Dienstag, 28. Februar 2017

Rezension --> Jo Berger - Leonardos Zeichen


Leonardo, Halbitaliener erbt sein ehemaliges Elternhaus in Kalabrien.

Anna, die er kurz vor dem geplanten Umzug erst kennenlernte, verspricht ihm, baldmöglichst nachzukommen.

Frau Wahlberg, Annas Mutter, will nicht, dass ihre Tochter soooo weit weg zu den *Spaghettifressern* umzieht

und

Marc, Annas Exfreund, der sie lange genug an der kurzen Leine hielt, will sie auf jeden Fall zurückhaben.

Dazu kommen noch etliche Freunde und auch Fremde, die ein Schild samt Inschrift, das Leonardo als Willkommensgruß für Anna bastelte und über die Haustür hing, wörtlich nehmen und den beiden frisch Verliebten kaum Zeit für einander lassen.

Kann das gut gehen?


Eine heitere, aber auch nachdenklich machende Geschichte von Jo, in der ich sofort bei Anna war, die gerne jeder Auseinandersetzung aus dem Weg geht.

Oder ging in ihrem Leben vor Leonardo?

Denn plötzlich, vor allem, nachdem sie seinen Gruß auf besagtem Schild gelesen hat, ist sie wie umgewandelt und kann ihr Dasein genießen. Sie erinnert sich an Sprüche der Oma wie

>>Finde den Mann, der dich mit Liebe betrachtet, wenn du schläfst.<<


oder von Opa


>>Erwarte nichts, dann wirst du auch nicht enttäuscht werden.<<


Gepackt hat mich die Autorin schon mit dem Gedicht von Erich Fried 


quasi als Entrée ins Buch und nicht mehr losgelassen mit vielen kleinen Aussagen und Handlungen - vor allem von Anna - die mir von Seite zu Seite sympathischer und liebenswerter wurde.

Alles in allem ein rundum gelungenes Buch, das den Leser entführt und heilt, denn wie habe ich neulich entdeckt:

>>Lesen hält gesund, so das Ergebnis einer Studie<<

gerade in meinem Alter *lach

Und da sind Jos Bücher bestens geeignet, natürlich auch für jüngere Leser. Ich freue mich jedenfalls schon auf das Nächste von ihr und verpasse ihr - wieder einmal - fünf Chaospunkte

Rezension --> Timo Leibig - Grenzgänger


>>Danke sagen. Das war wirklich nicht leicht, und dabei war es ihren Augen so wichtig.<<

denkt Cahide irgendwann während des vierten Falles des Ermittlerduos Goldmann/ Brandner.

Aber wer ist nun Cahide?

Sie ist maßgeblich beteiligt daran, den neuen Fall zu lösen, denn Eleonore Goldmann hat sich ja dem Chef gegenüber endlich *geoutet* und ist erst mal beurlaubt (wobei sie es natürlich trotzdem nicht lassen kann, den Noch-Kollegen und zukünftigen Ex-Partner über das *frische* Verbrechen auszufragen und ihren Senf dazu zu geben).

Diesmal geht es um den Mordversuch an einem Sohn reicher Eltern, der dann trotz Polizeischutz fliehen kann, zwar immer wieder auftaucht, aber seinen Plänen folgen und sie ganz knapp verwirklichen kann.


Da ich nicht Cahide heiße, sage ich dem Autor ein von Herzen kommendes Danke, denn den Grenzgänger fand ich einfach exzellent, phänomenal, erstaunlich und überdurchschnittlich.
Nach dem Totenschmaus kürzlich dachte ich, das war es nun, da kann nicht mehr mehr kommen, aber es kam noch mehr, Timo hat es geschafft seine signifikante Schreibe noch einmal zu steigern und die Mafia ins friedliche Mittelfranken zu holen.

Oder sollte das inzwischen dort normal geworden sein?

Egal!

Aufwühlend ist es, die Weiterentwicklung eines jungen Schreiberlings zu verfolgen, die dieser in den letzten 20 Monaten durchlaufen hat. Ich schätze, dass er zum Schreiben des "Grenzgängers" wesentlich länger brauchte als ich zum Lesen, aber ich konnte das Buch nicht weglegen, weil ich wissen wollte, wie es weiter- und ausgeht.

Danke Timo, mach weiter so, fünf Chaospunkte

Rezension --> Katharina Gerlach - Amadi


Amadi ist 13 und lebt in einem Harem, doch sie kann sich nur schwer mit den Gesetzen und Gewohnheiten dort abfinden, so dass sie sich ständig davon schleicht und ihre Tage auf dem Souk verbringt, das Treiben dort verfolgt und ab und zu auch etwas mitgehen lässt.
Ganz schlimm wird es für sie, als ihre Halbschwester verheiratet werden soll. Diesem Schicksal will sie unbedingt entgehen und ergreift die Chance, als eine Meisterdiebin sie als Lehrling haben möchte.
Doch bald schon geraten beide in Lebensgefahr und Amadi flieht, obwohl sie die Aufnahmeprüfung in die Diebesgilde bestanden hat.

Schafft sie es, herauszufinden, wer sie tot sehen will

Kann sie sich selbst retten?


In Form eines dreiteiligen Märchens hat die Autorin die Geschichte von Amadi niedergeschrieben und es ist interessant in die Welt des Orients einzutauchen und zu erfahren, wie die Frauen und Mädchen in einem Harem leben.

Spannend schildert Katharina Amadis Geschichte, die durchaus für das angegebene Alter geeignet ist, aber auch für Erwachsene, um einige wenige Stunden dem Alltag zu entfliehen. Denn für Märchen ist keiner zu alt, geschweige denn für Märchen aus 1001 Nacht. Weil auch an diesen Geschichten immer etwas Wahres ist und es macht Spaß in den Texten von Katharina dieses Wahre zu suchen und vor allem zu finden, neben all der Magie und Fantasie, die vorhanden ist. 

Ganz klare Leseempfehlung ohne Altersbegrenzung nach oben. Fünf Chaospunkte.

Rezension --> Andrea Bielfeldt - Nilamrut, Die Hoffnung erwacht



>>Vertrauen ist die Basis, auf der sich alles andere aufbaut.<<

Das Finale der Trilogie um die drei Ringe, die am Ende des mittleren Teiles verschwunden sind. Damit auch jede Hoffnung auf ein Brechen des Fluches, der auf Rics Familie lastet. Cat ist durch den Diebstahl am Ende ihrer Kräfte angelangt. Doch auch Ann und Levian fühlen, dass ihre Beziehung dem Ende entgegen geht, denn Ann soll aufgrund eines Jahrhunderte alten Paktes geopfert werden.

Schaffen die Freunde es, den Kampf zu gewinnen?


Spannend geht die Geschichte zu Ende und am liebsten hätte ich noch ewig weitergelesen.
Viele neue Aspekte tauchen auch im letzten Teil noch auf, von denen der Leser bis dato keine Ahnung hatte, was den Spannungsbogen nochmal nach oben zieht. Ganz nach oben.

Andrea hat einfach einen Stil zu schreiben drauf, der den Leser von der ersten Minute bis zur letzten in seinen Bann zieht. Ach was sag ich, von der ersten Sekunde an. Und sie beweist, dass Fantasy nicht unbedingt mit unmenschlichen Figuren sein muss.

Ganz wichtig ist auch die Erkenntnis, dass Freundschaft, richtige, echte Freundschaft immer sehr wichtig ist im Leben. Mein herzlichster Dank an die vielseitige Autorin für diese Geschichte und volle Punktzahl.

Ein Zitat hab ich noch für euch, Cat hatte Ric erzählt, dass sie von ihn geträumt hatte, sich allerdings hinterher darüber geärgert und dachte so vor sich hin:

>> 'Du warst in meinen Träumen', das war fast so wie: 'Ich habe eine Wassermelone getragen'. Total hirnrissig und absolut das Oberpeinlichste, was ich hatte sagen können.<<


Rezension --> Sabine Landgraeber - Danke Aus und Ab ans Meer


Was fängt eine Serienschauspielerin mit ihrem Leben an, wenn sie in *ihrer* Serie nicht mehr gebraucht wird?

Erst mal umziehen, denn die Wohnung, in der sie lebt, soll ihre Nachfolgerin beziehen.

Dann den Freund und Produzenten zum Teufel jagen, denn er hat ein Verhältnis mit besagter Nachfolgerin und sie auch beruflich nicht gerade vorteilhaft beraten.


Sich um ihre an Demenz erkrankte Mutter kümmern.


Ihre Schwester bei sich aufnehmen, die mit Sack und Pack vor der Tür steht

und last bat not least

einer alten Kollegin, die sie durch ihre Mutter kennenlernt, den letzten Winsch erfüllen.

Und das alles ohne Drehbuch, einfach so wie das Leben halt so spielt.


Mein erstes Buch der sympathischen Autorin, die weiß wovon sie schreibt, denn im wahren Leben ist sie Regisseurin für TV Serien.
Das allein macht aber ihren Roman nicht lesenswert, dazu kommt noch die Geschichte an sich, die tatsächlich aus dem Leben gegriffen ist, wenn der Leser sich auch manchmal fragen mag, ob das wirklich alles auf einen Menschen so einstürmen kann. Aber *wenn es kommt, kommt es ganz dick* ist ein Sprichwort, das auf Lana vollkommen zutrifft.

Eine meiner zur Zeit häufigen schlaflosen Nächte hab ich mir mit dem trotz aller Widrigkeiten heiteren Buch reduziert und war einfach hingerissen. Das Cover ließ mich zuschlagen, die Geschichte zog mich in ihren Bann, die Schreibe von Sabine schreit ganz laut nach mehr und ich kann nicht anders als fünf Chaospunkte zu vergeben.



Ach und einen Punkt extra bekommt Lana, weil ich sie hierbei

>>Die Ostsee, die ich eigentlich nie als ein richtiges Meer angesehen habe, .....<<

sowas von abklatschen muss *lach

Rezension --> Karin Pfolz, Verena Grüneweg - Verloren ... ... im Leben


Zwei Autorinnen, zwei Protagonistinnen.

Zunächst haben die beiden Hauptdarstellerinnen nichts mit einander zu tun und es ist ziemlich eindeutig, dass jede einer der Autorinnen zuzuordnen ist.

Doch was verbindet Kishara, die in der Gegenwart lebt und Pamina, die ihre Geschichte von vor zwei Monaten erzählt?


Es dauert einige Seiten, bis der Zusammenhang ersichtlich wird. Allerdings sind diese Seiten keineswegs einschläfernd oder zeitraubend, sondern eher im Gegenteil äußerst bewegend, denn der Leser will unbedingt die Relation der Mädels zueinander erkennen.
Dass die dann ist, wie sie ist, hätte ich nicht vermutet und das steigerte für mich die Spannung nochmals ein ganzes Stück.

Dieses Buch ist den Autorinnen meiner Meinung nach wesentlich besser gelungen als der Nachfolger "Tödlicher Bestseller", so dass ich ohne Wenn und Aber fünf Chaospunkte vergebe und jedem Thrillerfan das Buch ans Herz legen möchte.

Rezension --> Arno Strobel - Das Skript


Brutal, was Arno sich im "Skript" hat einfallen lassen.

Es werden junge Frauen entführt, ermordet und mit fehlenden Hautstücken auf dem Rücken aufgefunden. Der Hauptverdächtige verblüfft die ermittelnden Beamten der *Besonderen Aufbauorganisation Heike*, doch nicht nur damit haben sie zu kämpfen. Erst seit kurzem sind die Kommissare zu einem Team zusammengewürfelt worden und müssen erst Vertrauen zueinander fassen.


Etliche Wochen hatte ich keinen Dreh zu Thrillern, bis ich das von einer Freundin geliehene Buch in die Hand nahm.
Da ich Arno schon auf einer Lesung erleben durfte und dieser Fall in Hamburg spielt, hatte ich sofort einen Draht zur Geschichte, die wie immer flüssig und mitreißend erzählt wird.
Manchmal gruselte es mich beim Lesen, trotzdem konnte ich das Buch nur ganz schwer beiseite legen, denn nicht nur im zwischenmenschlichen Bereich der ermittelnden Beamten war es einfach faszinierend.
Auch das doppelte Tatvorgehen hielt mich gefangen.

Eindeutige Leseempfehlung und ein Muss für jeden Thrillerliebhaber, natürlich volle Punktzahl und ein herzlicher Dank, dass ich wieder im Crime angekommen bin.

Rezension --> Ingrid Schmitz - Spiekerooger Utkieker


Mia Magaloff ist eine erfolgreiche Privatermittlerin, hat allerdings ihren persönlichen Lebensbereich nicht richtig im Griff. Daher entschließt sie sich zu einer Auszeit auf Spiekeroog, einer der ostfriesischen Inseln, auf der keine Autos erlaubt sind.
Aber diese Auszeit ist ihr nicht gegönnt, denn schon auf der Fähre trifft sie ein Fluch, sie begegnet einem anscheinend Verrückten, der ihre Hilfe sucht und findet gleich vor dem ersten Frühstück eine Tote.
Das war es dann wohl mit den sieben Tagen Sonne, Meer und Strand *seufz


Für mich war diese Autorin *Neuland*, doch bereits mit einigen ihrer ersten Sätze hatte sie mich:

>>Ja, sie würde mit Mario zusammenbleiben wollen, ganz gewiss. Aber auf seiner Tasche liegen mochte sie nicht. Männer hatten die Eigenschaft, einem so etwas zu gegebener Zeit aufs Butterbrot zu schmieren.<<

Abgesehen davon, dass ich Spiekeroog liebe wie keine zweite Insel in der Nordsee, war ich nun noch mehr gespannt, wie Ingrid das *übers-Leben-nachdenken-wollen* von Mia mit diesem ruhigen Eiland, dem Fluch, dem Utkieker und der Toten verknüpft.
Und sie hat sie gut gemacht, diese Koppelung, bis ich mich zweimal umdrehte, musste ich lesen

>>Fortsetzung folgt<<.

Das lag sicher auch an dem mitreißenden Schreibstil der hauptberuflich tätigen Autorin, die die Figur der Mia Magaloff bereits vor zehn Jahren ins Leben rief. Es hat auch überhaupt nicht gestört, dass ich die bisher erschienenen Bücher nicht gelesen habe, ich war sofort bei der Protagonistin und wollte mehrmals mit ihr abklatschen. Ich bin gespannt auf weiter Mia-Geschichten und vergebe vier Chaospunkte.

Rezension --> Anja Berger - Quo: Die Dunkelheit hinter den Sternen


Kira hat ihre Reise vorläufig in Catron beendet, den Stein der Dunkeljeit geweckt und damit ihren Freund und Lehrer Skjaldan verraten, denn er ist bekennender Anhänger des Lichts. Sie erkennt jedoch schnell, dass das Dunkle allein nicht genügt, um das Gleichgewicht wieder herzustellen, so dass sie die Verbindung zu Skjaldan sucht. Sie muss nach Quo, um auch den Stein des Lichts zu aktivieren. Doch damit hat sie eine schwere Aufgabe vor sich.

Kann sie sie lösen?

Wird der Krieg verhindert werden können?


Schon vor einigen Monaten habe ich den ersten Teil dieser umfangreichen Trilogie gelesen und obwohl die Autorin zu Beginn des zweiten Bandes eine kurze Zusammenfassung des ersten Teiles gibt, tat ich mich etwas schwer wieder in die Geschichte zu kommen. Da mich aber die Story von Kira in "Catron: Die Melodie der Sterne" dermaßen begeistert hatte, gab ich nicht auf und nach ca. 30 Seiten war ich voll drin in der Welt zwischen Licht und Dunkel und konnte mich auch diesmal nur ganz schwer lösen von dem Buch (das ich für eine Blogtour zur Verfügung gestellt bekommen hatte, was mich aber keineswegs in meiner Meinung beeinflusst).

Kira erlebt viel Misstrauen, macht eine gefährliche Reise nach Quo, wogegen die Reise nach Catron ein Klacks war, geht an ihre eigenen Grenzen und ist noch nicht am Ziel angekommen. Ich kann jetzt nur hoffen, dass das Ende der Trilogie ganz schnell veröffentlicht wird, denn ich bin jetzt richtig heiß darauf, Kiras Weg weiter zu verfolgen.
Lasst euch nicht abschrecken von der Dicke dieser Bücher, Anja hat eine sehr flüssige Schreibe und gerade auf dem Reader merkt der Leser gar nicht, wie viele Seiten es sind, wobei einem da logischerweise die wundervollen Cover entgehen, die in jedem Bücherschrank einfach herausstechen.

Absolutes Muss für Fantasyleser und volle Punktzahl.

Sonntag, 26. Februar 2017

Rezension --> Jo Berger - Kick Off, Fünf Ladies auf Abwegen



Als Testleserin durfte ich als eine der ersten dieses etwas andere Buch von Jo Berger in die Hand nehmen, allerdings beeinflusst mich das überhaupt nicht in meiner Meinung. Dankeschön für dein Vertrauen, Jo ;)

Carla, Bankerin, hat die Schnauze voll. Es war so schön gemütlich in ihrem Job, bis die Bank aufgekauft wurde. Nun geht es nur noch um den Gewinn und die Ersparnis, wobei letztere natürlich nur die *kleinen* Angestellten betrifft.
So kann es nicht weitergehen und sie sinnt auf Rache. Da dies allein nicht zu schaffen ist, plant sie diese mit vier Freundinnen, die sofort Feuer und Flamme sind.

Schaffen die fünf es, ihren Plan in die Tat umzusetzen?

Oder wirft das Leben alles über den Haufen?


Humorvoll und erheiternd fand ich alle Bücher von der charismatischen Autorin, die ich bisher gelesen habe, aber mit "Kick Off" schießt sie den Vogel ab.
Ich habe Tränen gelacht über so manche ihrer Ideen und Formulierungen, ekelte mich bei einer bestimmten Tätigkeit von Carlas neuem Chef, der sich als echter Kotzbrocken herausstellt, ihre Vergleiche mit der Tierwelt (wobei die Tiere wesentlich sympathischer sind als die Menschen denen sie gegenübergestellt werden) und ihre Beschreibungen der Protagonisten allgemein.
Ich kann nur darum bitten, mehr in dieser Art zu schreiben, denn so was hab ich in meinem langen Buchleben noch nicht gelesen.

Passend dazu das Cover mit den Einschusslöchern, deren Sinn nach dem Schmökern dieser Lektüre klar wie Kloßbrühe ist.

Wer herzhaft lachen und ein paar Stunden alle Fünfe gerade sein lassen will, muss dieses Buch lesen. Und damit ihr auch wisst, was ich meine, hab ich hier noch zwei Zitate für euch:

>>Die beste Zeit ist die, die du nicht geplant hast. Der beste Moment ist der, der aus dir heraus geboren wird. .... <<

>>Die Zeit im Bus und in der U-Bahn allerdings zog sich wie der frühmorgendliche Naseninhalt meines verstorbenen Mannes, sag ich euch.<<

Neugierig geworden? Ab 1. März 2017 könnt ihr es kaufen ;)

Von mir gibt es fünf Chaospunkte, am liebsten für jede der Schlüsselfiguren


Dienstag, 21. Februar 2017

Blogtour --> News

Im März werde ich mich an zwei Blogtouren beteiligen, eine war ursprünglich für den Februar geplant, aber das hat nicht hingehauen. Ihr dürft euch also freuen.

Zunächst geht es um eine Krimi-Neuerscheinung und dann um was Fantastisches, ihr erfahrt mehr, sobald die Themen und die Daten stehen.

Vorfreude ist doch die schönste Freude, oder?

Sonntag, 19. Februar 2017

Interview --> Katharina Burkhardt

Katharina entdeckte ich durch ihren Roman "Ebbe und Glut" und wusste quasi nichts von ihr. Mich reizte einfach ein Buch, das in Hamburg spielt und wie ihr meiner Rezension entnehmen könnt, war ich hin und weg, ebenso von ihrem zweiten Buch "In meinem Herzen nur du". Wir hatten dann lockeren Kontakt bei FB und irgendwie wartete ich nur auf eine Neuerscheinung.
Um so erstaunter war ich beim Bloggertreffen auf der Buchmesse am Stand des "Autorensofas", dass sie dazugehörte.
DAS war mir irgendwie vollkommen entgangen (aber ich kann es ja immer auf mein Gen schieben, ihr wisst schon, das mit dem Chaos ;) ) und da sie auch keine Ahnung hatte mich zu treffen, war die Freude riesengroß auf beiden Seiten.

Ihr dürft sie auch gerne ansprechen, wenn ihr durch meine Lieblingsstadt lauft und sie seht, vor allem natürlich, wenn ihr ihre Bücher kennt, die wirklich ausgesprochen lesenswert sind.





Steckbrief
Name: Katharina Burkhardt
Geboren am/ in: 29.10.1967 in Freiburg - manchmal wundere ich mich etwas über das Datum …
Wohnort: Hamburg
Familienstand: Single
Kinder: keine


Am liebsten hab ich: Ach, so vieles … Zeit zum Schreiben, Sonnenschein, Blumen auf dem Schreibtisch, spannende Bücher, meine Familie, das Meer, Pferde (obwohl ich schon ewig nicht mehr im Sattel saß) …

Gar nicht mag ich: früh aufstehen, Geiz, Engstirnigkeit, Menschenmengen, Hass, religiösen Fanatismus

Erzähl doch ein bisschen über dein bisheriges Leben
Als Kind hatte ich zwei Träume: Ich wollte Schriftstellerin werden und ein eigenes Pferd haben. Das mit der Schriftstellerei hat endlich geklappt. Das mit dem Pferd (noch?) nicht, obwohl ich den größten Teil meines Lebens geritten bin.
Ich bin ein Naturkind, aufgewachsen in Häusern mit großen Gärten, umgeben von Wiesen und Wäldern. Im Meer zu baden, finde ich paradiesisch. Unter einem Baum auf einer Wiese zu liegen und Figuren in den Wolken zu entdecken, auch. Warum ich seit bald zwanzig Jahren mitten in der Großstadt lebe, verstehe ich manchmal selbst nicht. Immerhin gucke ich ins Grüne und habe einen Balkon, auf dem es im Sommer üppig blüht.
Ich bin sehr protestantisch erzogen worden. Mein Vater war Pastor, wir lebten in einer Gemeinschaft, in der Religion eine große Rolle spielte. Nach meinem Studium (Angewandte Kulturwissenschaften) habe ich zehn Jahre für die Evangelische Kirche als Referentin für Medienpädagogik gearbeitet. Heute spielt Kirche in meinem Leben überhaupt keine Rolle mehr. Stattdessen schreibe ich unter Pseudonym sehr erotische Bücher, die bei meinen früheren Weggefährten wohl zu leichten Irritationen führen würden.
Ich war nie verheiratet, habe mich aber mehrfach richtig fett verliebt und bin eine hoffnungslose Romantikerin. Meine Beziehungen werden mit zunehmendem Alter immer unkonventioneller. Ich mag es, dass kaum noch jemand etwas von mir erwartet („mein Haus, mein Mann, meine Kinder …“).
Meine Familie spielt eine wichtige Rolle in meinem Leben. Ich habe sechs Neffen und Nichten und zu allen eine enge Bindung. Irgendwann schreibe ich mal den großen Familienroman.
Manchmal staune ich, dass ich schon so alt bin. In meinem Kopf bin ich immer noch das zwanzigjährige total schüchterne Mädchen, das in Gegenwart Fremder kaum den Mund aufkriegt und darauf wartet, dass sein Leben endlich beginnt.



Wie bist du dazu gekommen, zu schreiben? Und warum ausgerechnet in diesem Genre?
Ich hatte schon als Kind ständig Geschichten im Kopf. Erst habe ich sie mit meinen Puppen nachgespielt, dann in ein Schulheft geschrieben. Aber bis wirklich lesbare Romane entstanden, hat es dann doch erstaunlich lange gedauert. An meinem ersten Roman saß ich über drei Jahre. Da war ich bereits Anfang dreißig. Er wurde nie veröffentlicht. Bis auf das erste Kapitel, das wurde in einem Literaturjahrbuch abgedruckt und brachte mir eine Lesung im Hamburger Literaturhaus ein. Ich war selten so stolz und so aufgeregt.
Ich schreibe komplexe, tiefgründige Liebesromane, weil ich es kann. Krimis fallen mir bedeutend schwerer, zu Fantasy habe ich keinen Zugang, für Historisches fehlt mir das Expertenwissen. Meine Nichte liegt mir seit vielen Jahren in den Ohren, dass ich ein Buch für sie schreiben soll. Aber Kinderbücher kann ich auch nicht. Inzwischen ist sie siebzehn und ich denke, dass ich es allmählich hinkriegen könnte.



Du magst Menschenmengen gar nicht :O Umso mehr freue ich mich, dich in Frankfurt kennengelernt zu haben<3 Und tatsächlich sieht man dir dein Alter nicht an, geschweige denn die Pastorentochter ;) Ich kann mir nun immer besser vorstellen, warum du für dein zweites Schreibbein ein Pseudonym gewählt hast und auch wenn du nicht verstehen kannst, dass du in der Großstadt lebst, bei deiner Liebe zum Meer (immerhin ist HH ja näher dran als FB und ich weiß nicht, ob ich dich und deine Bücher entdeckt hätte, wenn sie in FB spielen würden)


Was hat dich bewogen nach HH zu übersiedeln? Möchtest du dort so richtig alt werden oder irgendwann wieder näher zur Familie?
Ich bin in Freiburg geboren und in Bielefeld aufgewachsen. Als ich 17 war, trat mein Vater eine neue Arbeitsstelle am Rand von Hamburg an. So landete ich im Norden. Mittlerweile habe ich den größten Teil meines Lebens hier verbracht und möchte nicht mehr fort. Ich mag die Menschen, die Stadt, die Elbe. Nur das Wetter … nun ja, man kann nicht alles haben.



Woher nimmst du die Ideen zu deinen tatsächlich komplexen, tiefgründigen Liebesromanen? Hast du schon einen neuen im Hinterkopf*hibbelhibbel?
Die Ideen gelangen auf unterschiedlichsten Wegen zu mir. Manchmal blitzt eine wie ein Funke auf, ich greife danach und spüre, dass sie zu brennen beginnt. Manchmal sehe ich Menschen auf der Straße, die mich inspirieren (auf diese Weise machte ich die Bekanntschaft mit Arthur aus „Ebbe und Glut“). Die Idee zu „In meinem Herzen nur du“ kam mir, als ich eine Reportage über Hochzeitstourismus in Dänemark sah. Es sind Sätze, Gesten, Bilder, ein einziger Blick, eine kleine alltägliche Situation - unbemerkt bleiben sie haften und tauchen unvermutet wieder auf, wenn ich am Schreibtisch sitze.
Im Hinterkopf habe ich sogar gleich mehrere Romanideen. Aber sie brauchen Zeit, um zu reifen.



Was hat dich bewogen der *Firma* „Das Autorensofa“ beizutreten? Hast du dadurch Vorteile bzgl. deiner Schreiberei?
Schreiben ist eine recht einsame Angelegenheit, vor allem, wenn man als Selfpublisher unterwegs ist. Da geht es ja nicht nur ums Schreiben, sondern um die ganze Vermarktung. Alles muss man alleine entscheiden und machen. Das ist mühsam. Hinzu kommt der immer größere Konkurrenzdruck. In der Masse geht man schnell unter. „Das Autorensofa“ bietet mir zweierlei: Austausch mit Kollegen und mehr Sichtbarkeit durch die Gruppe. Ich bin sehr froh über diese Gemeinschaft, habe da schon tolle Unterstützung erhalten.



Und ich bin sehr froh, dass du dich dem Sofa angeschlossen hast, konnten wir uns doch endlich mal - wenn auch nur kurz - in echt erleben.

Vielen Dank für deine Zeit, meine Liebe. Ich warte dann geduldig, bis deine Ideen ausgereift sind und du sie zu Papier gebracht hast, auch wenn es schwerfällt.


Interview --> Rose Snow

Es zog sich etwas hin, bis ich alle Antworten des Autorinnenduos hatte, aber viel wichtiger ist ja auch, dass die Mädels Bücher schreiben, ganz tolle Bücher und das von Anfang an zusammen und fast ganz ohne Streitereien ;)

Treffen könnt ihr sie in Wien und in Hamburg und irgendwo dazwischen auch immer wieder mal, so wie ich im letzten Oktober in Frankfurt und sie freuen sich über jedes neue Gesicht in ihrer Leserschaft, also unbesorgt anquatschen




Steckbrief
Name: Rose Snow aka Ulli & Carmen
Geboren am/ in: 11.05.81 und 30.09.80 in Wien
Wohnort: Hamburg & Wien
Familienstand: glücklich vergeben
Kinder: insgesamt 6


Am liebsten haben wir: Zeit zum Ausschlafen, inspirierende Gespräche über neue Buchideen und entzückende E-Mails von begeisterten Lesern!

Gar nicht mögen wir: die Steuererklärung, Rosenkohl und kranke Kinder!

Erzählt doch ein bisschen über euer bisheriges Leben
Gerne! Wir heißen Ulli & Carmen, wurden beide in Wien geboren und haben uns in der Schule kennengerlernt. Dabei haben wir gleich gemerkt, dass wir in puncto Humor auf derselben Wellenlänge lagen. Nun sind wir seit mittlerweile 22 Jahren befreundet und in dieser Zeit hat sich natürlich einiges geändert (zum Beispiel unser Faible für schwarze Kleidung, inzwischen tragen wir auch gerne bunte Sachen), aber die wirklich wichtigen Dinge sind gleich geblieben. Denn abgesehen von unserem schrägen Humor verbindet uns auch die Liebe zu Büchern und natürlich zum Schreiben. Tatsächlich haben wir schon in der Schule unsere ersten Geschichten geschrieben (bevorzugt in der Chemiestunde) – und sind unserer Chemielehrerin im Nachhinein unglaublich dankbar, dass sie uns das hat durchgehen lassen.



Wie seid ihr dazu gekommen, zu schreiben? Und warum ausgerechnet in diesem Genre?
Wie schon gesagt, hat es bei uns in der Schule begonnen. Nach unserem Abschluss haben wir dennoch unterschiedliche Berufe ergriffen, 1000 Kilometer Entfernung zwischen uns gebracht und unsere Familien gegründet. Dabei haben wir einander aber nie aus den Augen verloren. Und als wir beide in Elternzeit waren, haben wir beschlossen, unseren lang gehegten Traum zu verwirklichen und gemeinsam ein Buch zu schreiben.

Damals haben wir die Urversion der „Acht Sinne“ geschrieben und das hat uns so viel Spaß gemacht, dass wir mit dem Schreibvirus infiziert waren. Nach dem ersten „Acht Sinne“-Roman kam eine Phase des Ausprobierens, wo wir an vielen unterschiedlichen Schreibwettbewerben teilgenommen haben. Als wir einen davon schließlich mit einem humorvollen Text gewonnen haben, entstand daraus unser Chicklit-Roman „Was sich liebt, das rächt sich nicht“. Und aufgrund des überwältigenden Leserfeedbacks war für uns klar: das ist es, was wir auch weiterhin machen wollen.
Inzwischen schreiben wir hauptsächlich in den Genres romantische Fantasy sowie Kinder- und Jugendliteratur – und sind damit überglücklich, weil wir es einfach lieben, unsere Leser zum Lachen und Seufzen zu bringen!


Wie macht ihr das mit dem Schreiben als Duo? Wenn der Plot steht, teilt ihr auf, wer welchen Part schreibt? Ich hab ja jetzt schon einige Bücher von euch gelesen, aber ich finde nicht raus, wie ihr das macht. Liegt vielleicht auch daran, dass ihr von Anfang an als Duo schreibt und nicht wie andere Autoren, die ich einzeln kennen lernen und dann im Doppelpack lesen durfte *grübel
Ulli: Ja, also du hast das auf den Punkt gebracht! Nachdem unser Plot steht, teilen wir uns die Kapitel ganz nach Lust und Laune untereinander auf.
Carmen: Richtig. Meist hat jeder von uns ohnehin eine Präferenz, und dann wird einfach geschrieben.
Ulli: Wir haben jetzt schon öfter das Feedback bekommen, dass sich unsere Bücher wie aus einem Guss lesen und erklären uns das auch so, weil wir von Anfang an auf diese Weise miteinander gearbeitet haben und gar nichts anderes kennen.
Carmen: Ja, und es macht wirklich viel Spaß!
Ulli: Absolut.


Ihr seid seit 22 Jahren befreundet, habt ihr euch immer vertragen oder wolltet ihr die Freundin auch manchmal auf den Mond schießen? Warum?
Carmen: Wie in jeder Freundschaft gibt es auch bei uns mal Meinungsverschiedenheiten oder Missverständnisse, auf die dann ein kurzes Gewitter folgt – doch im Großen und Ganzen geht es bei uns eigentlich erstaunlich harmonisch zu.
Ulli: Das stimmt. Dafür, dass wir so viel Zeit miteinander verbringen, streiten wir wirklich nicht oft. Und wenn, dann lässt es sich meist immer schnell aus der Welt schaffen.


Insgesamt sechs Kinder, wie teilen die sich auf? Jede drei? Vertragen die sich so gut wie die Mütter oder sehen sie sich gar nicht? Eure Männer, machen die euren schrägen Humor mit?
Carmen: Ich habe zwei Kinder und da wir so weit voneinander entfernt wohnen, sehen sich unsere Kids leider nur über Skype.
Ulli: Ja, was wirklich schade ist. Aber vielleicht wird sich das in Zukunft ja noch ändern.
Carmen: Und was unsere Männer betrifft: die mögen unseren Humor sehr gerne



Ganz herzlichen Dank ihr Zwei, dass ihr euch für die Folgefragen dann doch noch die Zeit genommen habt einzeln zu antworten, wobei ich mir vorstellen kann, dass eine von euch einen Satz anfängt und die andere den zu Ende bringt.

Wir sehen uns und ich freu mich darauf, spätestens im Oktober auf dem Sofa.


Samstag, 18. Februar 2017

Rezension --> Felicitas Brandt - Hinter den Buchstaben (Die Vorgeschichte zu "Als die Bücher flüstern lernten")


Faith liebt Bücher über alles und ist fast ausschließlich in der Bücherei zu finden. Urplötzlich erlebt sie allerdings die Geschichten, die in den Büchern erzählt werden und sie befindet sich mitten im Sherwood Forrest.


Während ich den "flüsternden Büchern" lauschte, entdeckte ich diese Vorgeschichte dazu, die ich mir sofort auf den Reader geladen habe und zwischendurch schnell inhalierte, was auch bei den 78 Seiten locker möglich ist.

Notwendig für das Verständnis ist sie nicht unbedingt, aber doch sehr interessant und lesenswert, auch wenn sie bereits drei Jahre früher veröffentlicht wurde als das neueste Werk von Felicitas.

Ich war auch hiervon sehr begeistert, fünf Chaospunkte

Rezension --> Emily Thomsen - Das Nimbusmädchen, Seelenliebe 2


Galad reist ohne Naemi ab, doch sein Freund Rome erbarmt sich und nimmt sie mit, auf den Heimatplaneten der Scion. Galad ist nicht erfreut, kann er sich doch seine Vergangenheit nicht verzeihen. Allerdings müssen die zwei zusammenhalten, um Tyrzon aufzuhalten und ihre Heimatplaneten und noch mehr zu retten.

Kann Galad über seinen Schatten springen?

Kann Tyrzon aufgehalten werden?


Was hab ich mich beim Lesen des ersten Bandes geärgert, ihn so lange liegen gelassen zu haben.
Was war ich jetzt erfreut, den zweiten Teil so kurz danach verschlingen zu dürfen.
Denn das hab ich getan, die 314 Seiten verschlungen, in nur zweieinhalb Tagen war ich am Ende angelangt und konnte nur noch die Danksagung lesen.

Es war wieder so schön, aber auch grausam, gruselig und traurig, doch Emilys flüssiger Schreibstil hat über alle unerfreulichen Dinge hinweggeholfen und ich war rein inhaltlich sehr glücklich am Schluss.

Das Cover zeigt, dass Naemi und Galad sich näher kommen, die Distanz, die sie auf dem Titelbild des ersten Bandes zeigen, ist dahin.

Vielen Dank für diese Geschichte und dass ich beide Bücher als Rezibücher kennenlernen durfte (was meine Meinung überhaupt nicht beeinflusst), fünf Chaospunkte

Rezension --> Frieda Lamberti - Warme Milch und Kummerkekse


Dagmar und Pit haben sich gefunden, doch es sieht so aus, als ob jemand etwas dagegen hätte.

Ist es Dagmars Vater, der sie in seine *Fänge* zurückholen will?

Oder handelt es sich einfach nur um Zufälle, was ihr passiert?


Frieda hat den zweiten Teil um die Kummerkekse wieder sehr fluffig geschrieben, wie gehabt einmal aus Dagmars und einmal aus Pits Sicht, getrennt in Kapiteln und auch sofort erkennbar durch unterschiedliche Schrifttypen, so dass der Leser sofort weiß, wer gerade seine Sicht der Geschichte von sich gibt.

Ich hab mich wieder köstlich amüsiert, war schockiert und habe mich mit den beiden gefreut und natürlich mit der Oma, die Ansichten von sich gibt, die mich schmunzeln und staunen ließen ob ihres Alters. Fünf Chaospunkte

Rezension --> Felicitas Brandt - Als die Bücher flüstern lernten


Hope hatte es nicht leicht in ihrem 17 jährigen Leben, als Waise wuchs sie bei einer älteren bücher- und geschichtenverrückten Dame auf bis diese stirbt. Sie kommt in ein Waisenhaus, flieht und lebt auf der Straße, nur eines im Kopf: Bücher, Bücher und noch mehr Bücher, denn sie hört sie flüstern, auch wenn sie sie nicht versteht.

Sie bricht nachts in Häuser ein, um dort die Bibliotheken zu durchforsten, bis sie eines Nachts erwischt wird von einem jungen Mann, den sie kennt. Er will sie nicht verraten, aber ehe sie noch überlegt hat, ob sie ihm trauen kann, werden beide in ein Buch gezogen und erleben ein ungewöhnliches Abenteuer.


Was eine wundervolle Geschichte, die da in Felicitas Kopf entstand und von der ich mich kaum losreißen konnte. Leider war sie viel zu schnell zu Ende, wofür sicher auch der einnehmende Schreibstil verantwortlich war.

Das Cover lädt zum Träumen ein und ich finde es schade, dass es (noch?) keine Printausgabe gibt, dieses Buch würde ich mir gerne ins Regal stellen und ich werde mir garantiert noch mehr (ältere und hoffentlich bald auch neuere) Werke der jungen Autorin zu Gemüte führen. Volle Punktzahl von mir

Rezension --> Susanne Rößner - Diridari


Hauptkommissar Sauerwein und sein Team sind wieder unterwegs um eine unheimliche Einbruchserie und das Verschwinden einer Frau aufzuklären. Anfangs eine leichte Übung für die Kriminalisten, stellt sich die Sache doch wesentlich unlösbarer heraus, als gedacht.


Leider konnte mich "Diridari" nicht so abholen wie das "Fangermandl". Ich denke es lag an den Zeitsprüngen, denen ich nicht so ganz folgen konnte, waren sie auch nicht unbedingt richtig deutlich (kapitelweise zum Beispiel) voneinander getrennt. Das hat meinen Lesefluss erheblich gebremst, so dass ich irgendwie nicht so ins Thema kam, wie ich erwartet hatte. Zwei Chaospunkte

Mittwoch, 15. Februar 2017

Rezension --> Nirac Rellum - Ferien auf Tarkanus X, [W]Hole-Kids


Tim muss in ein Feriencamp, ob er will oder nicht, aber immerhin darf er seinen geliebten Hund mitnehmen. Doch in seinem Mitbewohner der Hütte findet er einen Freund und auch die Zwillinge Kallah und Nero, die er von früher kennt, entdeckt er unter den wenigen Gleichaltrigen.
So könnte es doch ganz nett werden, wären da nicht die Bestimmungen der Campleiterin, die irgendetwas zu verbergen hat. Und als dann noch der Gouverneur Raxinios auftaucht, wird ihnen schnell klar, dass nicht alles so ist, wie es sein soll und sie versuchen den Vorsatz seltene Tiere im Reservat abzuschießen, zu verhindern.


Nirac Rellum (besser bekannt als Carin Müller) ist hier ein mitreißendes Kinderbuch gelungen, das ich in einem Rutsch (vorab-)gelesen habe (was meine Meinung absolut nicht beeinflusst hat). Spannend erzählt sie die Erlebnisse von Tim und seinen Freunden im Camp, so dass ich das Büchlein auch für *frische* Leser empfehlen kann.
Was mir gefehlt hat, sind ein paar Illustrationen, auch wenn ich mir die außerirdischen Wesen dank einer bildhaften Beschreibung sehr gut vorstellen konnte. Aber nachdem das Cover schon so aussagekräftig ist, wäre es meiner Meinung nach einfach noch eine Bereicherung, gerade für Kids.
Nichtsdestotrotz ein tolles Leseerlebnis, fünf Chaospunkte von mir.

Dienstag, 14. Februar 2017

Rezension --> Ulli Eike - Lena Stern, Hades


Lena, eine Kommissarin, die ich richtig lieb gewonnen habe, ermittelt erneut und immer noch gegen Nemesis, doch plötzlich ist sie selber eine Gejagte und muss weit in ihre Vergangenheit zurück, denn ihre todkranke Schwester gerät unter Verdacht einen Mord begangen zu haben.


Die Trilogie ist zu Ende *snief, ich habe richtig mit gefiebert und war sehr gespannt ob Lena es schafft, den grausamen Rächer zu überführen. Natürlich verrate ich nicht, ob sie es schafft, das müsst ihr schon selber lesen, spannend ist es allemal wieder und auch das Privatleben der Beamten kommt nicht zu kurz, genau so wenig wie die Eifersüchteleien unter den Kollegen.

Es bleibt offen, ob Lena nun wieder ins LKA zurückgeht oder im ehemaligen Präsidium bleibt, in dem sie sich richtig wohlfühlt inzwischen.

Vielen Dank für unterhaltsame, aufrüttelnde Lesestunden, dafür gibt es fünf Chaospunkte.

Rezension --> Dolores Mey - Überraschungsgeschenke


Aus grauer Maus wird attraktive Frau

Dank ihrer Freundin, die bald heiratet, entwickelt sich Catherine rein optisch zu einer hübschen Frau, entdeckt Freude am Shoppen und gefällt sich selber, wenn sie in den Spiegel guckt. Da bleiben dann auch die Männer nicht aus, die sich um sie bemühen. Nur der eine, in den sie sich verguckt, will zunächst gar nichts von ihr wissen.


Das Cover verspricht gute Unterhaltung rund ums Herz und dieses Versprechen wird auch gehalten. Anfangs etwas langatmig, kam schon bald Interesse auf bei mir, auch wenn die Geschichte endete, wie schon bald vorherzusehen war.

Toll beschrieben hat Dolores die Örtlichkeiten, an denen die Geschichte spielt, die mir einige unterhaltsame Stunden geschenkt hat.

Vier Chaospunkte

Rezension --> Hailey J. Romance - Ein Topping für die Liebe


Alisia lebt in Berlin und rechnet niemals damit, irgendwann woanders heimisch zu werden. Doch dann erbt sie die Konditorei ihrer Großmutter, die sie schon ewig nicht mehr gesehen hat. Das lag an ihrer Mutter, die ihr erzählte, die Großmutter hätte sie und Alisia vertrieben und keinerlei Kontakt mehr gewollt. Folglich kann da etwas nicht ganz stimmen und Alisia macht sich auf in das kleine Dörfchen in Italien, in dem sie ihre ersten Lebensjahre verbrachte.

Allerdings sind etliche Bewohner nicht begeistert über ihr Auftauchen und versuchen ihr das Leben schwer zu machen.


Ganz nette Story, aus der man hätte mehr machen können, als auf den 189 Seiten geschehen ist. Manchmal hätte ich Alisia anschubsen mögen, denn auf der Suche nach dem Familiengeheimnis verhält sie sich schon sehr naiv und lässt sich viel zu viel von ihrer Umgebung gefallen, statt einfach die Person zu befragen, die es wissen muss, ihre Mutter.

Tolles Cover, das mich zugreifen ließ, aber *nur* drei Chaospunkte

Rezension --> Katharina Gerlach - Bellarosa


Dornröschen ganz anders, es handelt sich ja auch um Bellarosa in dieser Geschichte und Bellarosa schläft wie Dornröschen, aber die Story handelt von ihren Träumen. Und in ihren Träumen kann sie mit manchen, sehr wenigen Menschen reden, bzw. sich unterhalten. Was ihr nicht klar ist, ist ob der Prinz, in den sie sich verliebt hat nur in ihren Träumen existiert oder real ist.


Spannend, wie die Autorin das Märchen der Gebrüder Grimm *neu erzählt* und auch ganz anders, als der Leser es kennengelernt hat.
Faszinierend, was Katharina daraus gemacht hat. Sie erzählt flüssig und hat dafür vier Chaospunkte verdient.

Rezension --> Timo Leibig - Totenschmaus


Der dritte Fall für Brandner und Goldmann, die beide aus ihrem Erholungsurlaub zurück sind und es nun mit kulinarischen Genüssen zu tun bekommen.
Nach einem Besuch im *Dreierlei* verschwindet ein Restaurantkritiker, aber es geschehen auch noch tödliche Unfälle. Zudem erfahren wir Neuigkeiten über Goldmanns Privatleben, so dass die Geschichte wieder sehr spannend ist.


Timo hat es auch mit dem Totenschmaus geschafft mir erlebnisreiche Stunden zu verschaffen, wobei ich ganz ehrlich sagen muss, dass mir dieser dritte Fall bisher am besten gefallen hat, irgendwie war ich noch mehr dabei als in den vorhergehenden Büchern. Woran es lag, kann ich nicht festmachen, liegt es an diesem Satz:

>>Erwartung ist der Ursprung jeder Enttäuschung.<<


oder daran, dass Brandner seinen Urlaub in meinem geliebten Irland verbringt, in einem Pub dem Barkeeper sein Herz ausschüttet und als Trost leckeren  Whiskey zu trinken bekommt?


Ich kann es euch nicht sagen, sondern nur empfehlen diese Reihe um das fränkische Ermittlerduo zu lesen, volle Punktzahl von mir und ganz viel Erwartung *hahaha an den vierten Fall

Rezension --> Frieda Lamberti - Kalte Milch und Kummerkekse


Dagmar will von ihrer Familie nichts mehr wissen, sie lebt alleine, fotografiert ab und zu und fährt nachts Taxi. Kein besonderes Leben also, wäre da nicht ihr flotter Polizistennachbar Pit. Der aber sieht in ihr nicht die Frau, sondern nur eine liebe Kumpeline. Bis Pits Großmutter eingreift.


Ein wundervolles Buch, das Frieda da geschrieben hat, genau richtig für einen kalten, trüben Wintersonntagnachmittag, der mir auch reichte, es durchzulesen. Das lag allerdings auch an dem flüssigen Schreibstil der Autorin, der einen alles um sich vergessen lässt.

Das Cover ist ansprechend und passt sehr gut zum Inhalt.

Nicht mein letztes Buch von Frieda, fünf Chaospunkte

Sonntag, 5. Februar 2017

Rezension --> Andrea Schneider - Jule und die Wunschkugel


Die kleine Jule ist im Zauberwald, in dem ein kleiner Affe lebt. Picco ist immer langweilig, weil die anderen Tiere des Waldes nichts mit ihm zu tun haben wollen. Verantwortlich dafür sind seine Streiche, die er seinen Mitbewohnern ständig gespielt hat.

Gelingt es Jule, Picco zu helfen?


Mit einfühlsamen Worten beschreibt die Autorin die Geschichte von Picco, wie er die Gesellschaft seiner Mitbewohner verloren hat und wie er sie eventuell zurückgewinnen kann. Immer wieder wird der Erstleser gefragt, ob er diese oder jene Situation kennt, sich vorstellen kann, dies oder das auszuprobieren und wird aufgefordert darüber nachzudenken. Man merkt, dass Andrea selber Mutter ist und die Bedürfnisse von Kindern kennt.

Wunderschöne Illustrationen von Rüdiger Schwind und Karin Pfolz untermalen die Geschichte und machen das Buch zu einem wertvollen Inhalt im Leben eines Kindes.


Fünf Chaospunkte von mir.