Donnerstag, 10. August 2017

Dies und Das --> Woher nehmen Autoren/-innen ihre Ideen?

Ich meine, prinzipiell frage ich mich das ja schon länger, denn täglich gibt es ja so und so viele Neuerscheinungen.

Dass dabei die eine oder andere Idee einer Vielleserin wie mir, die nun auch schon auf etliche Jahrzehnte als Bücherinhaliererin zurückblicken muss, bekannt vorkommt, empfinde ich als *normal*, erträglich, annehmbar ...

Wenn ich aber nach den ersten fünf Kapiteln denke - wie heute, als mir ein relativ *frisches* E-Book in die Finger kam, das mir noch dazu von einem ganz lieben Menschen empfohlen wurde, weil ich ja England und Strand und Meer so lieben würde und das untere Drittel des Covers auch meinem Gusto zusagte -


Verdammich, diese Geschichte kennst du doch ... 

Hast du doch vor gut zwei Monaten erst gelesen als Vorablesebuch ..... 

Nee kann nicht sein! Ist ja vor einigen Tagen erst veröffentlicht worden. ..... 

Aaaber irgendwie .... 

weiterlesen .... 

Das IST die gleiche Geschichte wie neulich!! 

Okay, Orte und Namen sind anders, aber der Grundgedanke ist sehr sehr ähnlich....

Nicht abgeschrieben, sondern mehr ne Art Nacherzählung, irgendwie .....

Ach nein, du Chaosmensch, das bildest du dir nur ein .... 


*Alte* Rezi gelesen - glücklicherweise mache ich ja immer eine Zusammenfassung in eigenen Worten, relativ zeitnah nach dem Lesen ....

Und es IST die gleiche Grundidee!!!

Donnerwetter nochmal, warum schreiben Leute, die keine eigenen Ideen haben?

Und Nein, dieses Buch wird weder auf meiner Leseliste, noch bei meinen Rezensionen auftauchen und das große *A* darf es gerne wieder von meinem Reader löschen und mir meine 99 Cent zurückzahlen, denn ICH unterstütze keinen Betrug.

Montag, 7. August 2017

Rezension --> Katharina Gerlach - Der Schattenprinz



Erneut entführte mich Katharina in die historische Fantasy und konnte mich auch mit diesem Jugendbuch voll überzeugen. 

Es geht um Zwillinge, Straßenkinder, Adelige, Herrscher, Kriege, Zauberer, ..... 

Und alles ist untrennbar miteinander verbunden, ob die Beteiligten wollen oder nicht, sie müssen durch, lernen aber auch die Liebe kennen und viel Neues. 

So erzählt die Geschichte nicht nur von Machtkämpfen, sondern ist auch lehrreich. 

Der Schreibstil ist - wie immer - fesselnd und das Cover macht sicher so manch Jugendlichen sehr neugierig. Unbestritten fünf Chaospunkte von mir.

 

Rezension --> Christin Burger - Paul und Konopke


Angebertum schafft keine Freunde, das muss auch Paul, der aus seinem Käfig geflüchtete Kanarienvogel erfahren. In seinem neuen Leben sind von allen Tieren immer mehrere da, die sich umeinander kümmern. Keiner mag ihn und er bedauert das sehr. Bis plötzlich wegen eines gestohlenen Schatzes alles anders wird.


Angst, Mut, Freundschaft, Gemeinsamkeit, Liebe, Zusammenhalt, Zauberei und noch vieles mehr hat Christin in diesem, ihrem zweiten, Kinderbuch verpackt und das auf eine so bezaubernde, liebenswerte Art, dass ich dieses Buch auf jeden Fall auf die Liste meiner zu verschenkenden Bücher setzen werde. 


Der Text ist kurz, aber doch sehr aussagekräftig und Kinder ab 4 Jahren können sehr viel lernen. 

Noch viel inhaltsträchtiger sind die wunderschönen Zeichnungen, die bei jedem weiteren Gucken etwas Neues entdecken lassen, sodass mit Sicherheit jedes Kind, das dieses Buch in die Hand bekommt auch immer wieder alleine Bilder gucken möchte. 

Fünf wohlverdiente Chaospunkte.

Rezension --> Nadja Losbohm - Die Jägerin, Unter der Erde


Zum vorletzten Mal durfte ich mich mit der Jägerin Ada auf Monsterjagd begeben und wie in den vorherigen Bänden auch, hat sie mich in ihren Bann gezogen vom ersten bis zum letzten Wort. 


Spannend war, endlich mehr über Pater Michael zu erfahren, auch wenn sein wahres Alter auch für mich zunächst ein Schock war. 

Nadja schreibt einfach flüssig und einnehmend und ich kann ihr nur erneut für ihre Fantasie fünf Chaospunkte überreichen.

 

Freitag, 4. August 2017

Rezension --> Kerstin E. Stolz - Marla Besenschlau und der verhexte Vampir


Vier neugierige Hexenmädchen im ersten Hexenschuljahr treffen auf dem Heimweg von der Schule ein total verdrecktes Etwas im Wald, das sie zunächst nicht identifizieren können. Doch es stellt sich als Mädchen in ihrem Alter heraus, das nicht mehr nach Hause kann, weil es verhext wurde. 
Natürlich beschließen die jungen Hexen, allen voran Marla Besenschlau, der Kleinen zu helfen und geraten in ein spannendes Abenteuer. 
Erzählt wird die Geschichte vom Raben Tropa, der immer wieder unter den Hexversuchen der Freundinnen zu leiden hat.


Mehr noch als die Geschichte haben mich die Illustrationen begeistert, ich konnte mich gar nicht satt sehen und musste ständig hin und her blättern, um zu gucken, ob das Geschriebene auch zu den Zeichnungen passte (und nicht umgekehrt, sorry Kerstin). Es gibt aber auch bei jedem Blick etwas Neues zu entdecken, was natürlich auch im Text enthalten ist. 


Der ist sehr geeignet für das vorgesehene Alter und auch die Aufteilung ist sehr gut aufs Vorlesen wie auch erste Leseversuche abgestimmt. Ich kann mir durchaus vorstellen, das Buch einem *erst* Vierjährigen vorzulesen und zwischendurch eben immer wieder Bilder zu gucken. Dafür ist auch die Gesamtlänge des Buches mit knapp 100 Seiten ideal. 

Der Schreibstil der Autorin ist dem Alter angepasst, es ist zu merken, dass sie selber eine Tochter hat und die Liebe zu Kindern spricht aus jedem Wort. 

Das Cover ist ebenfalls ein Hingucker, sodass Kinder sicher gerne zu diesem Buch greifen werden. Dafür hätte ich mir allerdings eine Hardcover Ausgabe gewünscht, denn ein Taschenbuch kann auch bei älteren Kindern doch etwas leiden. 

Nichtsdestotrotz kann ich das Buch nur empfehlen, vier Chaospunkte.

 

Rezension --> Anna-Maria Nagy - Marismera, Die Insel der Zaubersmaragde


Veronica, 11, hat die Nase voll. Die ersten Sommerferien, die sie nicht am Meer verbringen wird, weil der Vater nach dem Unfalltod der Mutter absackte, seine Arbeit verlor und kein Geld für Urlaub da ist. 
Sie beschließt, Vater und Bruder zu verlassen, denn beide kümmern sich nicht mehr um sie. 

Doch wo soll sie hin? 

Da begegnen ihr sprechende Tiere, die sie in einem magischen Boot nach Marismera bringen, damit sie dort das Gleichgewicht der Bewohner wieder herstellen kann. 



>>Abenteuer, Magie, Musik, Meer, ein furchteinflößendes Monster und eine geheimnisvolle Meerjungfrau<< 


sind beinhaltet und Anna-Maria hat ein faszinierendes Debüt geschrieben, das mich den Regen vergessen ließ, so versunken war ich in die Geschichte. 

Auch wenn manche Stellen etwas überraschend waren, weil Veronica zu schnell zum Erfolg kam, passte freilich Alles zusammen. 
Ich habe mitgelitten, mich gefreut und war besorgt und bin gespannt wie es dem Mädel, mit dem ich es nochmal zusammen lesen werde, gefallen wird. 

Das Cover ist wunderschön und geheimnisvoll und lässt den Leser eintauchen in die geheimnisvolle Welt von Marismera, der Insel, die vom Rest der Welt abgeschnitten ist. 

Geschrieben für Kinder ab 10 und Jugendliche ist es durchaus auch für Erwachsene jeden Alters geeignet, mir würde etwas fehlen, wenn ich es nicht gelesen hätte. 

Mach weiter so, Anna-Maria, fünf Chaospunkte von mir.

Rezension --> Fanny Blake - Ein Haus voller Träume


In Andalusien wartet Lucy auf ihre Geschwister, denn sie müssen sich nicht nur vom *Haus der Träume* verabschieden, sondern auch endgültg von ihrer vor Kurzem verstorbenen Mutter. Nach deren Wunsch soll das Haus verkauft werden. Viele Fragen tauchen ebenso auf wie wundervolle Erinnerungen.

Im Rahmen einer Leserunde durfte ich dieses zweite Werk der Autorin kennenlernen und habe mich nicht nur in das Cover *träum, sondern auch in den Schreibstil verliebt, der sehr flüssig und fesselnd ist. 


Die Geschichte ließ mich träumen, machte mich nachdenklich und hielt mich bis zum letzten Punkt gefangen, sodass ich gespannt bin, was Fanny noch schreiben wird. Das macht sie sehr bildhaft, ich fühlte mich sofort wohl in dem Haus und in Andalusien sowieso. 

Die Figuren sind liebenswert, aber auch zum *in die Tonne klopfen*, eben wie aus dem richtigen Leben gegriffen, auch wenn Manches doch sehr dem echten Leben widersprach, weil einfach zu harmonisch, trotz allem Chaos, das irgendwie dennoch zur Geschichte passt und mich auch immer wieder lauthals lachen ließ. 

Vielen Dank für dieses zauberhafte Buch, das nun mein Regal schmücken darf. Volle Punktzahl.