestotrotz meint sein Chef, nur er kann den Mord an Jo, seines Zeichens Stricher, aufklären. Doch Jo bleibt nicht der einzige Tote und auch ein Kollege von Feinbach muss dran glauben.
Die Schwester dieses Kollegen, zur Tatzeit noch minderjährig und plötzlich allein auf der Welt, denn kurz vor ihrem Bruder verunglückten die Eltern der beiden tödlich, kann den Tod ihres Bruders nicht verarbeiten und zehn Jahre später beginnt die Mordserie wieder.

Ilona schreibt flüssig, fesselnd, mitreißend und spannend, so dass es mir schwer fiel, das Buch aus der Hand zu legen.
Das Cover ist zum Zugreifen und im letzten Drittel wird auch der Bezug dazu in der Geschichte hergestellt.
Das Ende ist vollkommen anders als erwartet und wie oben schon gesagt, habe ich ganz lange nicht geahnt, geschweige denn gewusst, wer diese Morde begangen hat.
Zwar hatte ich immer wieder Verdächtige im Kopf, die sich aber alle nicht bewahrheiteten.
Volle fünf Chaospunkte und ich freue mich schon auf den nächsten Thriller von dieser Autorin, Nachschub genug liegt schon hier.

Freitag, 18. November 2016

Dies & Das - Versteigerung von Büchern zugunsten des Kinderhospizes Bärenherz Wiesbaden

Einige von euch wissen ja, das ich bei Facebook die Gruppe der *wandernden Rezensionsbücher* ins Leben gerufen habe.

Nun haben in den letzten Wochen die ersten Bücher ihre Reise beendet und wurden von den Autoren und Autorinnen zur Verfügung gestellt, damit ich sie versteigern darf. Das geschieht natürlich zu einem guten Zweck und zwar für das Kinderhospiz Bärenherz Wiesbaden, das bei uns auf dem Dörfli schon seit einiger Zeit durch einen jährlichen Flohmarkt unterstützt wird.

Warum gerade dieses Kinderhospiz?


Zum einen, weil ich es eben durch diesen Flohmarkt kenne, zum anderen wegen der räumlichen Nähe und zum dritten, weil Hospize allgemein eine tolle Sache sind und Kinderhospize noch viel mehr.

Damit ich auch möglichst bald eine Spende überweisen kann, gebe ich pro gespendetem Autorenbuch noch eines von meinen eigenen dazu (damit ich hier wieder mal etwas mehr Platz habe ;) ) und hoffe natürlich, dass es wirklich so laufen wird, wie ich mir das vorgestellt habe.

Und nein, das ist keine Vorweihnachtssache, es werden immer wieder neue Bücher, die am Ziel ihrer Wanderung angekommen sind, dazu kommen.

Allerdings werde nur ich Bücher einstellen, weil es einfach zu diffizil wird dann mit den zu überweisenden Beträgen, denn zum Höchstbetrag kommen noch die Portokosten dazu, die ich leider nicht auch noch spenden kann :(

Wer allerdings Lesestoff spenden möchte, darf sich gerne mit mir in Verbindung setzen ;)

Nun wollt ihr noch wissen, wo ihr die öffentliche Gruppe bei Facebook findet? Verrat ich euch, guckt mal hier und habt beim eventuellen Bieten immer im Hinterkopf, dass es für die Kinder ist.

Vielen Dank 💕💕💕

Donnerstag, 17. November 2016

Rezension --> Josie Charles - Tief wie das Meer


Über ein Jahr führten Emily und Austin eine Fernbeziehung, doch dann hat er sich in Kalifornien so weit *eingenistet*, dass sie ihr geliebtes New York verlassen und zu ihm ziehen kann. Oft gesehen haben sie sich in dieser Zeit nicht, doch Emily ist fest davon überzeugt, dass sie sich schnell wieder aneinander gewöhnen, sie in Nullkommanichts einen Job findet und alles gut wird.
Doch sehr schnell stellt sie fest, dass Austins Pläne für ihr gemeinsames zukünftiges Leben nicht mit den ihren übereinstimmen. Nicht ganz unschuldig an dieser Entdeckung ist ein Surfer, den sie von ihrem neuen Zuhause aus beobachten kann und der sich als ihr neuer Nachbar herausstellt.

Wie sieht nun also Emilys Zukunft aus?

Was ein bildhafter Schreibstil, der mir da auf meinem Reader vergnügte Stunden bereitete, ich sah das Meer vor mir, hörte die Wellen rauschen, fühlte den Strand unter mir und wünschte mir, dort sitzen zu können in diesem weißen feinen Sand. Da das nicht möglich war, genoß ich die Geschichte um Emily und ihr neues Leben, das für mich, die ich total unsportlich bin, sehr spannend war, konnte ich doch tief eintauchen in das Drumrum. Auch wurde mir mal wieder bestätigt wie wichtig Freundschaft doch ist und immer bleiben wird. Ein tolles Buch, das in einer noch tolleren Gegend handelt und ich bin total neugierig auf die Fortsetzung. Fünf Chaospunkte.

Mittwoch, 16. November 2016

Rezension --> Gelb



Der Karina Verlag in Wien hat gerufen und viele Autoren folgten, um eine ins Auge fallende Serie zu produzieren, die in keinem Bücherregal fehlen darf.

Rund um die Farbe Gelb ist der zweite Band und sage und schreibe mehr als 50 Autoren und Autorinnen haben ihren Kopf geplagt um ihm Geschichten und Gedichte zu entlocken. Es gibt Unterthemen um die Sonnenfarbe, die da lauten: 
GELB
wie Anfang und Ende
wie das Leben
wie im Märchen
und andere
und alle sind mit ganz viel Herzblut geschrieben.

Einige meiner Lieblingsgeschichten sind zum Beispiel "Das Spinnennetz" von Sandra Paul, "Honiggeruch, Bienen und Blütenduft" von Sebastian Görlitzer oder "Das gelbe Fräulein Spargut" von Marianne Schäfer. Zutiefst berührt und erschüttert hat mich Alexandra Innocenti mit "Sunshine"

Die ersten fünf Bände (Weiß, Gelb, Rot, Violett und Blau) stehen bereits bei mir, doch wegen des trüben und grässlichen Wetters habe ich als erstes zu Gelb gegriffen, um wenigstens ein bisschen Helligkeit vor Augen zu haben und ich war begeistert, von den vielseitigen Gedanken, die sich die Schreiberlinge gemacht hatten.

Ein ganz dickes Danke an den kleinen Verlag, der sich mit solchen Anthologien sehr viel Arbeit aufhalst und immer für beide Seiten ansprechbar ist. Es sind zu viele Geschichten, um alle zu bewerten, daher messe ich meinen Gesamteindruck an vier wohlverdienten Chaospunkten.

Rezension --> Emma C. Moore - Finian Blue Summers


Außergewöhnlich und unvergesslich

Rayne ist 19 und ein Star. Das hat massive Einwirkungen auf ihr Leben, denn wenn es nach ihrem Vater geht, darf und durfte sie bisher nichts, was andere Mädels in ihrem Alter dürfen und durften. Sie hat nie eine Schule besucht, sie kann nicht Fahrrad fahren, sie war noch nie in einer Disco .... Als ihre Großmutter im Sterben liegt und sie nicht zu ihr fahren darf, tritt sie in den Sprechstreik und landet in einem privaten Sanatorium. Dort lernt sie Finian, einen Praktikanten kennen und er ermöglicht ihr, aus ihrer *Gefangenschaft* auszubrechen.

Eine hinreißende Geschichte, die Emma hier verfasst hat, abwechselnd wird aus Raynes und Finians Sicht berichtet und ich musste so manches Mal heftig den Kopf schütteln ob der Dominanz des Vaters und der Gleichgültigkeit der Mutter. Der Schreibstil ist fesselnd und spannend, flüssig und bemerkenswert. Das Cover fiel mir schon auf der Buchmesse auf und ich griff nach dem Buch, um den Klappentext zu lesen. Kurz danach holte ich es mir auf den Reader und habe es verschlungen, es hat den Platz unter den letzten fünf beim Storyteller Award verdient und bekommt von mir fünf Chaospunkte.

Rezension --> Andrea Bielfeldt - Nilamrut, Im Bann der Ringe


Cat, 17, träumt von einem Jungen und obwohl sie einen Freund hat, verliebt sie sich in diesen Fremden. Plötzlich steht er vor ihr und sie wird ihn von nun an täglich sehen, denn er wird viele Kurse an der Schule mit ihr zusammen haben. Allerdings sind diese Kurse nicht das Einzige, was sie gemeinsam haben, wie sich herausstellt. Ihre Bekanntschaft geht 200 Jahre zurück, als über Rics Familie ein Fluch gesprochen wurde und auch eine Legende um die Ringe, von denen beide den gleichen tragen, beeinflusst ihr Leben.

Schaffen sie es den Fluch zu brechen? Oder wird der Fluch sie einholen?

Das war mein erstes Buch von Andrea und ich war hingerissen.
Sie hat eine Schreibe, die mich etliche Nächte etwas weniger schlafen ließ, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht, die mich den Kindle auch tagsüber immer wieder in die Hand zu nehmen zwang, denn die Geschichte ist so spannend, fesselnd und mitreißend, dass ich in jeder freien Minute zwei, drei Seiten verschlingen musste, auch wenn ich nicht zur angesprochenen Altersgruppe gehöre. Auch das Cover ist wunderschön und geheimnisvoll, so dass ich es auch als Print sofort in die Hand genommen hätte, wenn es mir über den Weg gelaufen wäre.


Danke Andrea für die tollen Stunden, die du mir beschert hast und noch verschaffen wirst, denn die Folgebände warten schon auf mich. Einen ganz tiefen Griff in meine Kiste habe ich getan und fünf Chaospunkte rausgeholt.

Rezension --> Ivy Sand - Liebe, Sex und andere Probleme


Drei Kurzromane hat Ivy hier in einem Buch zusammengefasst, wovon ich einen (Novemberglück) vorher schon gelesen und rezensiert hatte, daher werde ich auf ihn nicht näher eingehen.

Gefühle haben kein Verfallsdatum --> Mia trifft bei ihrer Arbeit ihren Exfreund wieder und merkt, dass sie immer noch nicht über ihn weg ist. Kann aber das alte Verhältnis wieder hergestellt werden? Verlässt sie ihren derzeitigen Freund?

Popstars rufen nicht zurück --> Nora lernt beim Speed Dating einen tollen Mann kennen und trotz klarer Ansage von wegen One Night Stand verliebt sie sich.
 
Novemberglück --> siehe beim Einzelband

Auch die für mich neuen Kurzgeschichten haben mich begeistert. Ivy hat die Gabe, Themen aufzugreifen, die immer aktuell sind und bleiben und verpackt sie so hervorragend, dass jeder Leser, der sich in diesem Genre zuhause und wohl fühlt, begeistert sein wird. Ihr Schreibstil ist einnehmend und herzerfrischend, nochmal vier Chaospunkte. Ich warte dann mal auf eine längere Geschichte, deswegen muss ich mir die Handvoll noch aufheben.

Montag, 14. November 2016

Rezension --> Mira Morton - Carol`s Christmas


Frei nach der Geschichte von Charles Dickens über den geizigen und gefühlskalten Ebenezer Scrooge, schenkt uns Mira schon jetzt ihre besondere Weihnachtsgeschichte. Bei ihr wird aus Ebenezer eine Frau, die nach dem Tod ihrer geliebten Schwester einfach nicht mehr so sein kann wie zu deren Lebzeiten. Mehr möchte ich zu der Erzählung nicht sagen, denn im Prinzip sollte sie allgemein bekannt sein.

Mira allerdings macht daraus eine liebenswerte, heitere, aber auch traurige Novelle, die natürlich in ihrem geliebten Wien spielt. Diesmal sind ein paar mehr typisch österreichische Begriffe enthalten, die auch ich als Vorableserin nachgucken musste, weil ich mir nicht sicher war, ob es sich um Vertippsler handelte. Ich sag nur "Schlapfen" *zwinker

Berührend hat sich Mira der Version aus 1843 angenommen und sie modernisiert, auch wenn inhaltlich prinzipiell nichts zu ändern ist an diesem Werk, denn es gilt heute noch so wie vor knapp 175 Jahren. Dies möchte ich mit einem Zitat aus Miras Darstellung betonen: >>Den Geist von Weihnachten das ganze Jahr hindurch im Herzen zu tragen, das ist der Sinn des Lebens.<<

In diesem Sinne, allen ein Frohes Fest und für die liebenswerte Autorin mal wieder fünf Chaospunkte.

Freitag, 11. November 2016

Rezension --> Nadja Losbohm - Die Jägerin, Vergangenheit und Gegenwart


Eine Gruppe der anonymen Pancakoholics hätte Ada gerne. Oder doch nicht? 

Denn laut dem "Blutrausch" ist Pater Michael, weltbester Pancakebäcker ja tot. Oder doch nicht? 

Ich kann es euch nicht verraten, denn sonst ist ja der Cliffhanger aus dem zweiten Band, den die Autorin so geschickt platzierte, zum Teufel für die, die den dritten Band um die Jägerin Ada lesen wollen. 
Ich sag euch nur soviel, wenn ihr die ersten zwei Bücher gelesen habt, lest ihn, den Band in dem es um die Vergangenheit und Zukunft geht. 

Wessen Vergangenheit und Zukunft? 

DAS müsst ihr schon selber rausfinden ;)

Lange habe ich den dritten Band vor mir hergeschoben, weil ich gar nicht wissen wollte, wie es Ada ohne den Padre gelingt, die Monster und was des nächtens alles so kreucht und fleucht weiterhin zu jagen, aber dann hab ich es doch in die Hand genommen, das Buch und war wieder einmal begeistert, von den Ideen der Autorin, mit denen sie den Leser einnimmt. 


Auch wenn sie das Buch erneut mit einem ganz fiesen Cliffhanger beendet, steht doch ganz hinten >>Fortsetzung folgt ... << und diesmal lass ich mich nicht verarschen und werde den folgenden Band nicht so lange liegen lassen. 

Volle fünf Chaospunkte hat Nadja verdient.

Donnerstag, 10. November 2016

Interview --> Verena Grüneweg

Anlässlich des Trailers zum ersten Teil ihres Jugend-Fantasy-Buches Malvadins Zauber "Wusch" hat meine *Blumenfrau* Rena Zeit für mich gefunden und wer in Norden einen hübschen Strauß braucht, muss nach dieser Frau in einem Blumenladen Ausschau halten




Steckbrief

Name: Verena Grüneweg
Geboren am: 29.09.1965
Wohnort: Norden
Familienstand: verheiratet
Kinder: 2 wundervolle Töchter, auf die ich mächtig stolz bin



Am liebsten habe ich:
Ruhe. Ich meine eine ganz bestimmte Art von Ruhe. Es ist diese innerliche Ruhe, die für mich gleichzusetzen ist, mit Zufriedenheit und Glück. Seltene Augenblicke, die aber für mich mehr als wertvoll sind, denn meistens setze ich mich selber unter Druck. Will alles noch perfekter machen und gebe keine Ruhe, bis ich glaube das erreicht zu haben, was ich mir vorgestellt habe. Glaube mir, das kann dauern! Darum, umso kostbarer der Augenblick, wenn ich mich zurücklehnen kann und endlich mit mir selbst zufrieden bin.



Gar nicht mag ich:
Natürlich Intoleranz und Rassenhass. Eben die Dinge in der Welt, die wir alle nicht gut heißen sollten. Aber wenn ich in meinem eigenen Umfeld, das mich selber im Alltag häufiger betrifft, umschaue, muss ich sagen, ich mag es nicht, wenn man mich ausnutzt und für dumm verkauft. Wie du vielleicht fest gestellt hast, bin ich ein sehr Harmonie liebender Mensch und auch viel zu gutmütig. Darum erlebe ich häufig, dass Menschen genau das bei mir ausnutzen. Leider bin ich nicht dumm oder naiv und merke sehr schnell, dass ich benutzt werde. Schade, wenn dadurch etwas, was ich für eine gute Freundschaft hielt, kaputt geht. Ach ja und ich hasse warten sowie Unpünktlichkeit. Das macht mich nervös und regelrecht kirre.



Erzähl doch ein bisschen über dein bisheriges Leben
Mein Leben?
Chaotisch würde ich sagen. Oft mehr als schmerzhaft und manchmal dachte ich es geht nicht mehr weiter. Ich weiß, ich habe viele Dinge erlebt an denen andere wahrscheinlich zerbrochen wären. Der Tod meiner jüngsten Tochter Coralita, die mit zwei Jahren durch einen Unfall, an dem ich mir lange die Schuld gab, ums Leben kam. Die Ehe mit einem Alkoholiker, dessen Hobby es war, mich zu schlagen. Ja auch am Existenzminimum habe ich gelebt, aber ich habe Glück gehabt. Das Glück, dass es wohl eine Stärke in mir gibt, die mich immer weiter vorantreibt. Die es nicht zulässt aufzugeben und mir hilft, stark zu sein für meine Familie und für mich selbst. So schlimm all das war, was ich erlebte(ich möchte dir nicht jedes kleinste Detail erzählen, wäre viel zu lang) es hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Dafür bin ich dankbar, denn ich bin eine glückliche Frau mit Menschen, die mich lieben, an meiner Seite.


Aber vor allem machte genau dieses Leben mir ein wertvolles Geschenk: zu erkennen wie wichtig die Menschen in meinem Leben sind und sie gut zu behandeln. Wie meinen zweiten Ehemann, meine Töchter, aber auch meine Freunde; sie alle zu sehen als das, was sie sind - wertvoll und einzigartig.


Wie bist du dazu gekommen, zu schreiben? Und warum ausgerechnet in diesem Genre?
Wie ich zum Schreiben gekommen bin?
Na ja, ich habe immer das Schreiben geliebt wie viele andere Autoren auch. Aber wirklich richtig begonnen habe ich es als eine Art Therapie. Darum nenne ich auch meine Geschichten Seelenpflaster. Wenn du etwas schreibst, hilft es dir Dinge klarer zu sehen. Dein eigenes Leben, deine Probleme oder was dich gerade beschäftigt, dir Angst macht oder ähnliches. Es hilft Entscheidungen zu treffen und manchmal Wege zu gehen, von denen du nie gedacht hättest, dass sie möglich sind. Wiederum lehrt dich auch das Schreiben mehr Verständnis aufzubringen, denn du schlüpfst in die Haut eines anderen. Lebst in deinen Geschichten ein fremdes Leben und mit jedem Wort, das du zu Papier bringst, wird es immer mehr zu deinem eigenen. Jedenfalls ist das bei mir so.

Manchmal - in ganz besonders stressigen Zeiten - ist es für mich wie eine Heilung nach Malvadin zu entfliehen und dort den Ernst, die Probleme hinter mir zu lassen. Einfach ein Kind oder eben Wusch zu sein. Ob du es glaubst oder nicht in meiner magischen Welt tanke ich Kraft die mir hilft den Alltag zu überstehen.


Zum zweiten Teil deiner Frage:
Ich schreibe ja in unterschiedlichen Genres. Meine Kurzgeschichten lassen sich eigentlich nicht wirklich einordnen. Einerseits probiere ich gerne Neues aus und dafür bietet eine Anthologie die beste Möglichkeit. Andererseits sind sie wie oben bereits erwähnt meine Seelenpflaster.
Ansonsten liebe ich es Thriller oder Fantasy zu schreiben. Bei den Thrillern tobe ich mich aus. In diesen Büchern darf ich mal böse sein und meine dunkle Seite, die jeder Mensch meiner Meinung nach in sich trägt, ausleben.

Wenn ich Fantasy schreibe, erwacht das Kind in mir, welches diese Märchenwelt während ich von ihr erzähle, erlebt. Und ganz ehrlich? Ist es nicht wundervoll, Welten zu erschaffen, magischen Geschöpfen Leben einzuhauchen und mit ihnen Abenteuer zu erleben? Ist es nicht wundervoll, wenn du durch das Schreiben abtauchst, dich so intensiv damit beschäftigst, dass du fast das Gefühl hast, du hättest es wirklich erlebt. Ehrlich ich möchte niemals darauf verzichten


Die Geschichte hinter dem Trailer ... wie kamst du auf diese Idee?
Es war eine gemeinsame Idee von Tim Detmers, der ein sehr kreativer Kopf und Inhaber von Promotionfilm ist, und mir. Er war begeistert von meinem Buch Malvadins Zauber-Wusch und war, wie ich, der Meinung wir müssten eine besondere Werbung für meine kleine Heldin machen. Einen etwas anderen Trailer, um ihre Geschichte noch bekannter zu machen. Gesagt, getan und ich hoffe das Ergebnis wird euch gefallen.



Konntest du beim Filmen dabei sein? Wie war das für dich?
JAAAAAA und es war toll. Wie sich die Hauptdarstellerin Julia Eydina Bertram in Wusch verwandelte und sie wirklich toll spielte. Zu sehen wie viel Arbeit hinter einem doch wirklich kurzen Trailer steckt, wie viele Einspielungen es braucht um nur eine winzige Szene fertig zu stellen, faszinierend. Aber zu guter Letzt bei allem was dort gefilmt wurde und bei allem was dabei besprochen wurde, zu wissen es geht um mein Buch - unbezahlbar...



Und weil er soo wunderschön wurde, hier nun der Link zum Trailer



Ganz herzlichen Dank, liebe Rena für dieses Interview, das uns zwei beide noch mehr zusammenführte, als wir vorher schon waren *umärmel und danke für dein Vertrauen mir als einer der ersten von deinem neuen Projekt zu erzählen und das dann auch noch persönlich am Telefon. Irgendwann machen wir das auch persönlich, das Reden miteinander *freu

Montag, 7. November 2016

Blogtour --> Catron von Anja Berger

Heute beginnt die Blogtour um Catron von Anja Berger, beginnend beim Trio des Büchertraums

Schaut mal rein, die Autorin gibt heute viel über sich preis

Korrekturlesen

macht richtig Spaß, eben hab ich an zwei Autorinnen die Resultate meiner Adleraugen geschickt und freue mich immer wieder, wenn die auch berücksichtigt werden. Selbstverständlich werdet ihr die Rezensionen zu lesen bekommen, sobald die Bücher veröffentlicht sind.

Ihr werdet Freude haben an diesen Büchern, denn ich hatte sie auch. Nur noch etwas Geduld müsst ihr haben.

Samstag, 5. November 2016

Rezension --> Rubi Khen - Plötzlich ohne dich, Aus der Trauer zu neuem Leben


Rubi berichtet in ihrem Debütroman, der dieses Jahr überarbeitet neu veröffentlicht wurde von etwas, was einer Mutter niemals geschehen sollte. Nämlich dem Tod ihres Kindes.
Ihre Tochter ist leider viel zu früh, mit gerade mal drei Jahren verstorben aufgrund eines häuslichen Unfalls, der viele Fragen aufgeworfen hat, die alle mit *Warum* begannen.
Wie sie und auch ihre Familie, so weit sie es erfassen konnte, mit diesem Verlust weiterleben konnten und können, welche Wege sie suchte, um mit der Trauer und dieser wunden Stelle in ihrem Herzen umzugehen, beschreibt sie ehrlich und authentisch, zeigt Wege auf, um anderen Betroffenen Möglichkeiten zu geben, mit eigenen Lücken im Leben klar zu kommen.

Selber Mutter von drei, inzwischen erwachsenen Kindern, konnte und kann ich mir nicht vorstellen, eines meiner Kinder durch den Tod zu verlieren. Eltern sollten nie nach ihrem Nachwuchs den letzten Gang antreten müssen, auch wenn ich in letzter Zeit in Todesanzeigen vermehrt die von Kindern und Jugendlichen, die ihr Leben noch vor sich hatten, lesen muss.
Auch wenn der Tod zum Leben gehört, ist es doch für jeden Menschen schwer, einen geliebten Angehörigen gehen lassen zu müssen, wie schwer muss es dann erst sein, ein kleines Kind *zurückzugeben*?
Doch auch wenn es kein Kind ist, um das der Leser trauert, kann Rubis Buch eine Hilfe sein, um mit der Betrübtheit existieren zu können. Natürlich sind nicht alle dargestellten Möglichkeiten für jeden Menschen annehmbar, doch jeder möge das mitnehmen - wie immer und überall im Leben - was für ihn akzeptabel und durchführbar ist.
Ich habe noch ganz viele Gedanken, über die ich mich gerne austauschen würde und werde das auch tun, indem ich den Kontakt zu der Autorin suche. Sie hat meine volle Anteilnahme und ich bewundere sie für ihre Offenheit, daher fünf Chaospunkte.

Rezension --> Anna Maria Kuppe - Der Rabauke und die Biene


Zwei Brüder, David - liebevoll mit dem Spitznamen Rabauke bedacht - und Dennis - die schmusige Biene - erzählen, wie sie ein neues Zuhause bekommen haben, was sie dort alles erleben durften und wie viel Liebe ihnen von ihrer neuen *Mama* geschenkt wurde. Da fehlt noch was? Ach ja, es handelt sich um zwei Kater, die wohl in ihrem alten Heim nicht sehr gut behandelt worden waren.

In jedem Wort ist Anna Marias Liebe zu ihren Katern zu lesen, sie beschreibt mit einfachen Worten, wie sehr die zwei ihr Leben bereichert haben. Jeder Katzen-, nein, jeder Tierliebhaber wird sich wieder erkennen können, mir ging es jedenfalls so. Und Kinder, die entweder schon selber lesen oder sich vorlesen lassen, werden lernen, wie mit Tieren umzugehen ist. Ganz lieb sind auch die Illustrationen zwischen den einzelnen Kapiteln. Vier Chaospunkte kann ich vergeben.

Rezension --> Ivy Sand - Novemberglück


Sie lernen sich in einem Forum kennen, Janie04 und Quo Vadis, als Janie04 in ihrer Angst vor dem Novemberblues anfragt, wie sie den Herbst überstehen kann. Außer dämlichen Antworten - die man in sozialen Netzwerken immer und überall bekommen kann - schlägt ihr eben Quo Vadis vor, sich abzulenken und nach einigem Hin und Her stellt er ihr jeden Tag eine Aufgabe, die sie den tristen, grauen November vergessen lassen soll. Nun beginnt ein einseitiger Mailverkehr, in dem Janie04 (Katja) Quo Vadis berichtet, was sie über seine Lektion denkt, ob und wie sie sie *abarbeiten* wird und ob sie es geschafft hat. Natürlich versucht sie auch mehr über den Menschen hinter den Übungen zu erfahren, doch der schweigt sich aus.

Ivy hat hier eine witzige Kurzgeschichte verfasst, die allerdings auch nachdenklich macht. Denn gerade der November oder auch generell der Herbst lassen viele Menschen sich abkapseln, einlullen in den Blues und sich zuhause gehen zu lassen. Die Sache mit den *Übungen* für jeden Tag kann jeder im Prinzip auch alleine für sich machen, doch viel interessanter ist es, die von einem anderen *aufgedrückt* zu bekommen, weil dann nicht schon vorher bekannt ist, was auf einen zukommt und vor allem auch eine gewisse *Kontrolle* da ist, dass man sich nicht drückt. Ich habe gelacht, war traurig und habe mich am Ende gefreut. Worüber kann ich euch aber nicht verraten, denn sonst wäre ja der Gag des Buches weg. Lest selber, denn auch wenn es *nur* eine kurze Geschichte ist - Hallo, der November hat schließlich bloß 30 Tage - ist sie durchaus lesenswert (und die Leseprobe am Ende hat mich durchaus neugierig gemacht auf mehr von der *frischen* Autorin) Vier meiner Chaospunkte hole ich aus der Kiste.

Mittwoch, 2. November 2016

Rezension --> Alina Jipp - Der Arzt meiner Tochter


Von jetzt auf gleich ist das Leben von Maddie anders, ganz anders, denn ihre dreijährige Tochter hat einen Hirntumor, ihr Mann gesteht, sie betrogen und das Geld für die Krankenversicherung nicht dorthin geschickt, sondern der Geliebten gegeben zu haben.

Wie soll sie damit weiterleben?

Wie sollen die Kosten für Paulas Behandlung bezahlt werden?

Hat die überhaupt noch Sinn?

Sogar ihre Mutter versucht ihr klarzumachen, dass ihr *Baby* in einem Heim besser aufgehoben ist, doch da taucht Dr. Baker aus New York auf und erklärt ihr, dass er eine Chance sieht, Paula zu retten. Allerdings schlägt er Maddie im Gegenzug vor, dass sie in Zukunft als ..... *upps*

Da wäre mir doch fast was vom Inhalt rausgerutscht, was ihr lieber selber lesen solltet, denn lesenswert ist der Debütroman von Alina allemal.

Ich war so eingebunden, dass ich ihn an zwei Abenden und einem Nachmittag - Feiertag sei Dank - durch hatte. Es ist eindeutig zu erkennen, dass die Autorin selbst Mutter ist, denn nur eine Mutter kann so handeln, um ihrem Kind ein Leben zu ermöglichen.
Auch wenn die Handlung teilweise an "Pretty Woman" erinnern mag, so ist sie doch ganz weit davon entfernt.
Der Schreibstil der jungen Autorin ist flüssig und einnehmend, die Charaktere des Romans werden sehr überzeugend dargestellt.
Die Erzählung macht einfach Lust auf mehr von Alina, fünf Chaospunkte.